Schule/Ausbildungs- & Studienwahl
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Schule/Ausbildungs- & Studienwahl Hier könnt ihr euch über verschiedene Möglichkeiten für eure Zukunft erkundigen oder eure Erfahrungen weitergeben.

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Alt 29.08.2014, 10:13   #31   Druckbare Version zeigen
Elseo  
Mitglied
Beiträge: 64
AW: Hat man mit einem Chemiestudium eine Zukunft?

Wie sieht es mit Chemikern aus die sich auf Technische Chemie spezialisieren,

bzw. Ingenieure der TC?
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Alt 29.08.2014, 11:42   #32   Druckbare Version zeigen
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nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
AW: Hat man mit einem Chemiestudium eine Zukunft?

Ich würde sagen, da sieht es noch vergleichsweise gut aus. Soweit ich es mitbekommen habe, haben Leute, die von diesen Lehrstühlen kamen, weniger Probleme, was zu finden. Liegt vielleicht daran, dass die Forschung da meist relativ praxisnah ist und die Leute oft gut vernetzt sind.
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Alt 29.08.2014, 12:05   #33   Druckbare Version zeigen
kaliumcyanid Männlich
Mitglied
Beiträge: 18.988
AW: Hat man mit einem Chemiestudium eine Zukunft?

Ich denke, hier wird versucht, eine Sicherheit zu erlangen, die es so nicht gibt. Mit den MINT-Studiengängen sind die Jobchancen sicherlich gut, kein Vergleich zu anderen Studiengängen oder Ausbildungen, bei denen es um ein vielfaches schlechter aussieht.

Ein bisschen Glück gehört leider immer noch dazu. Der eine bekommt als Ungelernter einen Job der ihm Spaß macht und ein anderer hat promoviert, aber sitzt auf der Straße. Der Arbeitsmarkt ist recht dynamisch würde ich behaupten, so dass man diese Fragen dann stellen sollte, wenn sie aktuell sind; sprich dann, wenn es ans Bewerben geht. Da kann sich während des langen Studiums noch einiges hin und her bewegen. Eine Garantie gibt es nicht, und deswegen sind solche Diskussionen auch ab einem gewissen Grad sinnfrei.
kaliumcyanid ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.08.2014, 23:04   #34   Druckbare Version zeigen
Elseo  
Mitglied
Beiträge: 64
AW: Hat man mit einem Chemiestudium eine Zukunft?

Zitat:
Zitat von kaliumcyanid Beitrag anzeigen
Ich denke, hier wird versucht, eine Sicherheit zu erlangen, die es so nicht gibt. Mit den MINT-Studiengängen sind die Jobchancen sicherlich gut, kein Vergleich zu anderen Studiengängen oder Ausbildungen, bei denen es um ein vielfaches schlechter aussieht.
Aber auch für die MINT Fächer gilt immer noch das Märchen vom Fachkräftemangel, gibt genug Arbeitslose MINTler.
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Alt 29.08.2014, 23:40   #35   Druckbare Version zeigen
Area Männlich
Mitglied
Beiträge: 233
AW: Hat man mit einem Chemiestudium eine Zukunft?

Zitat:
Zitat von kaliumcyanid Beitrag anzeigen
Ich denke, hier wird versucht, eine Sicherheit zu erlangen, die es so nicht gibt. Mit den MINT-Studiengängen sind die Jobchancen sicherlich gut, kein Vergleich zu anderen Studiengängen oder Ausbildungen, bei denen es um ein vielfaches schlechter aussieht.

