Physikalische Chemie
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Correlation Sepctroscopy of Surfaces, Thin Films and Nanostructures
J. Berakdar, J. Kirschner (Hrsg.)
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Physikalische Chemie Ob Elektrochemie oder Quantenmechanik, das Feld der physikalischen Chemie ist weit! Hier könnt ihr Fragen von A wie Arrhenius-Gleichung bis Z wie Zeta-Potential stellen.

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Alt 24.10.2018, 17:46   #1   Druckbare Version zeigen
valeradi Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 1
Wie hängen Atomorbitalenergien mit Elektronegativitätswerten zusammen?

Hallo!

Einer Grafik meines Chemie-Lehrbuches ist zu entnehmen, dass ein 1s-Orbital des Wasserstoffs energiereicher ist als ein 2s-Orbital des Kohlenstoffs (beim Kapitel MO-Theorie, ersichtlich in einem MO-Energiediagramm). Begründet wird dies lediglich mit einem Schlagwort, nämlich "Elektronegativität". Ich würde nun gerne etwas genauer wissen, wie EN und Energiegehalt von Atomorbitalen zusammenhängen und warum es möglich ist, dass wie in meinem genannten Beispiel ein 2s-Orbital energieärmer sein kann als ein 1s-Orbital. Vielen Dank für die Mühe!
valeradi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.10.2018, 09:34   #2   Druckbare Version zeigen
DaTei Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.008
AW: Wie hängen Atomorbitalenergien mit Elektronegativitätswerten zusammen?

Man kann die Energie der Atomorbitale nicht mit der Elektronegativität erklären. Ganz im Gegenteil, die Elektronegativität ergeben sich erst aus diesen Energien. Genauer gesagt, je nach Definition, aus den Ioniesierungsenergien, Elektronenaffinitäten, etc., die mit den Orbitalenergien zusammenhängen. Die Begründung einfach durch den Terminus Elektronegativität abzuwürgen ist viel zu schwammig, wenn nicht sogar sinnlos. Da hätte man den Fakt auch ohne Begründung einfach nennen können.

Dass die Energie des 2s im C niedriger liegt als die des 1s im H, könnte man zunächst damit erklären, dass durch die höhere Anzahl an Protonen im C Elektronen prinzipiell stärker angezogen werden. Nun wird aber bedingt durch den Schalenaufbau die Kernladung durch innere Elektronen auch abgeschirmt. Es entscheidet schließlich die Balance aus stärkerer Anziehung und Abschirmung wie groß die Orbitalenergie ist. Für das C-2s kann sie kleiner sein als die für H-1s, aber wegen der Abschirmung durch das C-1s nicht sehr viel.

Letztendlich kann man es nur ausrechnen oder messen. Elektronegativitäten helfen da herzlich wenig.
__________________
Der Beginn aller Wissenschaften ist das Staunen, dass die Dinge so sind, wie sie sind. Aristoteles
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Stichworte
atomorbitale, elektronegativität, mo-theorie, molekülorbitale, orbitalenergie

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