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Thema: Diaphragma
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Alt 09.08.2002, 12:38   #2   Druckbare Version zeigen
Tomboy Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.555
Mit einer Membran (normalerweiese Biomembran denke ich) kannst du wesentlich genauer bestimmen, für welche Ionen das Ganze durchlässig sein soll.
Beispiel: Chloralkalielektrolyse nach Diaphragma- bzw. Membranverfahren.
Die gebilden Hydroxidionen sollen nicht zu der Elekrode gelangen, an der Chlor entsteht, da sich OCl--Ionen bilden, was logischerweise nicht gewollt ist, denn man will ja Natronlaugee und Chlor erhalten. Auf der anderen Seite sollen aber auch die Natriumionen dorthin fließen können, wo die Hydroxidionen gebildet werden (Ladungsausgleich).
Beim Diaphragmaverfahren setzt man dazu zwischen beide Elektrolysezellen ein Diaphragma, dass durchlässig für die Natriumionen, aber auch für die Hydroxidionen ist. Um zu verhindern, dass Hydroxidionen in die andere Zelle wandern, wird eine bestimmte Fließgeschwindigkeit gewählt, bei der die Ionen etwa genauso schnell in die eine Richtung diffundieren, wie sie in die andere Richtung abgetrieben werden.
Beim Membranverfahren wird das Diaphragma durch eine ionenselektive Biomembran ersetzt, die durchlässig ist für Natriumionen, nicht aber für Hydroxidionen.
Das Problem bei den Biomembranen liegt darin, dass sie nicht so leicht herzustellen und entsprechend teurer sind und außerdem weniger lange haltbar sind und somit öfter ausgewechselt werden müssen.
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"Wer nichts als Chemie versteht, versteht auch die nicht recht." (Georg Christoph Lichtenberg)
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