Ein bisschen Glück gehört leider immer noch dazu. Der eine bekommt als Ungelernter einen Job der ihm Spaß macht und ein anderer hat promoviert, aber sitzt auf der Straße. Der Arbeitsmarkt ist recht dynamisch würde ich behaupten, so dass man diese Fragen dann stellen sollte, wenn sie aktuell sind; sprich dann, wenn es ans Bewerben geht. Da kann sich während des langen Studiums noch einiges hin und her bewegen. Eine Garantie gibt es nicht, und deswegen sind solche Diskussionen auch ab einem gewissen Grad sinnfrei.
Naja, ich denke schon, dass man sich da bereits bei der Studienwahl Gedanken zu machen sollte. Natürlich sollte die Studienwahl nicht durch die späteren Jobchancen getroffen werden, einen Einfluss auf die Entscheidung sollte Sie meiner Meinung dennoch haben. Wäre ich vor 2 1/2 Jahre richtig informiert worden, hätte ich vielleicht auch nicht angefangen Chemie zu studieren, sondern hätte mich für eine - im übringen auch zur Wahl stehenden - Ingenieurswissenschaft entschieden. Aber ich denke hier wird das ganze doch schon ein wenig negativer dargestellt, als es in Wirklichkeit ist, genug Chemiker bekomen schließlich auch noch einen guten Job und nicht jeder wird "professioneller Nachhilfelehrer"... Die ganze Panikmache macht mich auch schon ganz verrückt...

Area!
__________________
Korrigiert mich, wenn ich falsch liege!

Ich weiß, dass ich nichts weiß (Sokrates)
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Alt 31.08.2014, 14:25   #36   Druckbare Version zeigen
PeterStruck  
Mitglied
Beiträge: 6
AW: Hat man mit einem Chemiestudium eine Zukunft?

Guten Tag und schönen Sonntag allerseits,

auch in der Bildung gibt es einen Schweinezyklus.
Dennoch sollte man das machen, was einem Spaß macht. Bedenke immer, dass du mindestens für die nächsten 40 Jahre 8 Stunden am Tag an deinem Arbeitsplatz verbringst. So lange ein gewisser Grundbedarf gedeckt ist, geht nichts über Arbeit, mit der man sich selbst identifizieren kann. Davon wirst du auch außerhalb deiner Arbeitszeiten massiv profitieren.
PeterStruck ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.08.2014, 15:39   #37   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
AW: Hat man mit einem Chemiestudium eine Zukunft?

Zitat:
Zitat von PeterStruck Beitrag anzeigen
auch in der Bildung gibt es einen Schweinezyklus.
Das ist natürlich eine sehr allgemeine Aussage und wahrscheinlich trifft sie in einigen Bereichen zu. Aber im Bereich der Chemie kann ich eigentlich keinen Schweinezyklus erkennen.

Anfang der 90er Jahre, nach der Wiedervereinigung, hatte die Arbeitslosigkeit unter Chemikern ihren Höhepunkt. Danach ist es freilich wieder etwas besser geworden, mit kleinen Schwankungen, wie im Zuge der Finanzkrise.

Früher hatten wir in Deutschland Bayer, Höchst und BASF, die schon mal einen großen Teil der Chemieabsolventen absorbierten, die dann mestens bis zum Ruhestand im Unternehmen blieben. Was von dieser Herrlichkeit übrig geblieben ist, ist bekannt. Gleichzeitig studieren (politisch gewollt) immer mehr Leute Chemie. Es wäre naiv zu glauben, dass wieder mehr richtige Arbeitsplätze (also F&E) für Chemiker nach Deutschland kommen. Also eher kein Schweinezyklus.
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Alt 12.11.2017, 23:35   #38   Druckbare Version zeigen
Lissie  
Mitglied
Beiträge: 3
AW: Hat man mit einem Chemiestudium eine Zukunft?

