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Anorganische Chemie Anorganik ist mehr als nur Salze; hier gibt es Antworten auf Fragen rund um die "unbelebte Chemie" der Elemente und ihrer Verbindungen.

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Alt 19.06.2017, 22:06   #1   Druckbare Version zeigen
Flunkyshy Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 2
Lösen von Kupfersulfat, Ammoniumchlorid, Natriumcarbonat

Hallo zusammen
Ich getraue mich kaum hier diese Frage zu schreiben da ich offen gesagt nicht gerade der hellste in Chemie bin; ausser in der Pharmakologie aber das ist wieder Berufsbedingt...

Nun was will ich?: Ich Jongliere gerne mit Feuer und habe auch schon andere gesehen die eine Grüne oder Tiefrote Flammen haben an ihrem Kevlarband. Also habe ich mich mal schlau gemacht und fand heraus das gewisse Salze beim erwärmen zu einer Flammenfärbung kommt. Da hab ich mir doch gedacht; das kann ich doch selber Herstellen, hab mir darauf Kupfersulfat, Ammoniumchlorid und Natriumcarbonat besorgt in schön feinem Pulver.

Nun habe ich folgendes Problem: Die 3 Substanzen lassen sich praktisch nicht lösen in Ethanol (96%) und Petrol. Wenn ich das Kupfersulfat getränkt habe in Ethanol und über eine Flamme halte geht es mit der Flammfärbung, aber so kann ich das nicht verwenden für mein JonglierStab bzw. ich kann ja logischerweise nicht einfach das Kevlarband in Ethanol / Petrol Baden und dann die Substanz raufmachen, des hält ja nicht (und schon gar nicht beim Spielen).

Nun meine Frage ist es irgendwie möglich durch Zusatz von weiteren Substanzen eine Löslichkeit hervorzurufen? Sprich irgendwas wie ein Art "Tensid" welches Wasser und Öle/Fette binden kann? Oder gibt es andere Brennflüssigkeit weder Ethanol / Petrol wo sich das ganze Lösen kann? Am wichtigsten ist mir vor allem das Kupfersulfat, da es eine wunderbare grüne Flamme macht.

Besten Dank für eure Hilfe und wenn was unklar sein sollte; einfach Fragen

MfG
Flunkyshy
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Alt 20.06.2017, 07:13   #2   Druckbare Version zeigen
Gaga Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.987
AW: Lösen von Kupfersulfat, Ammoniumchlorid, Natriumcarbonat

Zitat:
Zitat von Flunkyshy Beitrag anzeigen
Da hab ich mir doch gedacht; das kann ich doch selber Herstellen, hab mir darauf Kupfersulfat, Ammoniumchlorid und Natriumcarbonat besorgt in schön feinem Pulver.
Kupfersulfat = grüne Flammenfärbung
Natriumcarbonat = gelbe Flammefärbung
Ammoniumchlorid = gar keine Flamme

Du musst allgemein leicht lösliche Verbindungen (in Ethanol) nehmen, evtl. kommst du mit einem Cu(BF4)2 zurecht.
Gaga ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.06.2017, 07:29   #3   Druckbare Version zeigen
chemiewolf Männlich
Mitglied
Beiträge: 19.141
AW: Lösen von Kupfersulfat, Ammoniumchlorid, Natriumcarbonat

Zitat:
Zitat von Gaga Beitrag anzeigen
Cu(BF4)2
wie kommt man da als Privatperson dran?
__________________
The State Senate of Illinois yesterday abandoned its Committee on Efficiency and Economy for reasons of 'efficiency and economy'.
De Moines Tribune, 6 February 1955
chemiewolf ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.06.2017, 11:27   #4   Druckbare Version zeigen
Flunkyshy Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 2
AW: Lösen von Kupfersulfat, Ammoniumchlorid, Natriumcarbonat

Hallo zusammen und danke für die Antworten.

Also an Cu[BF4]2 komme ich hier in der Schweiz ran durch einen Lieferanten, habe da schon Nachgefragt nur leider Kosten 50gr 70Chf.- was nicht gerade wenig ist.

Gibts Alternativen zum Flammenfärben welche in Ethanol löslich sind? Farbe ist eigentlich egal, am liebsten Grün oder Rot.

MfG
Flunkyshy
Flunkyshy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.06.2017, 11:49   #5   Druckbare Version zeigen
Rumpanscher Männlich
Mitglied
Beiträge: 143
AW: Lösen von Kupfersulfat, Ammoniumchlorid, Natriumcarbonat

Reichen bei der Flammenfärbung nicht schon geringe Spuren? Ein Kristall auf den Stoffballen geben und schon färbt es?

