Anorganische Chemie
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Moderne Anorganische Chemie
E. Riedel (Hrsg.), C. Janiak, T.M. Klapötke, H.J. Meyer
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Anorganische Chemie Anorganik ist mehr als nur Salze; hier gibt es Antworten auf Fragen rund um die "unbelebte Chemie" der Elemente und ihrer Verbindungen.

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Alt 07.06.2017, 18:39   #1   Druckbare Version zeigen
Lucie09 weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 2
Einige Fragen zu Puffern und zur Tritration

Hallo,

ich brauche bitte etwas Hilfe bei der Lösung folgender Fragen:

1)
Warum hat eine Mischung einer starken Säure mit ihrer korrespondierenden Base keine Pufferwirkung?
Gebe als Beispielhafte Reaktionsgleichung an.

(Weil die Ionen sich gegenseitig verbrauchen? Keine Ahnung, ich weiß nur, dass es nur mit schwachen Säuren und Basen geht)

2) Bei einem Acetatpuffer soll ich die Reaktionsgleichungen angeben für:
-den Puffer selbst
-Die Zugabe von H+
-Die Zugabe von OH-

3)
Das gleiche wie bei 2, nur mit einem NH3/NH4 Puffer

4) Worin unterscheiden sich die Puffer von 2 und 3? Warum ein anderer Indikator ?
-> wir haben für das erste Methylorage, für das zweite Tymolphrtalein verwendet. Ich schätze mal wegen der unterschiedlichen PH bereiche?

5)
-Reaktionsgleichung der Tritration von NAOH auf HCL
(Da hab ich NaOH + HCL -> NaCl + H2O)
-Reaktionsgleichung der Tritration von NaOH auf Essigsäure?

Wo liegen die Unterschiede der Beiden Tritrationen bezüglich auf Äquivalenzpunkt usw.?

Ich glaube das sing genug Fragen für den Anfang. Die anderen schaffe ich denke ich selbst.
Ich hoffe jemand kann mir bei irgendwas von dem da oben helfen
Lucie09 ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 08.06.2017, 11:31   #2   Druckbare Version zeigen
Fulvenus Männlich
Mitglied
Beiträge: 19.523
AW: Einige Fragen zu Puffern und zur Tritration

Die Pufferwirkung beruht auf dem Dissoziationsgleichgewicht der Säuren.
Bei starken Säuren ist die Säure so stark in Lösung dissoziiert,daß keine Pufferung(Abfangen einer Säure oder Base) unter Erhalt des pH-Wertes erfolgt.
Dazu Grundlagen von Puffern und Hydrolyse von Salzen schwacher Säuren oder Basen anschauen.
Am Beispiel Essigsäure:Essigsäure schwache Säure,die korrespondierende Base Acetat eine starke Base.Bei Zugabe von H+ werden diese Protonen vom Acetat abgefangen,bei Zugabe von OH- diese von der Essigsäure.
Jeder Puffer hat einen bestimmten Pufferbereich,dazu mal hier lesen:
http://www.chemie.de/lexikon/Pufferl%C3%B6sung.html .
Entsprechend sind Indikatoren für den Umschlagbereich zu wählen.
Bei 5. wird zuerst eine starke Säure mit einer starken Base titriert,am Äquivalenzpunkt liegt eine neutrale Lösung vor,daher dort ÄP gleich Neutralpunkt.
Bei NaOH und Essigsäure erhält man Natriumacetat,eine Lösung reagiert basisch
(s.o. bei Puffern),dort ist der ÄP nicht der Neutralpunkt der Titration,
der Indikator ist nach dem pH-Wert zu wählen.

Fulvenus!
Fulvenus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.06.2017, 12:21   #3   Druckbare Version zeigen
Muzmuz  
Mitglied
Beiträge: 5.974
AW: Einige Fragen zu Puffern und zur Tritration

Zitat:
Zitat von Lucie09 Beitrag anzeigen
Hallo,

ich brauche bitte etwas Hilfe bei der Lösung folgender Fragen:

1)
Warum hat eine Mischung einer starken Säure mit ihrer korrespondierenden Base keine Pufferwirkung?
Die Pufferwirkung beruht darauf, dass die schwache Säure Protonen nachliefert, wenn welche durch andere Reaktionen verbraucht werden - bzw die korrespondierende Base Protonen aufnimmt, wenn durch andere Reaktionen welche entstehen.

Genau genommen haben auch starke Säuren und Basen Pufferwirkung - aber nur bei jenen pH-Werten, bei denen sie selbst schwach sind. In Zahlen gesprochen, Säuren haben ihre Pufferwirkung bei einem pH, der ihrem pKs entspricht. Hat Salzsäure einen pKs von -9, hat bzw hätte sie bei einem pH von -9 ihre Pufferwirkung. Gängige pH-Bereiche im Labor, wo gepuffert werden soll, liegen aber fernab davon - und daher hat Salzsäure für gewöhnlich keine Pufferwirkung.

Und trotzdem, beispielsweise bei der Titration nach Zimmermann-Reinhardt (und bei vielen anderen) gibt man eine große Menge bzw großen Überschuss an Schwefelsäure zu. Dieser Überschuss macht erstens die Lösung stark sauer und zweitens verhindert er einen Anstieg des pH, auch wenn H+ durch die Titrationsreaktion verbraucht werden (also genau die Wirkung, die ein Puffer haben soll). Und trotzdem ist das kein "klassisches" Puffersystem.

Anders betrachtet kann man eine Titrationskurve anschauen. Eine Salzsäure-Natronlauge Titration ist am Umschlagspunkt sehr steil, weil keine Pufferwirkung. Aber, abseits dieses Punktes ist die Kurve relativ flach --> faktische Pufferwirkung, aber kein klassischer Puffer.
Muzmuz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.06.2017, 22:10   #4   Druckbare Version zeigen
Lucie09 weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 2
AW: Einige Fragen zu Puffern und zur Tritration

Danke für eure Antworten. Jetzt bin ich in dem Bereich schon mal gut weiter gekommen. Bin mal gespannt was unsere Assistenten von dem was ich da abgegeben habe halten.
Lucie09 ist offline   Mit Zitat antworten
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