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Alt 01.12.2015, 11:03   #1   Druckbare Version zeigen
Freigeist Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 3
"Lösungsmittel für Wachs"

Hallo,

Ich hätte mal eine Frage an euch, ich bin auf der Suche nach einem Lösungsmittel für Wachs das wirklich rückstandsfrei verdunstet. Das Wachs soll nach verdunstung des Lösungsmittels seine ursprüngliche Härte wieder aufweisen.

Probiert habe ich das ganze mit Terpentinersatz, doch hier denke ich da es ja ein Ersatz für Terpentinöl sein soll, enthält der Terpentinersatz Öle !?

Den nach zwei Tagen bei offener Lagerung des Wachsgemisches, ist das Wachs immer noch recht geschmeidig, Cremartig !

Hatte an Waschbenzin gedacht, aber bevor ich dieses Kaufe wollte ich mich hier mal mehr informieren.

Bin leider ein aboluter Nerd in sachen Chemie

Hoffe ihr könnt mir helfen.

Grüße Patrick
Freigeist ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.12.2015, 11:23   #2   Druckbare Version zeigen
chemiewolf Männlich
Mitglied
Beiträge: 22.993
AW: "Lösungsmittel für Wachs"

noch besser als Waschbenzin dürften Diethylether oder Methylenchlorid geeignet sein, da sie sehr leicht flüchtig sind. Die sollte man aber nur mit entsprechender Sachkenntnis handhaben.
__________________
The State Senate of Illinois yesterday abandoned its Committee on Efficiency and Economy for reasons of 'efficiency and economy'.
De Moines Tribune, 6 February 1955
chemiewolf ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 01.12.2015, 11:28   #3   Druckbare Version zeigen
Cyrion Männlich
Mitglied
Beiträge: 6.406
AW: "Lösungsmittel für Wachs"

Von den Anforderungen her wäre m.E. Waschbenzin wohl geeignet. Am besten versuchst Du etwas zu kreigen, was aromatenarm ist. So von wegen Krebserregend.

Nichts desto trotz wirst Du wohl einige Tage warten müssen, bis das Benzin verdampft ist. Das Benzin muss erst mal an die Oberfläche des Wachses diffundieren und kann erst da dann verdampfen. Es wird also lange dauern (Stunden bis Monate), bis die Konsistenz für Dich fest genug ist. Je dicker das Werkstück, desto länger. Je höher die Temperatur, desto schneller, wobei natürlich auch der "Schmelzpunkt" der Mischung durch das Benzin herabgesetzt wird.

Außerdem wird auch dann, wenn Du mit der Festigkeit zufrieden bist, immer noch Benzin aus dem Wachs verdampfen...
__________________
Philippus Theophrastus Aureolus Bombastus von Hohenheim: Allein die Dosis machts, daß ein Ding kein Gift sei.

Erfahrung: Wenn es so einfach wäre, hätte es schon längst jemand gemacht
Cyrion ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.12.2015, 11:34   #4   Druckbare Version zeigen
GeorgL Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.904
AW: "Lösungsmittel für Wachs"

Unter "Wachs" laufen sowohl Bienenwachs (ein Ester), diverse feste Kohlenwasserstoffe und diverse Produkte zum temporäreren Lichtschutz von fahrbaren Untersätzen. Im Allgemeinen sollten sie in flüssigen Kohlenwasserstoffen (wie Fleckbenzin) gut löslich sein und nach deren Verdunsten wieder als feste Masse zurückbleiben. Probleme durch das Weichbleiben können aus schlechter Verdunstung, mitgelösten hochsiedenden Komponenten oder gar Weichmachern bedingt sein.
Da du dich bisher mit Chemie nicht befasst hast, würde ich aber gleich mal fragen, ob du entsprechende Vorkehrungen zum Brandschutz und gegen Verschütten getroffen hast. Maßnahmen zum Selbstschutz (Handschuhe, Schutzbrille, Kleidung)? Wenn nein, nimm bitte zumindest vorerst Abstand von weiteren Versuchen
GeorgL ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.12.2015, 11:41   #5   Druckbare Version zeigen
Freigeist Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 3
AW: "Lösungsmittel für Wachs"

Hi danke für die schnellen Antworten !

Also mit Diethylether oder Methylenchlorid würde ich ungern arbeitetn, bzw wahrscheinlich auch nicht so einfach für den "privat" gebrauch zu erweben.

also ich sage mal 2-3 Tage wartezeit wären noch okey, aber Wochen bzw Monate wären nicht rentabel. Dazu sollte das wachs auch nicht zu weit diffundieren.

Um es kurz zu erklären, es geht darum auf Leder Pull Up Effekte zu erzielen, hierfür wird normalerweise Wachs/Öl mittels heisem Rollercoater auf das Leder gleichmäßig aufgetragen anschließend mit einer heißen Platte und Druck oberflächlich das Wachs noch einmal "angeschmolzen" was eine schon fast schwarze Oberfläche hinterläst bzw das Leder abdunkelt und bei knicken hell aufbricht.

Da kam der Gedanke mit dem Lösungsmittel !

Aber ja gestaltet sich immer schwieriger, das Wachsgemisch sollte natürlich wie oben kurz erwähnt auch nicht stark in das Leder diffundieren...mhmm

Grüße


Nachtrag : Hi Georg, also das arbeiten mit Schutzkleidung, ist mir schon bekannt und wird auch so durchgeführt, zurzeit wird das ganze ja auch nicht im Arbeitstechnischem Maßstab betrieben sondern in Kleinstmengen durchgeführt. Ansonsten bin ich für Verbesserungsvorschläge immer offen !
Freigeist ist offline   Mit Zitat antworten
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