Ansonsten kann man an den Natrium/Pottasche Aufschluss denken, den ich früher oft in der Qualitativen Chemie durchgeführt habe. Da allerdings wieder das Problem, das Natrium dabei ist, was so gut wie alles an Flammenfärbung überdeckt.
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Gäbe es die letzte Minute nicht, so würde niemals etwas fertig.
Mark Twain
Rumpanscher ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.06.2017, 12:48   #6   Druckbare Version zeigen
Fulvenus Männlich
Mitglied
Beiträge: 18.983
AW: Lösen von Kupfersulfat, Ammoniumchlorid, Natriumcarbonat

Zitat:
Zitat von Rumpanscher Beitrag anzeigen
Ansonsten kann man an den Natrium/Pottasche Aufschluss denken, den ich früher oft in der Qualitativen Chemie durchgeführt habe. Da allerdings wieder das Problem, das Natrium dabei ist, was so gut wie alles an Flammenfärbung überdeckt.
Was hat der Aufschluß hier mit der Flammenfärbung zu tun?
Für die Feuerjonglage würde ich mal versuchsweise eine konzentrierte Kufersulfatlösung herstellen(nur kleine Menge).Damit dann das tool(hier den Jonglierstab an den Enden) tränken und trocknen lassen.Erst dann mit Ethanol/Spiritus tränken und schauen,ob es beim Anzünden/Jonglieren dann ausreichende Effekt liefert.
Mit Flammen auf Petroleumbasis wird das meist nicht funktionieren.
Ansonsten mußt du im Fachhandel gucken,was die so anbieten.

Fulvenus!
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Alt 21.06.2017, 13:08   #7   Druckbare Version zeigen
Rumpanscher Männlich
Mitglied
Beiträge: 143
AW: Lösen von Kupfersulfat, Ammoniumchlorid, Natriumcarbonat

Zitat:
Zitat von Fulvenus Beitrag anzeigen
Was hat der Aufschluß hier mit der Flammenfärbung zu tun?
Er will es doch in Lösung bekommen, mit einem Aufschluss macht man schwerlösliche Salze löslich. In wie weit das dann auf Ethanol zutrifft müsste man durch Versuche rausfinden.
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Gäbe es die letzte Minute nicht, so würde niemals etwas fertig.
Mark Twain
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Alt 22.06.2017, 00:56   #8   Druckbare Version zeigen
magician4 Männlich
Mitglied
Beiträge: 6.746
AW: Lösen von Kupfersulfat, Ammoniumchlorid, Natriumcarbonat

zum generieren der gruenen flammfaerbung ( also die kupfer-farbe) auf einem einfachen (und vergleichsweise sehr preiswerten) weg:

du benutzt den sog. "Beilstein nachweis" ( der extrem empfindlich + farbintensiv ist )

praktische durchfuehrung: du fixierst auf deinem Kevlar-band ein wenig kupfer-drahtgeflecht ( fuer kleines geld frei erhaeltlich m.w.n.)

dann bringst du darauf eine ethanolische ({\to} brennbarkeit {\to} "flammen-grundlage" ) loesung von beispw. mehtylenchlorid CH2Cl2 zur verbrennung (das genaue fuer dich / deinen geschmack optimale mischungsverhaeltnis musste mal selbst ausprobieren)

... und schon haste deine intensiv-gruene flammfaerbung

have fun!

Ingo
magician4 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.06.2017, 03:39   #9   Druckbare Version zeigen
imalipusram  
Mitglied
Beiträge: 5.453
AW: Lösen von Kupfersulfat, Ammoniumchlorid, Natriumcarbonat

Falls das für den Privat-/Showgebrauch noch erlaubt sein sollte: Eine Lösung von Borsäure in Methanol für die altbekannte hellgrüne Flamme.
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I solemnly swear that I'm up to no good!
伍佰 (WuBai - Run run run!) (ein Musikvideo mit dem Bambushaus und dem imalipusram unter den Statisten)
Noch ein nettes Video (nerdy, ein LIHA-Robot)
Und so gehts hier manchmal zu (sowas Ähnliches wie Fronleichnam, hier wird TuDiGong, dem Erdgott, tüchtig eingeheizt!) Oder so (auch ungeeignet für Gefahrstoffphobiker) und so.
imalipusram ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.06.2017, 10:57   #10   Druckbare Version zeigen
mgritsch Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.938
AW: Lösen von Kupfersulfat, Ammoniumchlorid, Natriumcarbonat

Zitat:
Zitat von Rumpanscher Beitrag anzeigen
Er will es doch in Lösung bekommen, mit einem Aufschluss macht man schwerlösliche Salze löslich. In wie weit das dann auf Ethanol zutrifft müsste man durch Versuche rausfinden.


