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Schule/Ausbildungs- & Studienwahl Hier könnt ihr euch über verschiedene Möglichkeiten für eure Zukunft erkundigen oder eure Erfahrungen weitergeben.

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Alt 04.10.2017, 12:09   #1   Druckbare Version zeigen
pennyroyal Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 221
Weiterbildung in Richtung Pharma/Toxikologie nach M.Sc. Chemie

Hallo,

nachdem ich meinen Master abgeschlossen habe und eine Promotion für mich in der Chemie nicht in Frage kommt, überlege ich, mich in eine etwas andere Richtung weiterzubilden.

Meine Universität war nicht besonders hilfreich, darum frage ich hier.

Ich habe den M.Sc. in Chemie in anorganisch-technischer Chemie gemacht, bin aber pharmazeutisch / molekular-medizinisch auch gut gebildet - allerdings nicht "auf Papier", sondern im Selbststudium und aus starkem Interesse.

Es gibt natürlich Studiengänge wie Molekulare Medizin, Biochemie oder Pharmazie, die da in Frage kämen - aber ich bin mir nicht sicher, ob ich wirklich noch einmal 5 Jahre studieren möchte und ob von der Chemie danach noch "viel übrig bleibt".
Gibt es den Studiengang "Toxikologie" als eigenen Studiengang, oder ist das eine Spezialisierung eines anderen Studienganges?

Hat jemand Erfahrungen mit ähnlichen Situationen? Ich bin nicht auf einen "hohen" Job aus, sondern beschäftige mich auch gerne mit der Produktion oder dem Zuarbeiten für die Forschung (sprich als "Labor-Hilfskraft" o.ä. - die Grundlagenforschung oder gar eine Promotion in dieser Richtung möchte ich nicht machen).

In den Ausbildungsberufen (CTA, PTA, Laborant) werde ich leider immer abgewimmelt, da ich mit meinem Studium entweder "überqualifiziert" bin, oder (v.a. CTA) eine spezielle Ausbildung ("CTA, Schwerpunkt HPLC" - das ist etwa jede zweite CTA-Stelle, die ausgeschrieben wird) verlangt wird. HPLC ist kein Wunderwerk, und die Einarbeitung wäre in kurzer Zeit geschehen (im Privaten oder im Betrieb), aber das möchten die Arbeitgeber wohl nicht einsehen.

Ich bin ein wenig am verzweifeln, da mein "Traumjob" relativ flexibel, meine Eignung vorhanden und mein Spaß / Interesse an der Arbeit groß ist. Und da ich seit längerem nur Absagen erhalte, suche ich nun nach Fortbildungen (um 1. mein Wissen zu erweitern/erhalten, 2. keinen psychischen Durchhänger zu haben und 3. den Lebenslauf nicht zu löchrig werden zu lassen).

Ich würde mich über Anregungen / Erfahrungen / Meinungen freuen!
pennyroyal ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.10.2017, 12:30   #2   Druckbare Version zeigen
HNIW Männlich
Mitglied
Beiträge: 3.568
AW: Weiterbildung in Richtung Pharma/Toxikologie nach M.Sc. Chemie

Zitat:
Zitat von pennyroyal Beitrag anzeigen
Gibt es den Studiengang "Toxikologie" als eigenen Studiengang, oder ist das eine Spezialisierung eines anderen Studienganges?
Dazu findet man doch allerhand im Internet.
https://www.studycheck.de/studium/toxikologie
Zitat:
Zitat von pennyroyal Beitrag anzeigen
... den Lebenslauf nicht zu löchrig werden zu lassen).
Ich verstehe, was Du meinst. MMn ist das mit dem lückenlosen Lebenslauf auch so eine "Wahnvorstellung" unserer Zeit. Wenn das, was dort steht, ausnahmslos geistig fruchtbar ist, OK. Ist es aber bei vielen nicht wirklich.
__________________
"Erfahrung heißt gar nichts. Man kann seine Sache auch 35 Jahre schlecht machen."
Kurt Tucholsky

"Nur wenige wissen, wie viel man wissen muss, um zu wissen, wie wenig man weiß."
Werner Heisenberg
HNIW ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.10.2017, 16:20   #3   Druckbare Version zeigen
Peter Schulz  
Mitglied
Beiträge: 321
AW: Weiterbildung in Richtung Pharma/Toxikologie nach M.Sc. Chemie

Zitat:
Zitat von pennyroyal Beitrag anzeigen
Es gibt natürlich Studiengänge wie Molekulare Medizin, Biochemie oder Pharmazie, die da in Frage kämen - aber ich bin mir nicht sicher, ob ich wirklich noch einmal 5 Jahre studieren möchte und ob von der Chemie danach noch "viel übrig bleibt".
In diesen Studiengängen wird Toxikologie auch meistens ziemlich stiefmütterlich behandelt. Um sich da auf Toxikologie zu spezialisieren, müsste man viel Eigeninitiative aufwenden und dies z.B. im Rahmen der Abschlussarbeit tun.