Zitat:
Zitat von Archibald Beitrag anzeigen
Meine früheren Kollegen sind zum Teil auch als Quereinsteiger ins Lehramt gewechselt (wofür man eigentlich auch gleich auf Lehramt studieren kann). Fakt ist, dass man für derartige Jobs keine neun- oder zehnjährige hochwissenschaftliche Ausbildung inkl Promotion braucht. Meistens sind solche Jobs (Vertrieb, Zulassung, ...) Notlösungen, und das Studium war dafür nicht erforderlich.
Andere Akademiker sind auch in der Lage, strukturiert an Probleme heranzugehen, wüsste nicht, warum das den Chemikern vorbehalten sein sollte.
Guten Abend,
ich habe mir eure Beiträge durchgelesen und bin nun vollkommen durch einander. Um ein paar Fakten klar zu stellen: Ich mache bald Abitur. Ich pendle zwischen BWL mit Chinabezug und einem Chemiestudium bzw. Chemiebiologie. Mathe, Chemie, Chemiebiologie und Sprachen liegen mir sehr am Herzen. Und wenn ich Chemie studiere, will ich danach in einem Büro sitzen. Der angeblich höhere Gehalt wäre für mich nun das Ausschlaggebende gegenüber dem BWL Studium. Aber die Berufe, die genannt wurden, erinnern mich extrem an die Berufe von BWL, daher lautet meine Frage, ob es schlussendlich einen Unterschied macht, ob ich BWL oder Chemie studiere, um später eine bessere Anstellung zuerhalten. Oder ob ich sogar einen Bachelor in BWL machen könnte und danach ein Chemiestudium oben drauf dafür aber die Promotion weg lassen könnte. Oder würde das Fehlen der Promotion doch zu stark auf mein Gehalt auswirken. Ich will nicht wie die vorigen Personen als geldgierig rüber kommen. Für mich persönlich reicht ein kleiner Gehalt, aber ich möchte eine Mutter von min. 2 Kindern werden und eine schöne Familie aufbauen.

Geändert von Lissie (12.11.2017 um 23:42 Uhr)
Lissie ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.11.2017, 01:25   #39   Druckbare Version zeigen
zarathustra  
Moderator
Beiträge: 11.616
AW: Hat man mit einem Chemiestudium eine Zukunft?

Zitat:
Zitat von Lissie Beitrag anzeigen
Guten Abend,
ich habe mir eure Beiträge durchgelesen und bin nun vollkommen durch einander. Um ein paar Fakten klar zu stellen: Ich mache bald Abitur. Ich pendle zwischen BWL mit Chinabezug und einem Chemiestudium bzw. Chemiebiologie. Mathe, Chemie, Chemiebiologie und Sprachen liegen mir sehr am Herzen. Und wenn ich Chemie studiere, will ich danach in einem Büro sitzen. Der angeblich höhere Gehalt wäre für mich nun das Ausschlaggebende gegenüber dem BWL Studium. Aber die Berufe, die genannt wurden, erinnern mich extrem an die Berufe von BWL, daher lautet meine Frage, ob es schlussendlich einen Unterschied macht, ob ich BWL oder Chemie studiere, um später eine bessere Anstellung zuerhalten. Oder ob ich sogar einen Bachelor in BWL machen könnte und danach ein Chemiestudium oben drauf dafür aber die Promotion weg lassen könnte. Oder würde das Fehlen der Promotion doch zu stark auf mein Gehalt auswirken. Ich will nicht wie die vorigen Personen als geldgierig rüber kommen. Für mich persönlich reicht ein kleiner Gehalt, aber ich möchte eine Mutter von min. 2 Kindern werden und eine schöne Familie aufbauen.
Ganz ehrlich:
Wenn du idealistisch bist, begeistert von Chemie bist und unbedingt ein naturwissenschaftliches Studium machen willst, dann studiere es. Ansonsten lass es sein. Es gibt einfach zu viele Absolventen (mit Doktortitel), die um zu wenige Stellen konkurrieren.

Da wäre es einfacher, BWL zu studieren und ein paar Praktika zu absolvieren (Praxiserfahrung). In Zweifelsfall gehst du dann 1-2 Jahre zu einer der großen Unternehmensberatungen, lässt dir ggf. von denen noch ein MBA-Studium bezahlen (hat McK. zumindest bei einem Bekannten gemacht) und kommst damit überall wo du willst unter. Meines Erachtens ist das der schnellere und bessere Weg, um einen guten Job mit vernünftigem Gehalt zu bekommen.
__________________
Ich habe zwar auch keine Lösung, aber ich bewundere das Problem!
zarathustra ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.11.2017, 17:55   #40   Druckbare Version zeigen
Dranoel Männlich
Mitglied
Beiträge: 428
AW: Hat man mit einem Chemiestudium eine Zukunft?

Also da bin ich mir nicht so ganz sicher. Beruht das was Du sagst auf Erfahrung?

