Verfahrenstechnik und Technische Chemie
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Late Transition Metal Polymerization Catalysis
B. Rieger, L. Saunders Baugh, S. Kacker, S. Striegler (Hrsg.)
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Verfahrenstechnik und Technische Chemie Das Forum für die Chemie jenseits von Reagenzgläsern und Glaskolben. Hier können Probleme der Reaktionstechnik sowie der thermischen und mechanischen Stoffwandlungs- und Trennprozesse diskutiert werden.

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Alt 06.02.2019, 08:51   #1   Druckbare Version zeigen
campii  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 4
Filterwahl Aluminiumhydroxid

Hallo zusammen
Ich habe Al in einer NaOH Lösung aufgelöst und möchte nun das ausgefallene Aluminiumhydroxid abfiltrieren. Was für einen Filter verwende ich dazu am besten? Welche Partikelgrösse hat Aluminiumhydroxid? Der Filter muss nicht zwingend 100% abtrennen, er sollte dafür möglichst lange halten.

Danke für eure Hilfe und lg
campii
campii ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.02.2019, 09:02   #2   Druckbare Version zeigen
Lucas76 Männlich
Mitglied
Beiträge: 704
AW: Filterwahl Aluminiumhydroxid

Ich denke so ganz pauschal kann man das nicht sagen....ich könnte mir vorstellen, dass Aluminiumhydoxid, je nach Bedingungen bei der Reaktion verschiedene Partikelgrössen ausbildet (auch über die Reaktionszeit/konz. NaOH).

Filter mehrmals zu verwenden, ist mE. nicht die beste Idee. Klar, wenns wirtschaftlich wirklich positiv zu Bucht schlägt, kann man ihn wieleicht 2-3x abspülen, aber dann wird die Filtration so langsam, dass du sicher besser fährst, wenn ein neuer eingesetzt wird.

ich denke Grade 589/1 Papierfilter; 12-25 µm Rückhaltevermögen sollten ausreichen.
Die sind auch nicht teuer.
Das sind übrigens Filter, die für eine Nutschenfiltration vorgesehen sind.

Gruss und viel Erfolg
Lucas76 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.02.2019, 09:18   #3   Druckbare Version zeigen
chemiewolf Männlich
Mitglied
Beiträge: 22.356
AW: Filterwahl Aluminiumhydroxid

willkommen hier.

M.E. handelt es sich um ein sehr undankbares Problem, da sich Al(OH)3 aufgrund seiner Konsistenz nur sehr schwer abfiltrieren lässt. Unabhängig vom Filter! Wozu willst du das machen?
__________________
The State Senate of Illinois yesterday abandoned its Committee on Efficiency and Economy for reasons of 'efficiency and economy'.
De Moines Tribune, 6 February 1955
chemiewolf ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.02.2019, 09:40   #4   Druckbare Version zeigen
campii  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 4
AW: Filterwahl Aluminiumhydroxid

Danke für eure Antworten. Ich möchte das Alu-hydroxid abtrennen, damit ich die Lauge wieder verwenden kann. Ich werde das mal mit dem Papierfilter versuchen. Wie wird das Alu-hydroxid denn industriell z.b. bei der Herstellung von Alu aus Bauxit abgetrennt? Eindampfen?
campii ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.02.2019, 12:28   #5   Druckbare Version zeigen
rettich Männlich
Mitglied
Beiträge: 5.578
AW: Filterwahl Aluminiumhydroxid

Vergiß es, das lohnt den Aufwand nicht, jedenfalls im Heimlabor.
So teuer ist Natronlauge nun auch nicht.
https://de.wikipedia.org/wiki/Bayer-Verfahren
__________________
mfg: rettich

Man kann gar nicht so dämlich denken wie
andere Handeln.
Speziell im Strassenverkehr und im Labor.

Heute ist der erste Tag vom Rest deines Lebens.
rettich ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.02.2019, 13:56   #6   Druckbare Version zeigen
campii  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 4
AW: Filterwahl Aluminiumhydroxid

Es geht nicht um Kosten, sondern um die Erhaltung eines Rohstoffes. Daher hilft mir dein Hinweis leider nur wenig weiter. Auf den Wikipedia Link steht zudem ebenfalls etwas von Filtrat. Es wird also auch dort filtriert.

