Analytik: Quali. und Quant. Analyse
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Analytik: Quali. und Quant. Analyse Nasschemische Nachweise (z.B. Trennungsgang) und Gehaltsbestimmungen per Titration, Gravimetrie, Konduktometrie, etc.

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Alt 26.05.2018, 13:06   #1   Druckbare Version zeigen
Sakurajiraiya  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 3
Löslichkeit Sulfate/Csrbonate & Zinksulfid

Guten Tag,
Ich bräuchte ganz dringend Hilfe bei zwei Fragen:

1.Warum ist Bariumsulfat in HCL nicht löslich , jedoch Bariumcarbonat schon ?

2.Wieso fällt Zinksulfid erst bei pH 9 aus.
Was ich bis jetzt nur weiß ist , dass durch Zugabe von Säuren gekoppelte GG entstehen und bei Basen Komplexbildner, wodurch die Löslichkeit besser wird. Jedoch wie lässt sich das bei den zwei Fragen erklären? Ich habe gedacht Sulfide lassen sich im sauren Bereich fällen.

Ein dickes Danke im voraus

Liebe Grüße
Sakurajiraiya ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 26.05.2018, 13:23   #2   Druckbare Version zeigen
chemiewolf Männlich
Mitglied
Beiträge: 21.463
AW: Löslichkeit Sulfate/Csrbonate & Zinksulfid

willkommen hier.


zu 1. Bariumcarbonat reagiert mit HCl zu CO2 und BaCl2, das letztere ist gut löslich:
BaCO3 + 2 HCl -> Ba2+ + 2 Cl- +CO2
BaSO4 kann dagegen nicht reagieren. Die Zugabe von HCl hat praktisch keinen Einfluss auf die Löslichkeit von BaSO4



zu 2. siehe z.B. hier, es gibt noch viele andere threads dazu, einfach mal recherchieren.
http://www.chemieonline.de/forum/showthread.php?t=172735
__________________
The State Senate of Illinois yesterday abandoned its Committee on Efficiency and Economy for reasons of 'efficiency and economy'.
De Moines Tribune, 6 February 1955
einfach mal eine Fanta trinken
chemiewolf ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.05.2018, 13:47   #3   Druckbare Version zeigen
Sakurajiraiya  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 3
AW: Löslichkeit Sulfate/Csrbonate & Zinksulfid

Vielen lieben Dank für die schnelle Antwort .
Diese Erklärung war mir soweit auch bekannt. Nur hatte ich noch gehört, dass es was damit Zutun haben könnte , dass Sulfate garnicht auf pH Werte reagieren jedoch carbonate schon und das es was mit dem Ks Wert Zutun hat. Hast du bzw ihr dafür eine Erklärung?

Zu dem zweiten hatte ich gedacht , dass Sulfide mit Säuren ein Säure Base Gleichgewicht eigehen und durch die entstandene Reaktion zu Schwefelwasserstoff , es dann zur Auflösung der Sulfid Verbindung kommt. Jedoch war mir das mit der basischen Fällung nicht Bekannt.
Sakurajiraiya ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.05.2018, 07:14   #4   Druckbare Version zeigen
jag Männlich
Mitglied
Beiträge: 18.034
AW: Löslichkeit Sulfate/Csrbonate & Zinksulfid

Ja, das hat was mit den Ks-Werten zu tun. Kohlensäure ist eine schwache Säure. Deren Anionen (also Carbonat) werden von einer starken Säure wie HCl sofort protoniert (das sind dann ja umgekehrt recht starke Basen) und damit aus dem Löslichkeitsgleichgewicht entfernt. Das Kohlensäure zusätzlich in Kohlendioxid und Wasser zerfällt, kommt dazu. Bei Schwefelsäure (auch eine recht starke Säure) schafft HCl es einfach nicht, das Gleichgewicht (entsprechend dem Ks-Wert) zu verschieben. Mit den Ks-Werten kann man das auch modellhaft ausrechnen.

Es kommt immer drauf an, ob die einem pH-Wert entsprechende Sulfid-Konzentration (schon) ausreicht, um das Löslichkeitsprodukt zu erfüllen. Das kann (ich habe nicht nachgerechnet) bei ZnS durchaus schon im basischen Bereich der Fall sein. Auch hier kann man das mit den Ks-Wert von Schwefelwasswerstoff, der (üblichen) stationären Konzentration (H2S) von 0,1mol/L und dem KL-Wert berechnen. Auf diesem Effekt beruhr zu einem Gutteil der "Trennungsgang".

Gruß

jag
__________________
Die Lösung auf alle Fragen ist "42".
Aus gegebenem Anlass: Alle Rechnungen überprüfen, da keine Gewähr. - Fragen bitte im Forum stellen.
jag ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.05.2018, 10:48   #5   Druckbare Version zeigen
Sakurajiraiya  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 3
AW: Löslichkeit Sulfate/Csrbonate & Zinksulfid

Vielen lieben Dank für die Antwort Das hilft mir sehr
Sakurajiraiya ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.05.2018, 16:29   #6   Druckbare Version zeigen
kaliumcyanid Männlich
Mitglied
Beiträge: 18.977
AW: Löslichkeit Sulfate/Csrbonate & Zinksulfid

Die stärkere Säure verdrängt die schwächere Säure aus ihrem Salz. Das ist auch sehr anschaulich.
Zitat:
Was ich bis jetzt nur weiß ist , dass durch Zugabe von Säuren gekoppelte GG entstehen und bei Basen Komplexbildner, wodurch die Löslichkeit besser wird. Jedoch wie lässt sich das bei den zwei Fragen erklären? Ich habe gedacht Sulfide lassen sich im sauren Bereich fällen.
Im konkreten Fall oder grundsätzlich? Mit solchen Aussagen wäre ich sehr vorsichtig, Löslichkeit ist eine höchst individuelle Angelegenheit, sprich von Verbindung zu Verbindung verschieden.

- Wenn ich Bariumcarbonat in HCl löse, entsteht u.a. Bariumchlorid. Das ist dann gelöst, aber eben keine Bariumcarbonat-Lösung mehr, da das Carbonat ja abreagiert hat.
- Im alkalischen Milieu können Komplexe (keine Komplexbildner, das ist etwas anderes) entstehen - muss aber nicht. Klassisches Lehrbuchbeispiel wäre dieser Komplex: https://lp.uni-goettingen.de/get/text/2626 (im basischen unlösliche Verbindung, durch weitere Zugabe von Ammoniak Komplexbildung).
- Mangandioxid fällt im Alkalischen, ohne dass es zu einer Komplexbildung käme.

Also: Vorsicht mit Pauschalaussagen.
kaliumcyanid ist offline   Mit Zitat antworten
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