Anorganische Chemie
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Anorganische Chemie Anorganik ist mehr als nur Salze; hier gibt es Antworten auf Fragen rund um die "unbelebte Chemie" der Elemente und ihrer Verbindungen.

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Alt 19.01.2020, 01:34   #1   Druckbare Version zeigen
tBuOH weiblich 
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Themenerstellerin
Beiträge: 1
Alken- und Butadien-Komplexe nach dem Dewar-Chatt-Duncanson-Modell

Hallo liebe Forummitglieder

Ich schreibe demnächst eine Klausur in anorganischer Chemie und ein Teil der Klausur handelt von Komplex- bzw. Organometall-Verbindungen.

Meine Frage hat mit Alken- und Butadien-Komplexen und deren Darstellungen nach dem Dewar-Chatt-Duncanson-Modell zutun.

Es lassen sich ja zwei Grenzformen der Bindung von Butadien bzw. eines Alkens mit einem Metallzentrum formulieren. Bei einem Alken wären dies einmal die Darstellung als ein Metallacyclopropan mit zwei Sigma-Bindungen, und einmal die "gewöhnliche" side-on-Koordination eines Alkens mit einer Sigma-Bindung. Bei Butadien gibt es analog die Darstellung als Metallacyclopropen und als Pi-Komplex.

Nun zu der Frage: In der Vorlesung und in sämtlichen Fachbüchern wird gesagt, dass im Falle von Butadien bei frühen Übergangsmetallen (ÜM) eher eine Beschreibung als Metallacyclopropen und bei späten ÜM eher eine als Pi-Komplex angebracht sei. Ich verstehe nicht ganz, wieso. Denn: Instinktiv hätte ich gesagt: Späte ÜM haben mehr d-Elektronen und können somit eine stärkere Rückbindung eingehen, was zu einem Metallacyclopropen führen würde. Allerdings könnte die höhere Elektronegativität der späten ÜM auch dazu führen, dass sie die Elektronen dafür nicht zur Verfügung stellen (wie bei CO-Liganden ja auch). Nun haben die frühen ÜM aber wenig d-Elektronen, und CO-Komplexe sind bei frühen ÜM aufgrund der fehlenden Rückbindung auch instabil - warum kommt es bei Butadien-Liganden dann zu einem Metallacyclopropen?

Gelten die selben Trends bezüglich einer Periode auch für Metall-Alken-Komplexe? Denn immerhin werden bei der Polymerisation von Ethen Metallocen-Komplexe früher ÜM verwendet, grade weil sie ja eben keine/wenig Rückbindung eingehen und die Alkene daher reaktiver sind...

Ich habe mir viele Gedanken zu dem Thema gemacht und komme alleine nicht weiter. Ich wäre wirklich dankbar über jede Hilfestellung!

Liebe Grüße
tBuOH
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