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Alt 29.11.2017, 17:41   #1   Druckbare Version zeigen
Spontaner  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 4
Entsorgung PbO/CuSO4

Hallo liebe Chemiker,
ich stehe vor einer wichtigen Frage über die Entsorgung einiger Substanzen.
Unzwar muss ich mir um die Entsorgung von { CuSO_4 } und { PbO } kümmern und brauche da etwas hilfe,da ich mir nicht sicher bin wie ich vorgehen sollte(sind ja relativ Umweltschädigend).
Ich stelle mir vor das ich:
- { CuSO_4 } in { H_2O } auflöse und mit { NaOH } plätchen auf ph=9 bringe.
- Danach mit { Na_2S } zum ungefährlichen { CuS } reagieren lasse.
Nur fehlt mir die Reaktionsgleichung und ich wüsste jetzt nicht wie ich sie aufstellen muss.Muss ich hierbei den { NaOH } Einfluss vernachlässigen oder in die Gleichung mit einberechnen?:
- { Cu^{2+} + SO_4^{2-} + 2Na^{+} + S^{2-}\rightleftharpoons CuS\downarrow + Na_2SO_4 }?
Und was mach ich mit der Lösung um sie zu Entsorgen?

Das nächste wäre das { PbO },wobei ich hier ähnlich angehen würde.Oder gäbe es hier andere Vorschläge um dies zu Entsorgen?

Ich bedanke für die Hilfe und Denkanstöße
Spontaner ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.11.2017, 18:00   #2   Druckbare Version zeigen
Ryan21 Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.948
AW: Entsorgung PbO/CuSO4

Hallo,

in welchem Rahmen soll die Entsorgung stattfinden?
Im Privaten würde ich dir raten die Feststoffe bei einer Schadstoffsammelstelle abzugeben. In der Uni / FH geht das ganze i.d.R. in den Schwermetallabfall.

Wenn du eine Kupfersulfat-Lösung auf pH 9 bringst, fällt die Cu(OH)2 aus. Erwärmst du das ganze, bekommst du CuO.

LG Ryan
Ryan21 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.11.2017, 18:50   #3   Druckbare Version zeigen
imalipusram Männlich
Mitglied
Beiträge: 5.864
AW: Entsorgung PbO/CuSO4

Bevor man selber da irgendwas drauflos ansetzt, sollte man sich besser mit denjenigen absprechen, die das Produkt weiterbehandeln müssen. Wenn beträchtliche Mengen anfallen uU sogar regelmäßig und das Zeugs sauber ist, sollte man sich einen Partner suchen, der den Müll als Rohstoff verwenden kann. Mit etwas Glück spart man sich dann die Entsorgungskosten und der Umwelt evtl. die eine oder ander Tonne in der Sondermülldeponie.

Mit dem Bleioxid würde ich gar nix selber machen, die Gefahr von Vergiftungen, Umweltschäden und Ärger ist mE zu groß.

Aus Kupfersulfat (als Lösung) kann man durch Elektrolyse Kupfer abscheiden und dieses zumindest als Altmetall verkaufen.
Wenn das Kupfersulfat sauber ist, kannst Du es auch an einen Bioweinbauern vertickern, der darf das nämlich auf seine Reben spritzen. Von der Rumpanscherei mit Natronlauge und Schwefelwasserstoff rate ich dringend ab, da treibst Du den Teufel mit dem Beelzebub aus. Daß CuS nun ungefährlicher sei, glaube ich nicht. Das oxidiert Dir außerdem mit der Zeit wieder zu Kupfersulfat.
__________________
I solemnly swear that I'm up to no good!
伍佰 (WuBai - Run run run!) (ein Musikvideo mit dem Bambushaus und dem imalipusram unter den Statisten)
Noch ein nettes Video (nerdy, ein LIHA-Robot)
Und so gehts hier manchmal zu (sowas Ähnliches wie Fronleichnam, hier wird TuDiGong, dem Erdgott, tüchtig eingeheizt!) Oder so (auch ungeeignet für Gefahrstoffphobiker) und so und so.
imalipusram ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 30.11.2017, 16:05   #4   Druckbare Version zeigen
HansC Männlich
Mitglied
Beiträge: 246
AW: Entsorgung PbO/CuSO4

Egal ob als beruflicher Verwender von chem. Stoffen (besonders als ein solcher), oder hilfsweise auch als Privatperson die den Stoff gekauft haben, sollte man sich die in den letzten Jahrzehnt erneuerte Chemikaliengesetzgebung (Reach + CLP + SDB) zunutze machen.

Diese Gesetzgebung bürdete entlang der Lieferkette a) dem inner-EU-lichen Stoff-Hersteller oder b) dem Importeur des Produktes (von außerhalb der EU) Pflichten auf, die den Verwender (downstream-user) von deren Produkten oft -nicht immer- aus der eigenen Haftung für Schäden bringen können.

U.a. in Abschnitt 13 des Sicherheitsdatenblattes (SDB) des Herstellers/ Importeurs, von dem genau das verwendete nun zu entsorgende Material stammt, also nicht ein SDB eines anderen Hersteller der "genau" so etwas oder etwas ähnliches auf den Markt bringt (das ist rechtlich fast wertlos), gibt es Angaben zu Entsorgung.
Die auf jeden fall lesen und nicht "unterschreiten". Das deckt schon `mal einen Teil der Verantwortung bzw. man kann Schadensersatz betrieben wenn diese Angaben deren Ursache sind. (SDB aus dem Internet mit Screenshot kopieren & speichern).

(Auch aus diesen Gründen gibt es Probleme bei Stoffen aus "dubiosen Quellen" oder selbst "modifizierte" Chemikalien.)
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