Gruss
campii ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.02.2019, 14:18   #7   Druckbare Version zeigen
rettich Männlich
Mitglied
Beiträge: 5.578
AW: Filterwahl Aluminiumhydroxid

Da steht :
ein Teil der Natronlauge könnte zurückgewonnen werden.
Zitat aus Wikipedia ende.
Da steht nicht das es gemacht wird und wie.
__________________
mfg: rettich

Man kann gar nicht so dämlich denken wie
andere Handeln.
Speziell im Strassenverkehr und im Labor.

Heute ist der erste Tag vom Rest deines Lebens.
rettich ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.02.2019, 14:22   #8   Druckbare Version zeigen
Boehler  
Mitglied
Beiträge: 409
AW: Filterwahl Aluminiumhydroxid

Um welche Menge geht es den? Welches Volumen?


Gruss Boehler
Boehler ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.02.2019, 14:25   #9   Druckbare Version zeigen
Fulvenus Männlich
Mitglied
Beiträge: 21.797
AW: Filterwahl Aluminiumhydroxid

Zitat:
Zitat von campii Beitrag anzeigen
Es geht nicht um Kosten, sondern um die Erhaltung eines Rohstoffes. Daher hilft mir dein Hinweis leider nur wenig weiter.
Hört sich löblich an,aber hier Natronlauge nach Gebrauch als wichtigen Rohstoff zu betrachten halte ich für übertrieben.Beim Filtrationsvorgang wird schon einiges an Kohlendioxid aus der Luft absorbiert,so daß die Qualität des "Rohstoffs" schnell nachläßt.
Das Problem ist im Labor wie im Heimlabor die Tendenz des Hydroxids schwer filtrierbare Gele zu bilden,aber auch kolloidal durch den Filter zu "flutschen".
Industriell geht vieles anders.
Für die Filtration kommt es auch darauf an,wie die Suspension behandelt wurde
(erhitzen,rühren... beeinflussen die Struktur des Hydroxids).
Von daher hilft für dich wohl nur ausprobieren.
Könntest du mehr Infos zum Hintergrund deiner Umsetzung und ungefähre Ansatzgröße u.ä. geben?

Fulvenus!
Fulvenus ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 06.02.2019, 17:47   #10   Druckbare Version zeigen
campii  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 4
AW: Filterwahl Aluminiumhydroxid

Merci für die super Antwort Fulvenus. Ich habe eine 1-molare Natronlauge angesetzt und die Stoffmengen Stöchiometrisch beigemischt. Das Ganze habe ich dann abreagieren und auf ca. 15 Grad ohne Animpfung oder Rühren Abkühlen lassen. So hat sich ein Bodensatz aus Aluminiumhydroxid gebildet. Und eben dieser soll nun raus. Mengenmässig handelt es sich im Moment um 10 g Al. Lässt sich das Al evtl. elektrisch abscheiden?
campii ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.02.2019, 20:07   #11   Druckbare Version zeigen
donald313 Männlich
Mitglied
Beiträge: 463
AW: Filterwahl Aluminiumhydroxid

Hi,
Aluminiumhydroxid wird z.B. bei der Abwasserbehandlung / Fällung als Hydroxid zunächst mittels Flockungshilfsmittel zum Absitzen gebracht und dann i.d.R. über Kammerfilterpresse mit Standard PP-Filtertüchern abfiltriert, (unter Druck bis meist 16 bar).
Ausgefallenes Al-Hydroxid aus NaOH-Beizen zu filtrieren ist sehr schwierig, da die Hydroxide dort sehr fein ausfallen und sich daher kaum abfiltrieren lassen, Es bildet sich ein sehr dichter Filterkuchen der nur mit hohem Druck durchlässig für die Lauge bleibt.
Ich denke dass der Aufwand in keinem Verhältnis zur gewonnenen Natronlauge steht, zumindest bei geringen Einsatzmengen. Im großtechnischem Maßstab ändert sich die Lage natürlich. Großtechnisch wird Natronlauge natürlich zurückgewonnen und/oder das Aluminat wird weiter verarbeitet. Entsprechende Anlagen gibt es.
Gruß
Donald
donald313 ist offline   Mit Zitat antworten
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