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Alt 08.08.2012, 20:43   #1   Druckbare Version zeigen
loulou123  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 20
Trinkwasser grüne Ablagerungen im Perlator

Hallo zusammen,

in unseren Perlatoren der Wasserarmaturen finden sich immer wieder grüne Ablagerungen. Niemand kann uns sagen um was es sich da handelt. Wir wohnen in einem Neubau ohne Kupferleitungen. Es soll sich um Rotguss handeln. Das Trinkwasser selbst wurde bereits mehrfach untersucht und es ist unbedenklich. Die grünen Partikel in den Perlatoren wurden jedoch nicht geprüft. Ich habe ein Bild hinzugefügt. Vielleicht kann ja jemand etwas dazu sagen. Weiterhin wollte ich fragen an wen man sich bezüglich einer Untersuchung wenden muss. Wir wohnen in Köln und die Rheinenergie konnte oder wollte diese grünen Partikel nicht prüfen. Muss man sich an ein chemisches Labor wenden?

Viele Grüße!

PS: Ich habe null Ahnung von Chemie und wäre für "einfach verständliche" Antworten mehr als dankbar! :-)
Angehängte Grafiken
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loulou123 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.08.2012, 20:47   #2   Druckbare Version zeigen
loulou123  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 20
AW: Trinkwasser grüne Ablagerungen im Perlator

Keine Ahnung
loulou123 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.08.2012, 20:54   #3   Druckbare Version zeigen
loulou123  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 20
AW: Trinkwasser grüne Ablagerungen im Perlator

Müssten die Ablagerungen dann nicht rötlich sein?

Entschuldige dass ich hier vielleicht "dämliche" Fragen stelle, aber wie bereits erwähnt habe ich keine Ahnung von Chemie und will bloß wissen was diese grünen Dinger sind.
loulou123 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.08.2012, 20:59   #4   Druckbare Version zeigen
Ryan21 Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.948
AW: Trinkwasser grüne Ablagerungen im Perlator

Das dürften Kupfersalze sein, z.B. http://de.wikipedia.org/wiki/Basisches_Kupfercarbonat

LG Ryan
Ryan21 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.08.2012, 21:00   #5   Druckbare Version zeigen
jag Männlich
Mitglied
Beiträge: 17.614
AW: Trinkwasser grüne Ablagerungen im Perlator

Kupfer, dass sich aus dem Metall selber oder seinen Legierungen (Rotguss) herauslöst, bildet in Kontakt mit Wasser und Luft verschiedene Kupferoxid-hydrate und/oder Kupfercarbonate. Die sind alle schon grün-bläulich. Die Farbe auf dem Photo ist schon typisch.

Die ganze Sache ist ungefährlich.

"Rotguss" heißt so, weil das Metallgemisch einen rötlichen Schimmer hat. Das hat mit den möglichen Farben von Reaktionsprodukten der Metalle nichts zu tun. "Grauguss" als Eisensorte ist halt grau und das oxidationsprodukt - Rost - rostrot.

Gruß

jag
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Alt 08.08.2012, 21:04   #6   Druckbare Version zeigen
rettich Männlich
Mitglied
Beiträge: 5.309
Blog-Einträge: 1
AW: Trinkwasser grüne Ablagerungen im Perlator

Bei sog. Rotguss handelt es sich um eine Legierung aus Kupfer, Zinn, Zink und Blei.
Es können bis zu 2% Nickel enthalten sein.
Die Chancen, das die Probe daraus besteht sind gut.
Allerdings werden aus Rotguss m.W. keine Rohre hergestellt sondern Armaturen.
Also auch Perlatoren.
Du solltest mal nachsehen wie das ganze aussieht, wenn der Perlator ab ist.
Das sich Armaturen auflösen habe ich noch nicht erlebt. Aber nichts ist unmöglich.
mfg : rettich
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Alt 08.08.2012, 21:09   #7   Druckbare Version zeigen
loulou123  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 20
AW: Trinkwasser grüne Ablagerungen im Perlator

An den Armaturen ist nichts zu sehen. Wir wundern uns nur, dass das Zeug bis in die Perlatoren kommt. Normalerweise lagert sich sowas doch nur in den Leitungen ab, oder?

Ich sollte noch berichten, dass in unserer Anlage eine Entkalkungsanlage und ein Legionellenfilter integriert sind, die wohl teilweise mit Chemikalien arbeiten. Wir haben die Vermutung, dass diese vielleicht diese Ablagerungen in den Rohren lößt.
loulou123 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.08.2012, 21:11   #8   Druckbare Version zeigen
loulou123  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 20
AW: Trinkwasser grüne Ablagerungen im Perlator

Zitat:
Zitat von jag Beitrag anzeigen
Kupfer, dass sich aus dem Metall selber oder seinen Legierungen (Rotguss) herauslöst, bildet in Kontakt mit Wasser und Luft verschiedene Kupferoxid-hydrate und/oder Kupfercarbonate. Die sind alle schon grün-bläulich. Die Farbe auf dem Photo ist schon typisch. Die ganze Sache ist ungefährlich.
Sagt man nicht, dass Kupfer im Trinkwasser gesundheitsschädlich ist? Vor allem für Säuglinge?
loulou123 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.08.2012, 21:55   #9   Druckbare Version zeigen
pleindespoir Männlich
Mitglied
Beiträge: 5.106
AW: Trinkwasser grüne Ablagerungen im Perlator

Zitat:
Zitat von loulou123 Beitrag anzeigen
[COLOR=black]
dass in unserer Anlage eine Entkalkungsanlage und ein Legionellenfilter integriert sind,
So ist es.

