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Alt 25.09.2002, 05:05   #4   Druckbare Version zeigen
laborchemikus Männlich
Mitglied
Beiträge: 93
Ist schon richtig, eine Blindprobe und eine Leerprobe meinen das selbe. In der Medizin wird oft ein Präparat an Tieren oder Menschen getestet und ihnen dazu verabreicht. Z. B. ein Beruhigungsmittel in Tablettenform. Bei den Probanden wird es in der Regel auch einige geben, denen zwar die gleichen Tabletten verabreicht werden, diese beinhalten aber nicht den zu prüfenden Wirkstoff. (Solche Scheinmedikamente werden Placebo genannt.) Wenn nun bei den Wirkstoff enthaltenden Tabletten eine Beruhigung oder sonstige Wirkung eintritt, wird man nachschauen, ob vielleicht auch die Probanden mit dem Placebo die selbe Wirkung zeigen. (Das ist die Blind- oder Leerprobe) Zeigen die Placebo-Probanden keine Wirkung, kann man davon ausgehen, das die erzielte Wirkung bei der anderen Gruppe auf den Wirkstoff zurückzuführen ist. Zeigen sich aber auch bei den Placebo-Probanden eine Wirkung, dann ist die erzielte Wirkung kaum auf den Wirkstoff abzustellen. Hier spricht man dann auch vom Placebo-Effekt. Für unser Beruhigungsmittel kann dies einfach darüber eintreten, daß die Probanden z. B. auf Grund einer erhöhten sozialen Zuwendung (sie bekommen ja jetzt vermeintlich ein Medikament) eine positive Wirkung zeigen.

Der Blindversuch ist somit immer ein wichtiges Instrument, einen Versuchsaufbau / eine Versuchsanordnung etc. zu kontrollieren.
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Rechtschreibung war noch nie mein Ding. Egal ob alt oder neu.
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