Zitat:
Gibt es den Studiengang "Toxikologie" als eigenen Studiengang
Ja, gibt es (s. HNIWs Link), aber nicht alle führen zu einem eigenen Master-Abschluss (was ich an deiner Stelle anstreben würde). Manche sind nur eine Art Weiterbildung, teilweise berufsbegleitend. Außerdem kosten manche Programme Geld und das nicht zu knapp. Die Plätze sind normalerweise auch nicht unbegrenzt. Musst du mal schauen, ob du was passendes findest und dann bewerben..

Ist natürlich die Frage, ob man es finanzieren kann, noch ein Masterstudium zu absolvieren und ob man bereit ist, dafür in eine andere Stadt zu ziehen.

Zitat:
Hat jemand Erfahrungen mit ähnlichen Situationen?
Kann man so sagen, ja...
Peter Schulz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.10.2017, 19:30   #4   Druckbare Version zeigen
pennyroyal Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 221
AW: Weiterbildung in Richtung Pharma/Toxikologie nach M.Sc. Chemie

Vielen Dank schonmal!

Nochmal studieren ansich wäre kein Problem (Finanzierung eher; Umzug in eine andre Stadt wäre auch kein Thema), nur ist die Jobsuche mit zwei Masterabschlüssen nicht leichter als mit einem (zumindest wenn dieser eine in Chemie ist)
pennyroyal ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.10.2017, 19:58   #5   Druckbare Version zeigen
chemiewolf Männlich
Mitglied
Beiträge: 21.220
AW: Weiterbildung in Richtung Pharma/Toxikologie nach M.Sc. Chemie

Zitat:
Zitat von pennyroyal Beitrag anzeigen
nur ist die Jobsuche mit zwei Masterabschlüssen nicht leichter als mit einem
vor allem, wenn sie fachlich nicht wirklich zusammenpassen.
__________________
The State Senate of Illinois yesterday abandoned its Committee on Efficiency and Economy for reasons of 'efficiency and economy'.
De Moines Tribune, 6 February 1955
einfach mal eine Fanta trinken
chemiewolf ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 06.10.2017, 20:14   #6   Druckbare Version zeigen
Peter Schulz  
Mitglied
Beiträge: 321
AW: Weiterbildung in Richtung Pharma/Toxikologie nach M.Sc. Chemie

Zitat:
Zitat von pennyroyal Beitrag anzeigen
nur ist die Jobsuche mit zwei Masterabschlüssen nicht leichter als mit einem (zumindest wenn dieser eine in Chemie ist)
Ich weiß, wie schwer es ist, mit einem Abschluss in Chemie etwas zu finden (und mit den meisten Kollegen, die etwas gefunden haben, möchte ich ehrlich gesagt nicht mal tauschen). Aber warum ein zusätzlicher Master in Toxikologie die Suche nicht erleichtern machen soll, leuchtet mir gerade nicht ein.

Ich denke schon, dass Sachen wie forensische Toxikologie, Umwelttoxikologie gefragt sind, einfach weil es da wenig gut ausgebildete Leute gibt. Wenn man das mit Abschlüssen nachweisen kann, ist das den Personalleuten immer lieber.

In Zukunft werden zwei Masterabschlüsse etc. auch nichts Besonderes mehr sein. Die Zahlen bei den Zweitstudien steigen. Aber man muss natürlich Bock darauf haben. Wenn nicht, lass es halt und versuche dein Glück woanders. Zwingen wird dich keiner.
Peter Schulz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.10.2017, 20:58   #7   Druckbare Version zeigen
pennyroyal Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 221
AW: Weiterbildung in Richtung Pharma/Toxikologie nach M.Sc. Chemie

Naja, die zwei Master sollten natürlich schon zusammenpassen, dann ist das mit dem Job einfacher (Chemie + irgendwas Umwelt/Pharma/Tox etc. kann ich mir da leicht vorstellen).

Aber zwei abgeschlossene Studiengänge machen dich - prinzipiell - für Firmen "teurer" ("wertvoller"). Jemand mit betriebswirtschaftlicher Ausbildung und zusätzlich einer, die zu einer entsprechenden Firma (BWL + IT zb) passt, wird sicher mehr verlangen (können), wenn es um einen Job geht, in dem Wissen aus beiden Ausbildungen benötigt wird. Allerdings findet sich sicher auch jemand, der beides kann und eben nur ein Studium abgeschlossen hat.
- Nur so als Erklärung, warum ich der Meinung bin, dass jemand mit zwei Master (/ Diplomen) auf dem Arbeitsmarkt teurer ist (und somit schwerer unterkommt).
pennyroyal ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.10.2017, 21:16   #8   Druckbare Version zeigen
Peter Schulz  
Mitglied
Beiträge: 321
AW: Weiterbildung in Richtung Pharma/Toxikologie nach M.Sc. Chemie

Zitat:
Zitat von pennyroyal Beitrag anzeigen
Naja, die zwei Master sollten natürlich schon zusammenpassen, dann ist das mit dem Job einfacher (Chemie + irgendwas Umwelt/Pharma/Tox etc. kann ich mir da leicht vorstellen).
In der Regel setzen die Masterprogramme in Toxikologie einen Abschluss in einer Naturwissenschaft oder einem verwandten Fach voraus.