Das "schlimme" bei der Rohrverkalkung ist, dass es irgendwann mal zu geht, wenn nicht regelmässig und genügend Wasser durchfliesst. Besonders häufig an unbewohnten Häusern oder abgestellten Leitungen zu beobachten.

Um diese "Gefahr" zu heilen, werden Entkalkungsanlagen verkauft, die dafür sorgen, dass sich die Kalkschicht nicht mehr anlagern kann und das Rohr somit zur Korrosion freigegeben wird. Lieber ein durchgefressenes Rohr in der Wand, als kein Wasser mehr im Garten, wenn man im Frühling den wegen Frostgefahr abgestellten Aussenwasserhahn wieder nutzen möchte.

Der "gefährliche Lochfrass" (Zitat aus TV-Werbung) wird nicht vom Kalk, sondern den Entkalkern verursacht.
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Schach is voll langweilig:
Immer die gleiche Map und die Charakter kann man auch nicht modden.
pleindespoir ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 08.08.2012, 21:58   #10   Druckbare Version zeigen
Ryan21 Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.948
AW: Trinkwasser grüne Ablagerungen im Perlator

Zitat:
Zitat von loulou123 Beitrag anzeigen
Sagt man nicht, dass Kupfer im Trinkwasser gesundheitsschädlich ist? Vor allem für Säuglinge?
Da hast du Recht. Daher ist in der Trinkwasserverordung auch ein max. Gehalt an Kupfer festgelegt (siehe http://www.dvgw.de/wasser/recht-trinkwasserverordnung/trinkwasserverordnung/anlage-2/). Bei neuen Rohren und Armaturen aus Kupfer(Legierung) kann es jedoch zu Anfang zu erhöhten Werten kommen, bis sich eine Passivschicht an der Cu-Oberfläche gebildet hat.

LG Ryan
Ryan21 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.08.2012, 22:01   #11   Druckbare Version zeigen
rettich Männlich
Mitglied
Beiträge: 5.309
Blog-Einträge: 1
AW: Trinkwasser grüne Ablagerungen im Perlator

Sagt man . Stimmt wohl auch. Z.B. kann man mit Cu prima Moos entfernen.
Wer sagt übrigends, das die Partikel aus den Leitungen kommen und nicht
aus dem sich langsam auflösenden Perlator?
Das mit dem Legionellenfilter würde mich noch interessieren.
Davon habe ich noch nichts gehört.
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rettich ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.08.2012, 22:01   #12   Druckbare Version zeigen
loulou123  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 20
AW: Trinkwasser grüne Ablagerungen im Perlator

Wie lange dauert "zu Anfang"? Das Haus ist jetzt 2,5 Jahre alt. Sollte es da nicht langsam vorbei sein mit den Ablagerungen?
loulou123 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.08.2012, 22:04   #13   Druckbare Version zeigen
loulou123  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 20
AW: Trinkwasser grüne Ablagerungen im Perlator

Die Perlatoren sind ebenfalls 2,5 Jahre alt und sehen noch einwandfrei aus. Keine Spur von Auflösungserscheinungen.
loulou123 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.08.2012, 22:19   #14   Druckbare Version zeigen
jag Männlich
Mitglied
Beiträge: 17.614
AW: Trinkwasser grüne Ablagerungen im Perlator

Je nach Trinkwasserzusammensetzung sollte sich jetzt überall eine Passivierungsschicht abgelagert haben, so dass nichts schief gehen kann.

Kupfer ist vor allem für Bakterien und einfache Pfanzen sehr schädlich, deshalb ist Kupfer auch als "umweltgefährlich" eingestuft.

Gruß

jag
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jag ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.08.2012, 22:25   #15   Druckbare Version zeigen
loulou123  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 20
AW: Trinkwasser grüne Ablagerungen im Perlator

In den Rohren kann es sich ja absetzen. Aber warum ist es immer und immer wieder in den Perlatoren? Kann es sich durch die chemischen Zusätze in der Entkalkungsanlage oder dem Legionellenfilter vielleicht wieder von den Rohren lösen? Alle ähnlichen Probleme die im www geschildert werden eziehen sich entweder auf alte Häuser oder auf vorherige Wasserrohrbrüche. Beides ist bei uns nicht der Fall... Wir sind echt ratlos. Wem kann man die Dinger mal zur Untersuchung geben. Gibt es da spezielle Labore?
loulou123 ist offline   Mit Zitat antworten
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