Lebensmittel- & Haushaltschemie
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Lebensmittel- & Haushaltschemie Zur Lebensmittel- und Haushaltschemie gehören die Herstellung, die Funktion sowie die Ermittlung und Überwachung (un)erwünschter Bestandteile von Lebensmitteln, Kosmetika, Reinigern usw.

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Alt 02.01.2018, 16:22   #1   Druckbare Version zeigen
Zock4 Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 191
Studium Lebensmittelchemie

Hallo,

da ich ein sehr großes Interesse an der Chemie habe, kam natürlich der Gedanke an ein Chemiestudium auf. Da ich allerdings auch gehört habe, dass die Berufschancen für einen Chemiker eher weniger gut aussehen, obgleich man bis zum Doktor studiert hat, kam mir der Gedanke, die Lebensmittelchemie zu studieren. Nach meiner Recherche ist das Grundstudium mit den Chemikern zusammen, und erst das Hauptstudium unterscheidet sich dann zum Chemiestudium. Zusätzlich sind die Berufschancen um ein vielfaches besser (Stand aktuell), sodass man auch etwas vom Studium 'hat'. Außerdem hat man nicht das Problem, bis zum Doktor studieren 'zu müssen', weil es nicht notwendig ist, um konkurrenzfähig zu sein.
Ich würde gerne eure Meinungen dazu hören und wäre über Erfahrungsberichte erfreut.
Zock4 ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 02.01.2018, 16:36   #2   Druckbare Version zeigen
chemiewolf Männlich
Mitglied
Beiträge: 21.049
AW: Studium Lebensmittelchemie

wenn man in der Forschung oder Entwicklung arbeiten will, braucht man auch als Lebensmittelchemiker möglichst eine Promotion.
__________________
The State Senate of Illinois yesterday abandoned its Committee on Efficiency and Economy for reasons of 'efficiency and economy'.
De Moines Tribune, 6 February 1955
einfach mal eine Fanta trinken
chemiewolf ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.01.2018, 16:53   #3   Druckbare Version zeigen
Zock4 Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 191
AW: Studium Lebensmittelchemie

Danke für die Antwort. Ja, wenn man in der Forschung arbeiten möchte, klar. Die Sache ist halt nur die, dass man ja ohne einen Doktortitel in der Chemie keine reellen guten Berufschancen hat, weil eben fast jeder Absolvent einen Doktortitel hat.
Zock4 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.01.2018, 17:28   #4   Druckbare Version zeigen
HNIW Männlich
Mitglied
Beiträge: 3.559
AW: Studium Lebensmittelchemie

Die entscheidende Frage dürfte sein, ob Du Dich stärker für ein spezielles Fachgebiet interessierst (oder später interessieren wirst). Jemand, der sich beispielsweise sehr für Anorganik oder Organik interessiert, dürfte als Lebensmittelchemiker kaum glücklich werden. Die Orientierung eines wissenschaftlichen Studiums am Arbeitsmarkt kann im Extremfall dazu führen, dass man lebenslangen Frust vor sich herschiebt.
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"Erfahrung heißt gar nichts. Man kann seine Sache auch 35 Jahre schlecht machen."
Kurt Tucholsky

"Nur wenige wissen, wie viel man wissen muss, um zu wissen, wie wenig man weiß."
Werner Heisenberg
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Alt 02.01.2018, 18:00   #5   Druckbare Version zeigen
Zock4 Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 191
AW: Studium Lebensmittelchemie

Ja, das ist wohl klar, dass man sich sicher sein sollte, dass der spätere Beruf einem liegen sollte, jedoch muss man ja auch sagen, dass der Beruf nicht alles im Leben ist und wenn man durchgehend auf der Suche nach einem besseren Beruf ist oder deshalb immer umziehen muss oder sich permanent Gedanken ums Finanzielle macht, das Glück genau so wenig findet.
Zock4 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.01.2018, 22:16   #6   Druckbare Version zeigen
kaliumcyanid Männlich
Mitglied
Beiträge: 18.920
AW: Studium Lebensmittelchemie

... andererseits hilft einem auch der schönste Job nicht weiter, wenn mit dem Einkommen kein Auskommen ist. Ich war schon in beiden Positionen und kann dir sagen, weder die eine, noch die andere Variante ist auf Dauer akzeptabel. Entweder man geht an 5 von 7 Tagen am Stock oder muss irgendwann ernsthafte Abstriche in der finanziellen Situation machen. Und auf Dauer möchte man ja dann doch Annehmlichkeiten wie Auto, Urlaub, Wohnung oder sogar Haus etc (und da geht es schnell mal um hohe Beträge und jahrzehntelange Verschuldung, aber das ist ein anderes Problem). Glücklich, wer gänzlich immateriell leben kann.

