Verfahrenstechnik und Technische Chemie
Buchtipp
MALDI-TOF Mass Spectrometry of Synthetic Polymers
H. Pasch, W. Schrepp
96.25 €

Buchcover

Anzeige
Stichwortwolke
forum

Zurück   ChemieOnline Forum > Naturwissenschaften > Chemie > Verfahrenstechnik und Technische Chemie

Hinweise

Verfahrenstechnik und Technische Chemie Das Forum für die Chemie jenseits von Reagenzgläsern und Glaskolben. Hier können Probleme der Reaktionstechnik sowie der thermischen und mechanischen Stoffwandlungs- und Trennprozesse diskutiert werden.

Anzeige

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
Alt 17.04.2018, 20:26   #1   Druckbare Version zeigen
Ra24  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 2
Zweifilmmodell Konzentrationssprung

Hallo zusammen!

Ich habe ein Problem bezüglich des Verständnisses des Zweifilmmodells. Mir will nämlich noch nicht ganz einleuchten wie der Konzentrationssprung in der Phasengrenzfläche zustande kommt.




An der Phasengrenzfläche herrscht ja das thermodynamische Gleichgewicht und somit ist das chemische Potential gleich. Wie kommt es jetzt zustande, dass c1#c2 sein muss? Vielen Dank im Voraus!

Gruß
Ra24




Ra24 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.04.2018, 08:21   #2   Druckbare Version zeigen
cg Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.087
AW: Zweifilmmodell Konzentrationssprung

Im Gleichgewicht ist c1 = c2.

Diffusion findet nur bei Ungleichgewicht statt.
cg ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.04.2018, 10:06   #3   Druckbare Version zeigen
safety  
Mitglied
Beiträge: 1.331
AW: Zweifilmmodell Konzentrationssprung

sie haben Recht, an der Phasengrenze sind die chemischen Potentiale gleich, die Konzentrationen aber nicht. Bei einem Gas-Flüssigsystem wäre der Zusammenhang der beiden Konzentrationen z.B. über Henry-Gesetz berechenbar. Ähnliches für LLE, Membranen oder Feststoffoberflächen findet sich auch.
@cg: Das GGW bezieht sich nur auf die Phasengrenzfläche. Das Konzentrationsprofil ist stationär oder zumindest als quasistationär zu betrachten. Sollte Phasengleichgewicht erreicht werden, wäre c1=c2 keine GGW Bedingung sondern wieder die Gleichheit der chem.Potentiale. Bsp. VLE eines Reinstoffs
safety ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.04.2018, 13:36   #4   Druckbare Version zeigen
cg Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.087
AW: Zweifilmmodell Konzentrationssprung

Es kommt eben darauf an, welche Schichten man betrachtet. Wenn die Schichtdicke gegen Null geht, geht auch das Diffusionspotential gegen Null. Quasi Gleichgewicht zwischen infinitesimal dünnen Schichten. Das hift aber nicht weiter. Entscheidend ist der Gradient über endlich dicke Schichten - die treibende Kraft - letztlich die Summe c1-c2.
cg ist offline   Mit Zitat antworten
Anzeige
Alt 18.04.2018, 13:49   #5   Druckbare Version zeigen
safety  
Mitglied
Beiträge: 1.331
AW: Zweifilmmodell Konzentrationssprung

Wenn bei bestehender Konzentrationsdifferenz c1-c2 die Schichtdicke gegen Null geht, dann geht die Stoffstromdichte gegen unendlich.
safety ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.04.2018, 11:39   #6   Druckbare Version zeigen
cg Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.087
AW: Zweifilmmodell Konzentrationssprung

c1-c2 ist die Gesamtkonzentrationsdifferenz, nicht die einer der gedachten n dünnen Schichten. Da wäre die Konzentrationsdifferenz Delta c=(c1-c2)/n.
cg ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.04.2018, 20:32   #7   Druckbare Version zeigen
safety  
Mitglied
Beiträge: 1.331
AW: Zweifilmmodell Konzentrationssprung

Auch wenn c1=cg1 und c2=cg2, also GGW zwischen den beiden Phasen erreicht würde nicht automatisch c1=c2 gelten, da immer noch die Phasengrenze gleiches chemisches Potetial aber nicht gleiche Konzentration bedingt.

Geändert von safety (20.04.2018 um 20:46 Uhr)
safety ist offline   Mit Zitat antworten
Anzeige


Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen
Ansicht

Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Zweifilmmodell Adam Verfahrenstechnik und Technische Chemie 6 06.04.2004 17:27


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 16:20 Uhr.



Anzeige