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Schule/Ausbildungs- & Studienwahl Hier könnt ihr euch über verschiedene Möglichkeiten für eure Zukunft erkundigen oder eure Erfahrungen weitergeben.

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Alt 04.11.2017, 10:14   #1   Druckbare Version zeigen
Se  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 2
Industriemeister/Fachwirt/Qualitätsbeauftragter... Perspektiven?

Guten Morgen zusammen,Ich würde mich gerne beruflich weiter entwickeln. Ich bin Mitte zwanzig,Chemielaborant und hab rund 4,5 Jahre Berufserfahrung im Labor (1 Jahr Synthetisch, 1 Jahr R&D und Rest QC).
Im Augenblick hört sich für mich am Interessantesten an:

Industriemeister Chemie:
Pro: Option auf Führungsverantwortung, auch dadurch abwechslungsreich. Würde mich reizen. Zudem könnte ich, so ich es dann (noch) will auch studieren.

Contra: Häufig Schichtdienst. Potentiell arbeit direkt in der Prodution an Linien - das wäre nichts für mich.

Einerseits: Bei einer guten Industriemeister-Stelle (Leitungsposition, höchstens wenn es wirklich brennt mal selbst an einer Linie stehen und abmischen/füllen...) kann ich mir das wirklich interessant vorstellen. Da wäre im Zweifelsfall auch Schichtdienst ok. Andererseits scheinen diese Stellen nicht übermäßig vertreten zu sein - am Ende möglicherweiße schwer hier überhaupt passende Arbeit zu finden?


technischer Fachwirt:
Pro: Finde ich fast am interessantesten. Wenn auch (oder gerade weil) ein komplett anderes Arbeitsumgebung. Zudem könnte es hier sogar thematisch Sinn machen noch einen Betriebswirt drauf zu setzen. Klar, geht (sehr Stark) in Richtung BWL. Und auch hier: Danach könnte ich studieren.

Contra: ich hab da ehr wenig Stellen gefunden. Zudem scheint es nach dem was ich gefunden habe da kaum bis keine Lohnsteigerung zu geben. Nicht mein Hauptantrieb, aber... Wenn man schon eine Weiterbildung macht...
--> Definitiv interessant, aber eben auch schwierig. Stellen die Inhaltlichen passen würden sind für gewöhnlich für studierte Kräfte ausgeschrieben. Hängt dies schlicht an der doch ehr begrenzten Zahl technischer Fachwirte aus Chemieberufen (--> wurde "vergessen") und ist ähnlich wie bei Technikern wo ja oft auch alternativ entweder ein Chemielaborant oder eben jemand mit einem akademischen Abschluss gesucht wird? (Oder auch beides) Oder ist das dannn doch ehr eine Sackgasse? Und wie sieht es aus wenn man noch den Betriebswirt drauf setzt?



Qualitätsbeauftragter:
Pro: Sehr interessant und m.M. Nach zunehmend wichtig. Mit Qualitätsmanager und Auditor zumindest theoretisch Möglichkeiten noch drauf direkt aufzubauen. Zudem noch am meisten Bezug auf meine aktuelle Arbeit - und zukünftig sogar noch mehr.

Contra: Keine Weiterbildung --> Karrieretechnisch ggf. kaum interessant? Zudem natürlich keine Hochschulzugangsberechtigung - ganz klar. Das ist dann nicht so toll, besonders da Richtung Auditor doch immer ein Hochschulabschluss gefordert wird.

--> Eröffnet es einem tatsächlich neue Aufgabengebiete - auch ohne Batchler/Master/Promotion? Oder ist es nur in Kombination mit einer Weiterbildung interessant?



Mit einem Techniker tue ich mir aufgrund der langen Dauer - vier Jahre berufsbegleitend - recht schwer. Denn: Perspektivisch könnte ich mir ein Fernstudium in Chemische Verfahrenstechnik vorstellen. Dieses ist mit einer Regelstudienzeit von 3,5 Jahren einerseits kürzer, andererseits wäre es ein akademischer Abschluss UND es gäbe die Option noch einen Master zu machen. Tatsächlich könnte ich mir sogar vorstellen damit direkt anzufangen - wäre da nicht die fehlende Hochschulzugangsberechtigung... Auch aus diesem Grund wäre natürlich Fachwirt oder Meister interessant.

