Lebensmittel- & Haushaltschemie
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Lebensmittel- & Haushaltschemie Zur Lebensmittel- und Haushaltschemie gehören die Herstellung, die Funktion sowie die Ermittlung und Überwachung (un)erwünschter Bestandteile von Lebensmitteln, Kosmetika, Reinigern usw.

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Alt 05.05.2014, 21:31   #1   Druckbare Version zeigen
Emmie weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 14
Extraktion von Azofarbstoffen aus Eiern

Hallo,

wie würdet ihr (für einen Schülerversuch) Azofarbstoffe aus einem gekochten Ei extrahieren? (Sie sollen später mit Dünnschichtchromatographie untersucht werden.)

Mittels Wollfadenmethode
oder
mit Lösungsmittel (z.B. Aceton) im Mörser zerreiben/ filtrieren?

Oder habt ihr vielleicht noch eine andere Idee?


Ich bin euch sehr dankbar für eure Antworten!

Liebe Grüße
Emmie
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Alt 06.05.2014, 01:48   #2   Druckbare Version zeigen
imalipusram Männlich
Mitglied
Beiträge: 6.995
AW: Extraktion von Azofarbstoffen aus Eiern

Zitat:
Zitat von Emmie Beitrag anzeigen
Azofarbstoffe aus einem gekochten Ei extrahieren
Ich glaube, da kannst Du lange extrahieren. Wie sollen die denn da reinkommen? Das Gelb ist Carotin.
__________________
I solemnly swear that I'm up to no good!
伍佰 (WuBai - Run run run!) (ein Musikvideo mit dem Bambushaus und dem imalipusram unter den Statisten)
Noch ein nettes Video (nerdy, ein LIHA-Robot)
Und so gehts hier manchmal zu (sowas Ähnliches wie Fronleichnam, hier wird TuDiGong, dem Erdgott, tüchtig eingeheizt!) Oder so (auch ungeeignet für Gefahrstoffphobiker) und so und so.
imalipusram ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.05.2014, 12:13   #3   Druckbare Version zeigen
Fulvenus Männlich
Mitglied
Beiträge: 22.247
AW: Extraktion von Azofarbstoffen aus Eiern

Es geht wohl um den Nachweis von aus der Schale ins Ei diffundierten Azofarbstoffen,wobei überlegt werden sollte,welche Konzentration dort überhaupt zu erwarten ist.Da die Eier erst nach dem Hartkochen gefärbt werden,ist noch die Diffusion durch das feste Eiinnere zu beachten.U.U. ist nur ein geringer Teil des Eiinneren(in Nähe der Schale) belastet.Ob ein Nachweis hier mittels DC noch möglich ist,kann ich nicht sagen.
Nach mechanischem Ablösen der Schale müßte das Ei fein püriert werden und mit einem geeigneten Lösungsmittel extrahiert werden.Dabei sollte man vorher schauen,welche Azofarbstoffe in den Eierfarben überhaupt enthalten sind(Löslichkeit dieser AF vergleichenolares oder unpolares LM).
Ich vermute jedoch,daß die Nachweismenge zu gering ist für die im link beschriebene Methode.

Fulvenus!
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Alt 06.05.2014, 13:07   #4   Druckbare Version zeigen
Emmie weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 14
AW: Extraktion von Azofarbstoffen aus Eiern

Danke für die Antwort!
Ich habe vielleicht vergessen zu sagen, dass es um mit Azofarbstoffen gefärbte Ostereier geht, die auch im Eiinneren teilweise die Farbe der Schale angenommen haben.
Der Azofarbstoff, den ich nachweisen will, ist in Wasser löslich, ich brauche also ein polares Lösungsmittel (Danke für den Hinweis!). Welches ist da zu empfehlen (oder soll ich es einfach nur mit Wasser versuchen?)

LG Emmie
Emmie ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.05.2014, 13:10   #5   Druckbare Version zeigen
chemiewolf Männlich
Mitglied
Beiträge: 22.768
AW: Extraktion von Azofarbstoffen aus Eiern

Zitat:
Zitat von Emmie Beitrag anzeigen
Welches ist da zu empfehlen
z.B. Methanol oder Ethanol. Die sind leichter zu handhaben als Wasser.
__________________
The State Senate of Illinois yesterday abandoned its Committee on Efficiency and Economy for reasons of 'efficiency and economy'.
De Moines Tribune, 6 February 1955
chemiewolf ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.05.2014, 13:31   #6   Druckbare Version zeigen
Emmie weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 14
AW: Extraktion von Azofarbstoffen aus Eiern

Zitat:
Zitat von Fulvenus Beitrag anzeigen
aus der Schale ins Ei diffundierten Azofarbstoffen
Noch eine Frage: Weiß jemand, ob es eine biologische/ chemische Erklärung dafür gibt, dass die Farbstoffe ins Eiinnere diffundieren oder sind einfach nur kleine Risse o.ä. in der Eierschale dafür verantwortlich?
Emmie ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.05.2014, 13:33   #7   Druckbare Version zeigen
Emmie weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 14
AW: Extraktion von Azofarbstoffen aus Eiern