Es ist nämlich schon so, dass extren viel mehr Leute BWL machen und ohne wem zu nahe zu treten: Das Chemiestudium ist in mancher Hinsicht schon deutlich Praxis näher.

Warum immer alle glauben BWL sei ein Garant für hohes Einkommen verstehe ich auch nicht. Das sind doch Vorurteile aus den 80gern. Meine Mutter unterrichtet an einer kaufmännischen Berufsschule. Sie beobachtet, dass die BWL Studiengänge in absehbarer Zukunft "höherwertige Ausbildungen", also Bankkaufleute, Versicherungskaufleute, Groß- und Außenhandel, etc. ablösen werden.

Mit einem BWL Abschluss kann es sicherlich gelingen, eine bürgerliche Existenz zu sichern und ein erfülltes Leben zu führen. Aber das fette Geld verdienen auch da nur ganz wenige.

Ansonsten glaube ich auch, dass man Chemie nur studieren sollte, wenn es einem Spass macht. Aber wenn es Dir Spass macht, Du aber gleichzeitig einen "Bürojob" (hast Du konkretere Vorstellungen) anstrebst: Ich würde mich nicht abhalten lassen. Hier bietet es sich an, die Vorteile des BSc/MSc Systems zu nutzen: Ich habe Kommilitonen, die erst den Biochemie Bachelor gemacht haben und dann in einer Unternehmensberatung parallel zum Job einen MBA.

Überhaupt stammt diese Vorstellung, nach der das Chemiestudium mit dem PhD endet auch vielleicht nicht mehr soooo absolut wie früher. Klar, wer das klassische Chemikerberufsbild anstrebt wird sinnvollerweise promovieren. Auch wer im berühmten "angrenzenden Bereichen" arbeitet, profitiert wohl tendenziell davon. Aber bei uns haben z.B. nur 2/3 der Bachelor mit dem Master weiter gemacht (und das lag nicht am Studienplatzmangel, wie es bei BWL häufig der Fall ist. In Chemie und Biochemie wird einem der Masterplatz eigentlich quasi garantiert). Der Rest hat entweder die Fachrichtung gewechselt oder auch angefangen zu arbeiten. Ich kenne zumindest auch einige, die sich mit dem Bachelor erfolgreich auf TA/Laborantenstellen beworben haben.

Ansonsten solltest Du Dir auch ernsthaft eine hochwertige kaufmännische Ausbildung überlegen. Das wird mehr und mehr auch als duales Studium angeboten. Für Leute mit dem konkreten Lebensplan "stabiles Einkommen, Mann, Kind" hat sich das Konzept Ausbildung/duales Studium/FH Studium als äußerst Ziel führend erwiesen, jedenfalls in meinem Umfeld.

Insgesamt ist mein Eindruck: Die Arbeitswelt befindet sich total im Umbruch, viele Berufsbilder ändern sich gerade oder fallen auch völlig weg. In diesen Diskussionen fällt mir immer wieder auf, dass allgemeine Unklarheit herrscht. Niemand kann einem wirklich etwas hilfreiches sagen. Deshalb versuche ich mittlerweile eine Haltung des "sorglosen Fatalismus" einzunehmen: Ich kann dafür sorgen, mir Kenntnisse und Fähigkeiten anzueigenen, kann mutmaßen, welche gebraucht werden könnten - aber am Ende können mir Faktoren, die ich nicht beeinflussen kann - immer noch einen Strich durch die Rechnung machen.

Deshalb lohnen sich übermäßige Sorgen doch nicht - man kann sich damit kaum vor etwas schützen. Egal wie sehr man es von einer Seite auf die andere wälst: Am Ende kann man immer noch gef*** werden. Da kann man es dann auch gleich mit Optimismus probieren.

Edit: Was mir noch eingefallen ist: Es gibt ja tatsächlich "dank" des Geburtenrückgangs eine "Erwerbspersonenlücke". Angekommen ist die schon in einer Branche, nämlich Gesundheit und Pflege. Ich habe mal vor kurzem privater Weise die Stellenanzeigen meiner örtlichen BA ausgewertet (ja, da werden nicht alle Stellen gemeldet usw. usf). Ergebnis: 15% der Stellen sind Ausschreibungen für Pflegekräfte (Kranken und Altenpflege gleichermaßen). Ebenfalls 15% suchten nach Industriefacharbeitern, oft mit sehr speziellem Anforderungsprofil.