Prinzipiell: Es geht mir nicht (nur) um das Nachholen der (Fach)Hochschulreife. Einerseits will ich was lernen - andererseits aber auch damit etwas haben das mich für sich genommen bereits weiter bringt. Ob ich dann im Anschluss (so möglich) noch einen B.Eng drauf setze? Das wird sich dann zeigen. Ein wenig schrecken dann doch die sehr hohen Kosten eines Fernstudiums (über 13000 Euro...).

Mich würden also primär eure Erfahrungen mit Industriemeister, Fachwirt und Qualitätsbeauftragen (Chemielaborant als Background, kein Akademischer Abschluss) interessieren. Einige Überlegungen habe ich zu den einzelnen Möglichkeiten bereits geschrieben. Zudem würde mich bei allen optionen interessieren wie diese im Ausland akzeptiert werden. Nein, nicht die offizielle Anerkennung - sondern die ganz praktische am Arbeitsmarkt.
In jedem Fall werde ich mich natürlich in Kürze mit meinem Arbeitgeber unterhalten - am liebsten wäre es mir wenn ich im Unternehmen ein wenig Karriere machen könnte. Sprich: Fort- und Weiterbilden und dann direkt oder in überschaubarer Zeit eine passende Arbeitsstelle beim gleichen AG - den mag ich irgendwie, fühle mich wohl hier. Da würde ich mich dann natürlich auch anpassen. Vor einem entsprechenden Gespräch würde ich mich aber über persönliche Erfahrungen freuen. Auch in Hinblick darauf wie richtig oder falsch meine Überlegungen sind.

Viele Grüße,
Sebastian
Se ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.11.2017, 16:48   #2   Druckbare Version zeigen
Coke90 Männlich
Mitglied
Beiträge: 43
AW: Industriemeister/Fachwirt/Qualitätsbeauftragter... Perspektiven?

Hallo,

die Pros und Contras hast du schon ganz richtig aufgelistet. Ich hab mich nach der AAusbildung und 3 Jahre arbeiten zum Teilzeitstudium an der Hochschule Niederrhein entschieden.

Der Springer Verlag bietet mit der HS OWl auch ein Chemiestudium an.
Wenn du mittlere Reife hast und 3 Jahre Berufserfahrung kannst du anfangen.
https://www.springer.com/gp/springer-campus/studiengaenge/chemie

Wenn es das schon ein Jahr frühre gegeben hätte, hätte ich das gemacht.
Coke90 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.11.2017, 19:30   #3   Druckbare Version zeigen
Se  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 2
AW: Industriemeister/Fachwirt/Qualitätsbeauftragter... Perspektiven?

Gut zu wissen. Nur - diejenigen die Chemie studiert haben und beim Bachelor aufgehört haben die mir begegnet sind waren bestenfalls auf eine Laborantenstelle angestellt. Mir geht es darum weiter zu kommen. Laborant bin ich schon. Beim klassischen Chemie Studium wurde mir schon in der Ausbildung gesagt das man das wenn dann bis zur Promotion durchziehen sollte.
Dementsprechend sehe ich das im Moment als ehr weniger interessant an. Dann ehr B.Eng Chemische Verfahrenstechnik.
An dieser Stelle interessieren mich aber erst einmal die Möglichkeiten vor einem möglichen Studium weiter zu kommen. Ob ich dann dort noch was drauf setze - sei es ein B.Eng oder einen technischen Betriebswirt - das wird sich zeigen.
Se ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.11.2017, 17:59   #4   Druckbare Version zeigen
Dranoel Männlich
Mitglied
Beiträge: 428
AW: Industriemeister/Fachwirt/Qualitätsbeauftragter... Perspektiven?

Zum Thema Hochschulreife: An allen staatlichen hessischen Hochschulen kannst Du auch ohne eine Weiterbildung studieren. Vorraussetzung ist nur noch eine anerkannte Berufsausbildung mit Gesamtnote befriedigend oder besser.
Dranoel ist offline   Mit Zitat antworten
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