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Alt 12.02.2003, 13:34   #3   Druckbare Version zeigen
Tiefflieger Männlich
Moderator
Beiträge: 5.445
MAK, TRK, BAT
Nach der TRGS900:
Technische Richtkonzentration (TRK): TRK ist die Konzentration eines Stoffes in der Luft am Arbeitsplatz, die nach dem Stand der Technik erreicht werden kann (§3 Abs.7 GefStoffV).

Es ist somit ein technischer Wert, welcher darstellt, auf welchen Wert man eine Belastung durch entsprechende technische Maßnahmen (z.B. Filter) reduzieren kann. In der Regel werden TRK Werte für KMR (krebserzeugend, mutagene, reproduktionstoxische) Substanzen erstellt, da man hier davon ausgeht, daß es keine Schwelle gibt, ab welcher eine Schädigung eintreten kann.

Maximale Arbeitsplatzkonzentration (MAK): MAK ist die Konzentration eines Stoffes in der Luft am Arbeitsplatz, bei der im allgemeinen die Gesundheit der Arbeitnehmer nicht beeinträchtigt wird (§3 Abs.5 GefStoffV )

Dies ist also ein wissenschaftlicher Wert, welcher in der Regel die technische Realisierbarkeit nicht berücksichtigt. Der MAK wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erarbeitet und dann dem Ausschuß für Gefahrstoffe (AGS) vorgeschlagen und nach Akzeptanz in der TRGS 900 veröffentlicht. Es handelt sich hierbei um einen Luftgrenzwert.
Luftgrenzwerte sind Schichtmittelwerte bei in der Regel täglich achtstündiger Exposition und bei Einhaltung einer durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 40 Stunden (in Vierschichtbetrieben 42 Stunden je Woche im Durchschnitt von vier aufeinanderfolgenden Wochen). Im Einzelfall sind vom AGS technisch begründet andere Bezugszeiten (z.B. ein Jahr) festgelegt worden.
Expositionsspitzen während einer Schicht werden entsprechend mit Kurzzeitwerten beurteilt.

Nach TRGS 903:
Biologischer Arbeitsplatztoleranzwert (BAT) ist die Konzentration eines Stoffes oder seines Umwandlungsproduktes im Körper oder die dadurch ausgelöste Abweichung eines biologischen Indikators von seiner Norm, bei der im allgemeinen die Gesundheit der Arbeitnehmer nicht beeinträchtigt wird (§3 Abs.6 GefStoffV).
BAT-Werte sind als Höchstwerte für gesunde Einzelpersonen konzipiert. Sie werden unter Berücksichtigung der Wirkungscharakteristika der Stoffe in der Regel für Blut und/oder Urin aufgestellt. Maßgebend sind dabei arbeitsmedizinisch-toxikologisch fundierte Kriterien des Gesundheitsschutzes. BAT-Werte gelten in der Regel für eine Belastung mit Einzelstoffen.

Für alle diese Grenzwerte gilt, daß sie nur für eine Einzelsubstanz aufgestellt wurden und somit Wechselwirkungen bei der Einwirkung von 2 oder mehreren Stoffen nicht berücksichtigt sind. Weiterhin ist zu beachten, daß es nur für einen Bruchteil der eingesetzten Stoffe überhaupt einen Grenzwert gibt.
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Vernünftig ist, dass die politischen Spitzen, wenn sie miteinander sprechen, darüber sprechen, wie mit der Sache umzugehen ist, wie ernst Vorwürfe zu nehmen sind und wie man damit umgeht, Vorwürfe zu besprechen, zu klären, zu verifizieren oder aus der Welt zu schaffen. (2013 Regierungssprecher Seibert)
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