Zitat:
Aber zwei abgeschlossene Studiengänge machen dich - prinzipiell - für Firmen "teurer" ("wertvoller"). Jemand mit betriebswirtschaftlicher Ausbildung und zusätzlich einer, die zu einer entsprechenden Firma (BWL + IT zb) passt, wird sicher mehr verlangen (können), wenn es um einen Job geht, in dem Wissen aus beiden Ausbildungen benötigt wird. Allerdings findet sich sicher auch jemand, der beides kann und eben nur ein Studium abgeschlossen hat.
Am Beispiel IT und BWL: Wenn du nur IT studiert hast und BWL trotzdem kannst, musst du das für die Personalleute schon mit entsprechender Berufserfahrung dokumentieren können, sonst nimmt dir das keiner ab. Und mit Berufserfahrung bist du auch wieder "teurer" als ein Absolvent. Berufserfahrung hast du nunmal nicht nennenswert, wenn du frisch von der Uni kommst. Also schiebt man z.B. noch einen MBA hinterher, wenn man in der Richtung etwas machen will. Ich kenne Leute, die das gemacht haben und nicht arbeitslos sind.

Zitat:
- Nur so als Erklärung, warum ich der Meinung bin, dass jemand mit zwei Master (/ Diplomen) auf dem Arbeitsmarkt teurer ist (und somit schwerer unterkommt).
Deine Meinung sei dir gelassen. Ich teile sie nicht.
Peter Schulz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.10.2017, 19:38   #9   Druckbare Version zeigen
zarathustra  
Moderator
Beiträge: 11.601
AW: Weiterbildung in Richtung Pharma/Toxikologie nach M.Sc. Chemie

Ich finde Toxikologie und Pharmakologie auch super spannend, insofern habe ich mich früher auch mal wegen Toxikologie-Master-Programmen umgeschaut. Um ehrlich zu sein glaube ich aber nicht, dass sowas alleine für Berufsaussichten irgendwas bringt:

Nur weil du ein Chemie-Studium abgeschlossen hast, bist du kein großer Synthesechemiker und wirst auch nicht sofort ein Analytik-Labor leiten. Du bekommst einen Abschluss und kannst dich dann weiter qualifizieren, indem du bspw. eine Doktorarbeit und Postdoc-Erfahrung in einem bekannten Synthesechemie-Arbeitskreis machst. Ebenso wäre es für dich auch ganz ohne zusätzliches Toxikologie-Studium möglich, eine Doktorarbeit in der Toxikologie zu machen, neue Methoden zu lernen, Erfahrungen zu sammeln und dich allgemein zu qualifizieren. Häufig bieten solche Stellen auch die Möglichkeit, sich parallel zum Fachtoxikologen weiterzubilden. Aber das scheinst du ja gar nicht zu wollen.

Die Frage ist für mich, wo und als was man dich denn eigentlich einstellen sollte. Daran würde ich festmachen, was du an zusätzlichen Schritten machst.

Wenn du wirklich eher als TA arbeiten willst, sollte nämlich auch das möglich sein. Ich kenne mehrere Fälle von Frauen, die nach einem naturwissenschaftlichen Studium (teilweise sogar nach Promotion) Familie haben wollten und sich an der Hochschule als TA haben anstellen lassen. Das ist also auch irgendwie möglich, wenn du jemanden kennst, der dich einstellen würde.

Zitat:
Zitat von pennyroyal
Aber zwei abgeschlossene Studiengänge machen dich - prinzipiell - für Firmen "teurer" ("wertvoller"). Jemand mit betriebswirtschaftlicher Ausbildung und zusätzlich einer, die zu einer entsprechenden Firma (BWL + IT zb) passt, wird sicher mehr verlangen (können), wenn es um einen Job geht, in dem Wissen aus beiden Ausbildungen benötigt wird. Allerdings findet sich sicher auch jemand, der beides kann und eben nur ein Studium abgeschlossen hat.
- Nur so als Erklärung, warum ich der Meinung bin, dass jemand mit zwei Master (/ Diplomen) auf dem Arbeitsmarkt teurer ist (und somit schwerer unterkommt).
In der Theorie und für dich mag das plausibel sein. In der Praxis macht das aber keinen Unterschied. Du kannst ja gerne mehr verlangen, aber wirst es mit ziemlicher Sicherheit nicht bekommen. Wenn ich einen Chemiker einstellen möchte, werde ich den entsprechend bezahlen. Wenn der nebenbei noch einen Doktor in Religionswissenschaften und eine Professur in serbokroatischer Linguistik hat, würde ich ihn dennoch nur als Chemiker einstellen. Und wenn er aufgrund der Qualifikationen deutlich mehr Geld will, gibt es noch genügend andere Bewerber, die den Job zum günstigeren Preis machen.
__________________
Ich habe zwar auch keine Lösung, aber ich bewundere das Problem!

Geändert von zarathustra (07.10.2017 um 19:44 Uhr)
zarathustra ist offline   Mit Zitat antworten
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pharmazie, toxikologie, weiterbildung

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