Bei meinen bisherigen Ausflügen in die Arbeitswelt habe ich verschiedenlich Ingenieure auf Technikerstellen angetroffen. Klar, wer von einer Karriere als Synthetiker im F&E Bereich träumt erschrickt da erstmal. Aber eigentlich fand ich waren das keine schlechten Jobs: geregelte Arbeitszeiten, erträgliche Mischung von Routine und Erneuerung. Oft konnten diese Leute ihre Arbeit sehr unabhängig und ohne ständige Überwachung durch Vorgesetzte erledigen. Und in einem vernünftigen Betrieb gibt es auch hier die Möglichkeit Ideen einzubringen, wenn man den Ehrgeiz und etwas Hartnäckigkeit besitzt.

Ja, die haben keine 50k bekommen. Aber das ist eben auch deutlich überhalb des Durchschnittseinkommen und gäbe es eine Möglichkeit, durch Ausbildungs- oder Studienwahl ein überdurchschnittliches Gehalt zu bekommen, würde das doch jeder machen und die Garantie wäre nullkommanichts perdue bzw. die Zulassung entsprechend beschränkt.

Geändert von Dranoel (13.11.2017 um 18:18 Uhr)
Dranoel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.11.2017, 18:20   #41   Druckbare Version zeigen
HNIW Männlich
Mitglied
Beiträge: 3.598
AW: Hat man mit einem Chemiestudium eine Zukunft?

Zitat:
Zitat von Dranoel Beitrag anzeigen
... das fette Geld ...verdienen...
Wenn Du das fette Geld verdienen willst, musst Du z.B. Zahnarzt werden. Ob Du das Geld dann tatsächlich "verdienst" ist zwar eine andere frage, aber zumindest wirst Du es bekommen, wenn Du geldgierig bist. Ein tolles Haus und mehrere Luxusautomobile sind dann schon drin. Ein Freund von mir ist geldgieriger Zahnarzt ...

Zitat:
Zitat von Dranoel Beitrag anzeigen
Ansonsten glaube ich auch, dass man Chemie nur studieren sollte, wenn es einem Spass macht.
Das ist völlig richtig. Ob Du danach aber einen Job bekommst, der diesen Spaß fortführt, ist eine ganz andere frage....In so fern ein aufgeschobenes Problem
__________________
"Erfahrung heißt gar nichts. Man kann seine Sache auch 35 Jahre schlecht machen."
Kurt Tucholsky

"Nur wenige wissen, wie viel man wissen muss, um zu wissen, wie wenig man weiß."
Werner Heisenberg
HNIW ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.11.2017, 18:29   #42   Druckbare Version zeigen
Dranoel Männlich
Mitglied
Beiträge: 428
AW: Hat man mit einem Chemiestudium eine Zukunft?

Zitat:
Das ist völlig richtig. Ob Du danach aber einen Job bekommst, der diesen Spaß fortführt, ist eine ganz andere frage....In so fern ein aufgeschobenes Problem
Ja, lebenslange Glückseligkeit garantierten bisherige Gesellschaften den Wenigsten. Etwas studieren was einem keinen Spaß macht erhöht Deiner Meinung nach die Aussichten auf einen spaßigen Job?

Ich glaube übrigens es ist oft richtig etwas zu machen, was nicht die große Leidenschaft ist. Aber das hängt halt vom Selbstbild und Weltanschauung ab - und man kann nicht alles haben: Gehalt, Selbstverwirklichung, Familie, sozialer Status ...

Die allermeisten Menschen machen doch bei einem oder mehreren Bereichen früher oder später recht starke Abstriche...
Dranoel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.11.2017, 18:47   #43   Druckbare Version zeigen
HNIW Männlich
Mitglied
Beiträge: 3.598
AW: Hat man mit einem Chemiestudium eine Zukunft?

