Anzeige


Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 02.08.2002, 22:39   #4   Druckbare Version zeigen
Gluecki  
Mitglied
Beiträge: 69
Aus meinen Erinnerungen an diverse Vorlesungen kombiniert:

Zwischen a) den Elektroden oder b) der Elektrode und dem Schmelzgut entsteht bei Einschalten des Stromes ein sehr steiler Ladungsgradient. Das Dielektrikum zwischen den "Polen" ist Luft und wird bei genügend hoher Potentialdifferenz von einem Funken oder Lichtbogen durchschlagen. Bei Wechselstrom passiert das mit der anliegenden Netzfrequenz, so daß man bei genügend hoher Frequenz quasi einen kontinuierlichen Lichtbogen hat.
Der Lichtbogen selbst ist eine Zone im Plasmazustand, sprich ionisiertes Gas. Da hier sehr große Ströme fließen, finden enorm viele Wechselwirkungen (Stöße) zwischen bewegten Ladungsträgern und "ihnen im Wege stehenden" Atomen/Molekülen statt. Die bei den Stößen übertragenen Energien werden in Form von Licht bzw. Wärmestrahlung an die Umgebung abgegeben (Anregung von Elektronen auf höhere Energieniveaus und entsprechende Rücksprünge).
Wird der Lichtbogen zwischen 2 oder 3 Elektroden gezündet, biegt er sich U-förmig durch und ragt in das Schmelzgut hinein.

--- to be corrected carefully if incorrect in details ---
Gluecki ist offline   Mit Zitat antworten
 


Anzeige