Ein Studium, mit oder ohne Promotion, ist keine Garantie für einen Arbeitsplatz. Das ist auch nicht weiter schlimm, denn eine Garantie hat man nie. Generell sind die Voraussetzungen für Akademiker aber auch nicht so schlecht, zumal sich der Arbeitsmarkt auch verändert, bis du in einigen Jahren dein Studium abgeschlossen hast. Fünf bis zehn Jahre in die Zukunft schauen zu wollen wäre etwas... naiv?
Inwiefern die Lebensmittelchemie da ein besonderer Garant sein soll, sehe ich nicht.

Ich habe selbst nie studiert, aber einige Jahre in einem OC-Arbeitskreis zugebracht. Mein Eindruck vom Chemiestudium ist der, dass von den anfänglichen Ideen hinterher nicht mehr unbedingt viel da ist, weil sich über die Zeit gewisse Dinge ergeben, Ansichten ändern und sich manche Abläufe auch einfach ergeben, wenn es z.B. zu Projekten mit der Industrie kommt oder man feststellt, dass auch andere Dinge Spaß machen können.

Die Lebensmittelchemiker in dieser "näheren Umgebung" mögen zwar Chemie im Namen tragen, aber ich bezweifle doch stark, dass man damit in der klassischen chemischen Industrie wirklich Chancen hat. Man bleibt dann eben an die Lebensmittel gebunden.

Mein Vorschlag: schau dich doch mal an einer Universität deiner Wahl um und sprich mit den Leuten, die dort aktuell studieren... idealerweise in verschiedenen Abschnitten des Studiums (Bachelor, Master, Promotion). Da bekommt man sicherlich einen besseren Eindruck von der Realität als von Abhandlungen in einem Forum.

Wenn dich Chemie interessiert, studiere Chemie. Wenn Lebensmittelchemie eher deins ist, dann eben das. So perfekt kann man keinen Grundstein im Leben legen, als dass man seine Entscheidung nicht später revidiert. Für mich kam nach der Realschule die Ausbildung zum Chemielaboranten und ich habe es nie bereut. Nur einer der Chemiker meines Arbeitgebers arbeitet noch im Labor, und das auch nur sehr sporadisch.

Besser also erstmal über Beruf und späteren Arbeitsalltag informieren. Die klassischen Chemiker haben auch später nicht mehr unbedingt viel mit Chemie zu tun.

https://blog.stellen-fuer-chemiker.de/berufsaussichten-fuer-chemiker-2017/

http://www.chemie-master.de/lex/begriffe/c12.html (OK, ist von 2002)
kaliumcyanid ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.01.2018, 23:15   #7   Druckbare Version zeigen
rettich Männlich
Mitglied
Beiträge: 5.410
AW: Studium Lebensmittelchemie

Viellleicht solltest mal überdenken was dir mehr liegt, Theorie oder Praxis.
Und aus der Erkenntnis ggf. auch eine praxisbezogene Ausbildung in Erwägung ziehen.
Soo schlecht ist ja die Bezahlung nun auch nicht.
Es war früher möglich als z.B. CTA auch in die Tarifgruppen-Endbereiche zu kommen.
Warum sollte das nun nicht mehr gehen??
Promotions belastete Taxifahrer gibt es reichlich. Üertrieben gesagt.
__________________
mfg: rettich

Man kann gar nicht so dämlich denken wie
andere Handeln.
Speziell im Strassenverkehr und im Labor.

Heute ist der erste Tag vom Rest deines Lebens.
rettich ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.01.2018, 08:34   #8   Druckbare Version zeigen
chemiewolf Männlich
Mitglied
Beiträge: 21.049
AW: Studium Lebensmittelchemie

Zitat:
Zitat von rettich Beitrag anzeigen
Es war früher möglich als z.B. CTA auch in die Tarifgruppen-Endbereiche zu kommen.
Warum sollte das nun nicht mehr gehen??
das Gehaltsgefüge hat sich in den letzten 20 Jahren geändert. Waren in den 90ern noch jede Menge E13-Laboranten in den Labors, werden heutzutage auch Laborleiter (mit Promotion) in den ersten Jahren tariflich (E12/13) eingestuft.
Laboranten/CTAs kommen nur noch selten über E10/11 hinaus. Und die Stufen wollen erst erreicht werden!
__________________
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De Moines Tribune, 6 February 1955
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Stichworte
beruf, gehalt, lebensmittelchemie, studium

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