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Alt 29.06.2007, 17:40   #2   Druckbare Version zeigen
NilsM Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.285
AW: Überlegungen zum Orbitalmodell

Zitat:
Nebenquantenzahl definiert die Umlaufbahn genauer, sie beschreibt en Drehimpuls. (bitte erklären)

Magnetquantenzahl - Verhalten im magnetischen Feld?? KEINE Ahnung

Spinquantenzahl gibt an ob sich das e links oder rechts rum dreht.
Mal ganz einfach gesagt, definiert die Nebenquantenzahl l die "Form" des Orbitals, also s-Orbital = Kugelförmig, p-Orbital = hantelförmig, etc.
Die Magnetquantenzahl gibt an, wie z.B. die 3 energiegleichen p-Orbitale sich verändern, wenn man ein Magnetfeld anlegt.
Die Spinquantenzahl gibt den Spin des Elektrons, an. Es gibt keine klassische Übersetzung zur Spinquantenzahl - das Elektron dreht sich nicht nach links oder rechts - das zu verstehen ist ziemlich kompliziert.
Zitat:
Alle Elektronen haben immer das Bedürnis den energieärmsten Zustand einzunehmen. (energieprinzip)
Sagen wir so, man kann Elektronen anregen und abregen - Aussagen wie "immer den energieärmsten Zustand einnehmen" sind immer problematisch - der Energieärmste Zustand wäre sicherlich gar keine Ladungstrennung, aber dann gäbe es kein Atom mehr
Zitat:
n der Stelle mal eine Frage: Das Linienspektrum(inkl. Elektronenübergänge) welches ich vorliegen habe setzt n (Schalen) an einem gewissen Punkt gleich unendlich. Also demnach gibt es unendlich viele Schalen.
Das würde heissen dass auch das Linienspektrum unendlich ist(mal abgesehen von sichtbaren/unsichtbaren Linien), es also unendlich viele Energiezustände/Elektronenübergänge für das Elektron gibt
Korrekt?
Andererseits kann es doch nicht unendlich viele Schalen geben, der Atomradius ist doch begrenzt? Und je weiter sich das Elektron entfernt...irgendwann verlässt es doch die Anziehungskraft vom Kern?
Exakt - Stichwort Ionisierungsenergie
Zitat:
Demnach kann man die genaue Position und den Impuls eines Elektrons entgegen Bohrs Atommodell nicht vorhersagen, da jede messung einen Eingriff darstellt der die beiden Werte verändert.
Man kann Ort und Impuls eines Elektrons nicht genau ermitteltn. Das hängt nicht unbedingt mit der Messung zusammen, sondern eher mit dem mathematischen Ansatz der Wellenfunktion.
Das Elektron wird durch deine Wellenfunktion {\Psi} beschrieben , ähnlich wie eine Wasserwelle.
Die sagt erstmal nix aus. Das Quadrat der Wellenfunktion gibt nach der Born-Interpretation die Wahrscheinlichkeit an das Elektron am Ort x zu finden. Man muss also die Wellenfunktion so "ummodeln" das man ein scharfes Maximum bekommt - das geht nur durch Überlagerung von vielen Wellenfunktion, die alle dasselbe Elektron beschreiben. Durch diese vielfache Überlagerung kristallisiert sich ein scharfes Maximum heraus, nur man verliert die scharfe Angabe des Impulses, der für jede einzelne der vielen Wellenfunktion unterschiedlich ist. Klingt kompliziert - ist es auch
Zitat:
Ein s-orbital kann also max. 2e aufnehmen, das kann man auch anhand der Elektronenkoniguration im Periodensystem beobachten.
Aber ein p-orbital kann nach dem PSE bis zu 6 Elektronen aufnehmen. Wie ist das möglich?
Man sieht auch bei diesen kästchenmodellen bei dem p-orbital drei Kästchen, wobei ein Kästchen ein orbital ist.

Oder ist das so gemeint dass wenn im PSE steht p^6
Dass man dann 6 durch 2 teilt und dann davon ausgeht dass 3 p-orbitale vorliegen?

Muss ich mir die Atomhülle so vorstellen dass da jede Menge verschiedene Orbitale rumschwirren??
Das finde ich bisher noch sehr verwirrend.

Wäre dankbar für eine begreifliche Erklärung.
Es gibt 3 p-Orbitale - eines in x-Richtung, eines in y-Richtung und eines in z-Richtung - deshalb sagt man auch gerne px, py, pz-Orbitale. In jedes "passen" 2 Elektronen = 6.

Etwas allgemeiner: Orbitale schwirren nicht herum und sind auch keine Luftballons in die Elektronen reinpassen - das wird einem in der Schule (und der Organischen Chemie *gg*) gerne so vermittelt. Das was du unter "Orbitalen" kennst, sind diese veschiedenen Formen, Kugelförmig bei s-Orbitalen, Hantelförmig bei p-Orbitalen - das sind nur die Räume in den sich das Elektron mit einer hohen Wahrscheinlich (>90%) aufhält. Das Orbital an sich ist die Wellenfunktion eines Elektrons, die aber keine direkte Aussage erlaubt.

Das Thema ist wie du merkst, ziemlich kompliziert und eigentlich wird es erst richtig verständlich, wenn man die Mathematik dahinter versteht.
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