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Alt 22.12.2002, 03:11   #8   Druckbare Version zeigen
KillerGurke Männlich
Mitglied
Beiträge: 65
Sorry, ich muß diesen Thread gar mal wiederbeleben
Ich bin da ganz deiner Meinung! Ich habe jetzt zum Wintersemester angefangen, Chemie zu studieren, und mir macht das Praktikum zum Beispiel wirklich Spaß. Klar, irhendwann wird ein simpler Cl-Nachweis mir AgNO3 schon mal langweilig, aber ich bin schlichtweh begeistert, endlich selbst mit irgendwas hantieren zu dürfen (die gelben Finger hatte ich übrigens auch schon ). In unserer Grundvorlesung werden zwar wirklich recht viele Experimente gezeigt, aber es ist eben doch immernoch was anderes, soetwas selbst zu machen. Ich meine jetzt hier garnichtmal extrem giftige Sache, daß man beispielsweise Studenten nicht gerne an Blausäure schnüffeln lässt, finde ich ok, aber es geht um ganz banale Dinge: Spätestens seit der 8. Klasse weiß ich, daß man Natrium mit dem Messer schneiden kann, aber selbst gemacht hab ichs trotzdem noch nicht.... Sicherlich ist soetwas nicht in dem Sinne wichtig, daß es notwendige Kenntnisse vermittelt, aber es wäre einfach interessant und in meinen Augen unheimlich motivierend. Als unser Assisten sein Labor aufräumte, kamen zu Beispiel kleine Schnappdeckelgläschen zum Vorschein, die viele Elemente enthielten, die ich noch nie in echt gesehen habe, z.B. Bor, Zirconium, Rhenium und vieles andere. Ich habe beim Betrachten dieser Gläschen sicherlich nichts großartiges gelernt, aber ich empfand das trotzdem als wichtig und vor allem interessant. Da zeigt sich halt einfach wieder die typische menschliche Neugier und sein Verlangen, alles in die Hand zu nehmen (oder zumindest mal mit eigenen Augen zu sehen). Finde ich gut, daß noch jemand so denkt. Ich hoffe mal, daß ich im Laufe meines Studiums tatsächlich noch mit vielen Stoffen zu tun bekomme (und das nicht in Papierform).....

mfg

KillerGurke
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