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Alt 19.12.2004, 18:19   #1   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
Wirkungsweise von chlorierten zyklischen Kohlenwasserstoffen (z.B. DDT)

Hallo.
Ich hab eine Frage zur Wirkungsweise der chlorierten Kohlenwasserstoffe, wie z.B. DDT oder Lindan. Diese Wirkstoffe wirken als Nervengifte im Organismus und da habe ich folgendes gelesen:

Sie erzeugen an den Nervenmembranen in geringeren Konzentrationen Überregbarkeit, in höheren Lähmung. Eine Hypothese besagt, das Fremdstoffmolekül lagere sich so in die Lipidmembran ein, daß die für den Na+ -Einstrom vorgesehenen Öffnungen am Wiederschluß in der Repolarisierungsphase gehindert würden; die den aktiven Rücktransport bewerkstelligende Na+-Pumpe könne so nicht wirksam werden.

Und jetzt verstehe ich nichts mehr. Wieso erzeugen sie in geringen Konzentrationen Überregbarkeit und in höheren eine Lähmung? Und wie ist das mit dem Na+ -Einstrom und der Na+-Pumpe?

Njeriu X
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Alt 22.12.2004, 01:26   #2   Druckbare Version zeigen
Leuchtspur Männlich
Mitglied
Beiträge: 265
AW: Wirkungsweise von chlorierten zyklischen Kohlenwasserstoffen (z.B. DDT)

Nun, ich hab nun nicht nachgelesen wie z.B. DDT wirkt aber wenn das so ist wie du es beschrieben hast dann kann man das so erklären:

Eine geringe Konz. an DDT hindert einige Na+ Kanäle sich nach der Erregung zu schließen, das Membranpotential bleibt somit etwas mehr depolarisiert und Reize die normalerweise zu keinem APO führen würden werden nun doch weitergegeben da die Spannungsdifferenz nicht mehr so hoch ist.
--> Übererregbarkeit


In höherer Konz. können alle Na+ Kanäle nicht mehr schließen, die Zelle ist dauert Depolarisiert und somit kann keine Erregung weitergeleitet werden --> Lähmung
__________________
Viele Grüße Leuchtspur
Leuchtspur ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 23.12.2004, 12:54   #3   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
AW: Wirkungsweise von chlorierten zyklischen Kohlenwasserstoffen (z.B. DDT)

Danke vielmal.
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