Analytik: Instrumentelle Verfahren
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Analytik: Instrumentelle Verfahren Funktion und Anwendung von GC, HPLC, MS, NMR, IR, UV/VIS, etc.

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Alt 30.08.2017, 12:25   #1   Druckbare Version zeigen
SauberC9 Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 56
Matrixsimulation, Spektrale Interferenz, Flammenphotometrie

Hey,

ich hab da eine Frage zur Matrixsimulation. Es geht um die Bestimmung des Natrium- und Kaliumgehaltes im Testurin. Hierbei stört Kalium die Natriumemission, so dass man zusätzlich in den Natriumkalibrierlösungen noch die bestimmte Menge von Kalium im Testurin hinzufügt. Die bestimmte Menge an Kalium wird durch externe Kalibration bestimmt.

Meine Frage ist: Wieso fügt man Kalium in die Natriumlösungen hinzu? Kalium stört doch Natrium, und wenn man noch mehr Kalium hinzufügt, ist das dann nicht noch schlechter? Was bewirkt allgemein die Matrixsimulation (Strahlungspuffer nach Skoog) und wieso kann soetwas die spektrale Interferenz korrigiert werden?

Danke

SauberC9
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Alt 30.08.2017, 14:49   #2   Druckbare Version zeigen
rappelkiste Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.023
AW: Matrixsimulation, Spektrale Interferenz, Flammenphotometrie

Hallo,

die Natriumemission wird durch wechselnde Kaliumkonzentrationen durch eine Ionisationsinterferenz gestört, NICHT durch eine spektrale Interferenz. Hier bitte die Begrifflichkeiten beachten, da sonst schnell Missverständnisse entstehen.

Gibt man nun einen relativ hohen Überschuss an Kalium in ALLE Lösungen (also in die Kalibrierlösungen und in die Probelösungen), so ist der Einfluss in allen Lösungen gleich und damit ausgeschaltet.

Wenn man es gleich ganz richtig machen will, gibt man allen Lösungen einen spektralen Puffer auf Cäsiumbasis hinzu (z.B. nach Schuhknecht und Schinkel). Das ist aber i.d.R. etwas teurer. Ermöglicht aber die Bestimmung von Natrium und Kalium aus einer Lösung.

Gruß
rappelkiste
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”Der erste Schluck aus dem Becher der Naturwissenschaft führt zum Atheismus, aber auf dem Grund wartet Gott!”
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"Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe."
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Alt 30.08.2017, 15:00   #3   Druckbare Version zeigen
SauberC9 Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 56
AW: Matrixsimulation, Spektrale Interferenz, Flammenphotometrie

Zitat:
Zitat von rappelkiste Beitrag anzeigen

Gibt man nun einen relativ hohen Überschuss an Kalium in ALLE Lösungen (also in die Kalibrierlösungen und in die Probelösungen), so ist der Einfluss in allen Lösungen gleich und damit ausgeschaltet.
Danke für deine Antwort!

Also die Ionisationsinterferenz ist in allen Lösungen gleich, wenn man zusätzlich Kalium hineinschüttelt? Wieso ist dann die Interferenz ausgeschaltet? Kannst du das bitte nochmal genauer erläutern, das hab ich noch nicht so verstanden.

SauberC9
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Alt 30.08.2017, 15:16   #4   Druckbare Version zeigen
rappelkiste Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.023
AW: Matrixsimulation, Spektrale Interferenz, Flammenphotometrie

Hallo,

wenn alle Lösungen einen vergleichbaren, großen Überschuss an Kalium enthalten, ist der Einfluss in allen Lösungen eben gleich. Daher sind alle Lösungen, bzw. die Messwerte dieser Lösungen demselben Einfluss unterworfen. Eine Störung tritt aber nur dann auf, wenn es einen Unterschied zwischen den Kalibrierlösungen und Probelösungen gibt.

Gruß
rappelkiste
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Alt 31.08.2017, 13:59   #5   Druckbare Version zeigen
SauberC9 Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 56
AW: Matrixsimulation, Spektrale Interferenz, Flammenphotometrie

Zitat:
Zitat von rappelkiste Beitrag anzeigen
Hallo,

wenn alle Lösungen einen vergleichbaren, großen Überschuss an Kalium enthalten, ist der Einfluss in allen Lösungen eben gleich. Daher sind alle Lösungen, bzw. die Messwerte dieser Lösungen demselben Einfluss unterworfen. Eine Störung tritt aber nur dann auf, wenn es einen Unterschied zwischen den Kalibrierlösungen und Probelösungen gibt.

Gruß
rappelkiste
okay vielen dank
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