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Alt 23.12.2012, 20:12   #1   Druckbare Version zeigen
tybaltmercutio  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 205
Physikalische/Theoretische Chemie in der Wirtschaft

Hallo zusammen!

Ich werde anfang nächsten Jahres anfangen meine Bachelorarbeit an der Uni Bochum zu schreiben und würde Diese am liebsten im Bereich der theoretischen oder physikalischen Chemie schreiben.

Da ich jedoch gerne nach meiner Promotion oder Master (ich weiß das ist noch lange hin) in die Wirtschaft gehen würde, frage ich mich derzeit ernsthaft ob man mit diesen Fächern (vor allem theoretische Chemie) überhaupt eine Chance in der Wirtschaft hat bzw. ob solche Leute überhaupt gesucht werden.

Ich habe jetzt mal verschiedene Jobbörsen nach Jobangeboten für Chemiker/Biochemiker durchsucht und habe fast ausschließlich Jobangebote, die entweder an Physiker/Verfahrenstechniker/Chemieingenieure gercihtet sind oder eben im Bereich der Synthesechemie, technischen Chemie oder eben Mikrobiologie bzw. Biochemie mit irgendwelche Mikrobiologiemethoden liegen.

Deshalb vermute ich nun bzw. stelle mir die Frage ob theoretische und auch physikalische Chemiker primär nur an der Uni arbeiten können, da sie in der Wirtschaft scheinbar nicht sonderlich gefragt sind.

Liege ich da richtig, dass man mit PC oder TheoC zumindest in der Wirtschaft nicht sonderlich sorige Aussichten hat? Bei der theoretische Chemie habe ich das ja schon immer vermutet aber bei PC dachte ich eigentlich, dass man da auch in der Wirtschaft ganz gute Aussichten hat.


Nebenbei: In Bochum wird in der PC viel mit Lasern an Solvatationsdynamiken geforscht. Bspw. wird dazu Tetrahertz-Spektroskopie eingesetzt und auch eine Anordnung, bei dem Moleküle in einem Helium-Cluster bei 4 K infrarot/massen-spektroskopisch untersucht werden.
Auch wird viel mit Rastertunnelmikroskopie gearbeitet, was ich auch sehr interessant finde, jedoch habe ich mich mit den konkreten Projekten in dem Bereich noch nicht so sehr auseinandergesetzt.

Das klingt ja schon so als wären das Fragestellungen, die primär von akademischen Interesse sind, während in der OC und AC schon beim Bachelor an konkreten Syntheseprojekten gearbeitet wird, was ja schon eher danach klingt als wäre das auch außerhalb der Uni von großem Interesse.

Ich würde mich sehr freuen wenn sich jemand melden würde, der sich in dem Bereich etwas auskennt, evtl. sogar einem PCler oder TheoCler, der in der Wirtschaft arbeitet. Generell freue ich mich über jede hilfreiche/interessante Antwort


PS: Mir ist schon klar, dass eine Bachelorarbeit noch keine zwingende Richtungsangabe bedeutet, nach der man sich später richten muss. Jedoch merke ich halt mittlerweile, dass mich der Berech der theoretischen/physikalischen Chemie am meisten interessiert.
tybaltmercutio ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.12.2012, 00:05   #2   Druckbare Version zeigen
tybaltmercutio  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 205
AW: Physikalische/Theoretische Chemie in der Wirtschaft

schade ...
tybaltmercutio ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.12.2012, 01:58   #3   Druckbare Version zeigen
imalipusram Männlich
Mitglied
Beiträge: 6.956
AW: Physikalische/Theoretische Chemie in der Wirtschaft

Hey man, es ist Weihnachtszeit

Das, was Du beschreibst, klingt schon spannend. Ist natürlich klar, dass Du es mit diesem Methodenspektrum eher schwer haben wirst, als Organiker oder Biochemiker eingestellt zu werden, weil Dir die entsprechenden Methoden und Erfahrung fehlen.