*lol* ja, das ist wahrlich rumpanschen
Ein Aufschluss macht wasser-unlösliche Stoffe wasserlöslich. (Bzw Säure-löslich). Er macht nicht einen bereits wasserlöslichen Stoff Alkohol-löslich. In der Situation macht das sogar alles nur schlimmer. Dazu braucht es keine Versuche sondern nur ein bisschen Wissen was dabei chemisch passiert.

Vorschläge gab es ja schon einige, ich würde mich mit einem Chemiker zusammentun der Zugriff auf Borsäure, Methanol und eine Destillation hat, der kann dann recht simpel ein paar ml reinen Borsäuretrimethylester daraus machen. Von dieser Flüssigkeit mischt du eine kleine Menge zum Alkohol und alles ist im grünen Bereich Muss nur sehr gut verschlossen gelagert werden weil er sich mit Luftfeuchtigkeit in seine Bestandteile zersetzt.
mgritsch ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.06.2017, 11:14   #11   Druckbare Version zeigen
Muzmuz  
Mitglied
Beiträge: 5.602
AW: Lösen von Kupfersulfat, Ammoniumchlorid, Natriumcarbonat

Zitat:
Zitat von mgritsch Beitrag anzeigen
Ein Aufschluss macht wasser-unlösliche Stoffe wasserlöslich. (Bzw Säure-löslich). Er macht nicht einen bereits wasserlöslichen Stoff Alkohol-löslich.
Da bin ich eher bei rumpanscher. Es ist zwar richtig, dass die meisten gängigen Aufschlüsse etwas wasserlöslich machen sollen. Das aber nur deswegen, weil in den meisten Fällen das gewünschte Lösungsmittel eben Wasser ist.

Will man aber etwas in einem anderen Lösungsmittel als Wasser lösbar machen, ist dieser Prozess doch durchaus noch immer ein Aufschluss. z.B. ich habe ein wasser- aber nicht fettlösliches Alkaloid-hydrochlorid und will es fettlöslich machen, kann ich es beispielsweise mit einer Base aufschließen und es dadurch fettlöslich machen.
Muzmuz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.06.2017, 11:35   #12   Druckbare Version zeigen
Fulvenus Männlich
Mitglied
Beiträge: 18.983
AW: Lösen von Kupfersulfat, Ammoniumchlorid, Natriumcarbonat

Zitat:
Zitat von Muzmuz Beitrag anzeigen
Da bin ich eher bei rumpanscher. Es ist zwar richtig, dass die meisten gängigen Aufschlüsse etwas wasserlöslich machen sollen. Das aber nur deswegen, weil in den meisten Fällen das gewünschte Lösungsmittel eben Wasser ist.
Das mag zwar soweit den Begriff "Aufschluß" in der Chemie etwas weiter fassen als für Salze üblich(->https://de.wikipedia.org/wiki/Aufschluss_(Chemie) ),aber er geht ja ancheinend speziell vom Soda-Pottascheaufschluß aus,der hier einfach nichts bringt.
Ich brauche hier also keine Verbindung aufzuschließen,sondern nur dafür zu sorgen,daß genügend Salz sich "löst",um die Flammenfärbung zu verursachen.
Da nimmt man am besten gleich entsprechend lösliche Salze wie z.B. Kupfer(II)chlorid,Lithiumiodid,Kaliumiodid ... .
Der Rest ist nicht Chemie,sondern die technische Umsetzung für die Feuerstäbe.
Das sollte der TES im kleinen selbst ausprobieren.

Fulvenus!
Fulvenus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.06.2017, 11:37   #13   Druckbare Version zeigen
imalipusram  
Mitglied
Beiträge: 5.453
AW: Lösen von Kupfersulfat, Ammoniumchlorid, Natriumcarbonat

Noch ne blöde Idee zum Kupfer und evtl. anderen flammenfärbenden Metallsalzen: Wenn man daraus Komplexe mit etwas lipophileren mehrzähnigen Liganden herstellt und die sich dann vielleicht auch noch in Etanol order gar Petroleum lösen, dann wär die Kuh doch vom Eis? Und damit der Beilstein noch etwas besser funktioniert, Etwas Kaliumchlorid oder evtl. konz. HCl dazu?
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