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Alt 16.12.2002, 01:54   #1   Druckbare Version zeigen
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Frage Zinn schmelzen

Habe kürzlich eine Flasche "Zinn Pulver rein" erworben - es handelte sich um ein original verschlossenes Gebinde (Merck 1 kg). Die Flasche hat schon einige Jährchen auf dem Buckel. Das enthaltene Zinnpulver ist hellgrau, ich würde es eher als Staub bezeichnen. Es läßt sich leicht entzünden und verglüht an der Luft völlig zu SnO2. Es reagiert auch mit konz. Salzsäure (das Pulver klumpt dabei allerdings zusammen), anschließend lassen sich Zinn(II)-Ionen als braunes Zinn(II)-sulfid nachweisen. Allerdings gelingt es nicht, das Pulver z.B. im RG zu schmelzen, welches ja mit reinen Zinngranalien anstandslos funktioniert. Habe in Erfahrung bringen können, daß man Zinnpulver nur einschmelzen kann, wenn man es portionsweise in bereits geschmolzenes Zinn einträgt. Warum ist das so? Liegt es allein an der tetragonalen Struktur des beta-Zinns (müßte dann ja für Indiumpulver auch zutreffen) oder liegt womöglich schon alpha-Zinn (mit Diamantstruktur)vor? Eine jahrelange kühle Lagerung (< 13 °C) kann ja nicht ausgeschlossen werden. Die Dichten beider Sn-Modifikationen unterscheiden sich ja enorm - kann man das alpha-Zinn eher als nichtmetallische oder halbmetallische Modifikation einstufen? Andererseits sollten beim (auch tws.) Vorhandensein von alpha-Zinn auch Zinn(IV)-Ionen als gelbes Zinn(IV)-sulfid (Fällung mit Ammoniumsulfidlösg.) nachweisbar sein - habe gelesen, dass alpha-Sn bei der Reaktion mit nichtoxidierenden Säuren eher in die Oxidationsstufe +4 übergeht.
Vielen Dank für Eure Antworten.
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