Zitat:
z.B. Methanol oder Ethanol. Die sind leichter zu handhaben als Wasser.
Okay, danke für den Tipp!
Emmie ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 06.05.2014, 18:08   #8   Druckbare Version zeigen
imalipusram Männlich
Mitglied
Beiträge: 6.995
AW: Extraktion von Azofarbstoffen aus Eiern

Zitat:
Zitat von Emmie Beitrag anzeigen
Noch eine Frage: Weiß jemand, ob es eine biologische/ chemische Erklärung dafür gibt, dass die Farbstoffe ins Eiinnere diffundieren oder sind einfach nur kleine Risse o.ä. in der Eierschale dafür verantwortlich?
Wenn Du ein Rissmuster auf dem Eiweiß siehst, dann würde ich Risse in der Schale dafür verantwortlich machen. Bei punktförmigem Muster sind vermutlich größere Poren ursächlich. Diffusion sollte nur dann stattgefunden haben, wenn die Färbung einigermaßen homogen an der Oberfläche des Eiweiß zu sehen ist. Aufschlußreich ist hier sicher auch, das Innere der Schale zu beurteilen. Evtl. hat der Unterdruck, der sich beim Abkühlen im Inneren des Eis bildet, wenn es in der Färbelösung (die idR ja nicht kocht) taucht, einen Einfluß auf das Eindringen des Farbstoffs.

Bevor Du Dich ans Extrahieren machst, versuche, das Eigelb feinsäuberlich und vollständig zu entfernen. Sonst verderben Dir die Lipide des Dotters den Spaß an der ganzen Sache. (Ich vermute mal, daß Deine Eier hartgekocht sind).
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Alt 07.05.2014, 10:48   #9   Druckbare Version zeigen
Benz1d1n weiblich 
Mitglied
Beiträge: 40
AW: Extraktion von Azofarbstoffen aus Eiern

Azofarbstoffe mein Lieblingsthema...
Also 0,5g zerkleinerte Probe mit 7,5ml Methanol versetzen. Dann in einem Ultraschallbad bei 70°C 30min extrahieren.
Danach mit einem PTFE Membranfilter filtrieren (sonst versaut man sich die DC-Analyse).
Vorher müssen natürlich die Azofarbstoffe angesetzt worden sein um eine Vergleichsprüfung zu haben.
Es eignen sich HPTLC Platten Kieselgel 60 F 254 20x10 cm.
Fließmittel in der Kammer sollte Chloroform/essigsäure (90 + 10) Volumenanteil sein

Man kann im Vorfeld nicht einfach bestimmen was für Azofarbstoffe vorhanden sind. Zumindest müssen vorher die o.g. Schritte erfüllt worden sein und dann schickt man die Sache mittels Standards durch ein HPLC. Damit man die Sache quantifizieren kann. Es ist nicht entscheidend ob Azofarbstoffe enhalten sind sondern meist wie viele.

Quantifizierung mittels DC ist kompliziert und zu mühsam.

Gruß
Benz1d1n
Benz1d1n ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.05.2014, 17:38   #10   Druckbare Version zeigen
Emmie weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 14
AW: Extraktion von Azofarbstoffen aus Eiern

Zitat:
Dann in einem Ultraschallbad bei 70°C 30min extrahieren
So etwas haben wir nicht :/ meinst du, es reicht, wenn ich das Ei mit Methanol zusammen fein püriere und dann filtriere?

Zitat:
Danach mit einem PTFE Membranfilter filtrieren
Geht auch ein normales Filterpapier oder was ist das besondere an diesem Filter? (Er ist sehr teuer...)

Leider haben wir auch kein HPLC, aber es geht mir wirklich nur um einen qualitativen Nachweis.

Vielen Dank! LG Emmie
Emmie ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.05.2014, 19:20   #11   Druckbare Version zeigen
Fulvenus Männlich
Mitglied
Beiträge: 22.247
AW: Extraktion von Azofarbstoffen aus Eiern

Zumindest kannst du es mal versuchen,die Eimasse(am besten erst mal nur das Eiweiß,siehe imalipusram)zu pürieren und mit Methanol die Farbstoffe zu extrahieren.Entweder kalt rühren oder unter Rückfluß für einige Zeit erhitzen.
Die kalte Suspension dann entweder durch einen Faltenfilter oder über einen Büchnertrichter filtrieren.
Filtrat kann zur Not eingeengt werden.Es wird wohl auf ein Anpassen bekannter Extraktions- und Nachweisverfahren auf die vorhandenen Möglichkeiten hinauslaufen.

Fulvenus!
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Stichworte
dc, eier, extraktion, lebensmittel

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