Zitat:
Zitat von Dranoel Beitrag anzeigen
.. Etwas studieren was einem keinen Spaß macht erhöht Deiner Meinung nach die Aussichten auf einen spaßigen Job?
Das habe ich doch gar nicht gesagt. Wenn man etwas studiert, was einem keinen Spaß macht, dann wird einem mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit einem auch später der Job keinen Spaß machen.

Zitat:
Zitat von Dranoel Beitrag anzeigen
Ich glaube übrigens es ist oft richtig etwas zu machen, was nicht die große Leidenschaft ist.
Ich weiß nicht, ob ich Dich richtig verstanden habe, weil man diese Aussage mMn zweideutig interpretieren kann. Ich würde es so formulieren und vermutlich meinst Du das gleiche: Wenn man völlig emotionslos an eine Sache herangeht, ohne das man schon im Vorraus spezielle Vorlieben, bzw. spezielle Interessen innerhalb eines Fachgebietes hat, dann ist die Wahrscheinlichkeit, hinterher (nach dem Studium) enttäuscht zu werden, geringer. Dann macht man halt emotionslos das, was sich bietet, bzw. womit man beauftragt wird und geht danach nach Hause.
__________________
"Erfahrung heißt gar nichts. Man kann seine Sache auch 35 Jahre schlecht machen."
Kurt Tucholsky

"Nur wenige wissen, wie viel man wissen muss, um zu wissen, wie wenig man weiß."
Werner Heisenberg
HNIW ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.11.2017, 19:39   #44   Druckbare Version zeigen
zarathustra  
Moderator
Beiträge: 11.616
AW: Hat man mit einem Chemiestudium eine Zukunft?

@ Dranoel:
Meine Erfahrung ist, dass der Großteil der Leute, die mit mir zusammen promoviert haben, inzwischen aus den Wissenschaften raus ist. Die haben völlig unterschiedliche Jobs, von Pharma-Vertreter, über Organisation einer Graduiertenschule, bis hin zu Unternehmensberatung usw. Am Ende sind das aber Stellen, für die du kein naturwissenschaftliches Studium plus Doktorarbeit benötigst. Auf der anderen Seite ist es aber schwierig, ohne Doktorarbeit überhaupt eine Stelle zu bekommen, die über eine TA-Stelle hinaus geht. Zumindest habe ich das bei mehreren Bekannten gesehen, die keine Dokorarbeit machen wollten.

Jetzt kann man natürlich sagen, dass man ja als Naturwissenschaftler interessant ist für Unternehmensberatungen usw. ist, weil man so schön "wissenschaftlich arbeiten" und "logisch denken" kann. Nur lernst du das ja meist erst wirklich in der Doktorarbeit. Und ein Doktortitel ist wohl auch bei Unternehmensberatungen usw. noch immer gerne gesehen.

Wenn "Lissie" nun überlegt, statt BWL doch lieber Chemie zu studieren, wobei das
"höhere Gehalt ... das Ausschlaggebende gegenüber dem BWL Studium"
ist, dann würde ich klar von einem Chemie-Studium abraten, auf sowas wie BWL gehen und idealerweise einen MBA anschließen.

Das soll auch gar nicht bedeuten, dass ich generell von einem naturwissenschaftlichen Studium abraten würde. Ich würde es auch immer wieder machen. Aber in diesem speziellen Fall denke ich, dass es tatsächlich direktere und bessere Wege als ein Chemie-Studium gibt.
__________________
Ich habe zwar auch keine Lösung, aber ich bewundere das Problem!
zarathustra ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.11.2017, 19:40   #45   Druckbare Version zeigen
Lissie  
Mitglied
Beiträge: 3
AW: Hat man mit einem Chemiestudium eine Zukunft?

Danke für all eure Antworten. Sie beleuchten die verschiedensten Aspekte. Ich muss es alles noch verarbeiten, aber die Aussichten klingen schon mal nicht schlecht. Dranoel, ja Sie haben recht man kann nicht alles planen, aber Vorbereitung erleichtert so manches.
Lissie ist offline   Mit Zitat antworten
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