Ich denke aber, daß Firmen, die Meßtechnik entwickeln und verkaufen wie zB Malvern, Analytik Jena, Tecan, Siemens usw. durchaus an Menschen mit Deinem zukünftigen Profil interessiert sein dürften. Frag die einfach mal und/oder geh mal auf ne Messe (Biotechnica, Analytica und Achema sollten da geeignet sein) und frag die Leute, die für solche Firmen arbeiten mal, was die für einen Hintergrund haben. Du wirst natürlich mit Ingenieuren konkurrieren, die billiger sein dürften, als ein promovierter Chemiker.
imalipusram ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.12.2012, 16:31   #4   Druckbare Version zeigen
scorrp Männlich
Mitglied
Beiträge: 128
AW: Physikalische/Theoretische Chemie in der Wirtschaft

Witzig, mir kommt es immer anders rum vor...

wenn ich mich manchmal umschaue, finde ich fast keine Stellenangebote für Organiker sondern nur für PCler oder TCler

und unendlich viele ChemIngs :/

Aber der Arbeitsmarkt für Chemiker sieht glaube ich allgemein nicht so rosig aus.

grüße
scorrp ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.12.2012, 17:16   #5   Druckbare Version zeigen
chemiewolf Männlich
Mitglied
Beiträge: 22.691
AW: Physikalische/Theoretische Chemie in der Wirtschaft

Zitat:
Zitat von scorrp Beitrag anzeigen
Stellenangebote für Organiker
werden tendenziell weniger, da viele große Pharmafirmen die Organische Synthese nach z.B. Indien und China auslagern.
Eine volle Arbeitskraft kostet dort all inclusive ca. 2000.- € im Monat.
Insbesondere für Projekte in frühen Phasen, macht das finnaziell Sinn. In den eigenen Labors wird dann nur noch das Feintuning der Leitsubstanzen durchgeführt.
__________________
The State Senate of Illinois yesterday abandoned its Committee on Efficiency and Economy for reasons of 'efficiency and economy'.
De Moines Tribune, 6 February 1955
chemiewolf ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.12.2012, 21:26   #6   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.900
AW: Physikalische/Theoretische Chemie in der Wirtschaft

Meine ehemaligen Kollegen aus der theoretischen Chemie haben alle gute Jobs in der Wirtschaft ergattert - bei Handelsbanken, Unternehmensberatern, an der Börse und anderem in der Finanzwelt, was ich nicht einmal verstehe. Das liegt daran, dass dort Leute gebraucht werden, die wissen, was eine Differentialgleichung ist. Wenn Du natürlich einen Job als Chemiker in der Industrie suchst, sieht es schlechter aus, dort ist theoretische Chemie weit weniger gefragt.
__________________
"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)
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Alt 28.12.2012, 10:51   #7   Druckbare Version zeigen
chemiewolf Männlich
Mitglied
Beiträge: 22.691
AW: Physikalische/Theoretische Chemie in der Wirtschaft

Zitat:
Zitat von ricinus Beitrag anzeigen
Das liegt daran, dass dort Leute gebraucht werden, die wissen, was eine Differentialgleichung ist.
aber eben nicht nur.
__________________
The State Senate of Illinois yesterday abandoned its Committee on Efficiency and Economy for reasons of 'efficiency and economy'.
De Moines Tribune, 6 February 1955
chemiewolf ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.01.2013, 02:14   #8   Druckbare Version zeigen
Pali1895  
Mitglied
Beiträge: 128
AW: Physikalische/Theoretische Chemie in der Wirtschaft

Also ich hab jeweils kleine Informationen.

Also zur Physikalischen Chemie: Da sieht das in der Industrie, wie ich von meinem Chemie-Lehrer gehört hab, eher mau aus. Der hatte zwei Studienkollegen, die Chemie auf Diplom studiert haben und sich dann auf PC, ich glaub auch irgendwo in Richtung Spektroskopie, spezialisiert haben. Ich weiß leider nicht, ob die beiden promoviert sind. Jedenfalls haben die nach ein paar Jahren immer noch keine adäquate Stelle gefunden und sind dann Notgedrungen Chemie- und Physiklehrer geworden.

Zu der theoretischen Chemie: Aus der Pharmaindustrie ist allgemein bekannt, dass die dort einen im Verhältnis zur restlichen chemischen Industrie relativ großen Bedarf an theoretischen Chemikern haben, die aber in Konkurrenz mit Bioinformatikern stehen. Ich vermute, dass du, um als theoretischer Informatiker in's Drug Design einsteigen zu können, auch diverse Kenntnisse in Biochemie, Kombinatorischer Chemie und Pharmakologie vorweisen solltest.
Pali1895 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.01.2013, 09:28   #9   Druckbare Version zeigen
chemiewolf Männlich
Mitglied
Beiträge: 22.691
AW: Physikalische/Theoretische Chemie in der Wirtschaft

Zitat:
Zitat von Pali1895 Beitrag anzeigen
Biochemie, Kombinatorischer Chemie und Pharmakologie
wichtiger als diese 3 sind Kenntnisse im Drug Design, die man normalerweise mit einer einschlägigen Promotion erhalten kann.
__________________
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De Moines Tribune, 6 February 1955
chemiewolf ist offline   Mit Zitat antworten
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