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Alt 23.06.2007, 01:28   #12   Druckbare Version zeigen
ARGOSpp Männlich
Mitglied
Beiträge: 84
AW: Wie bekomme ich die Flecken weg??

Lieber Tsunami91,

Halt! - Warte!, ─ Bitte noch nicht gleich ein neues Tor kaufen.
Es geht vielleicht doch noch etwas günstiger, und mit weniger Spot!
Wenn ich alles recht verstanden habe und Deine Diagnose stimmt,
gäbe es da schon noch eine Möglichkeit, wenigstens nach mir.

Das Rezept stammt noch aus der Zeit, als wir den “Flüssigen Hochspannungs-Transistor“ erfinden wollten (Lang ist’s her!), aber ich muß suchen, und versuchen, ob ich das ganze Rezept wiederfinden, oder zusammensetzen kann.

Nein!, das tönt höchstens etwas verrückt, ist es aber ganz und gar nicht!
Das Prinzip beruht darauf, daß Du die Oxidschicht des Aluminiums, wenn es den einigermaßen rein ist, neu wachsen läßt, ja das geht und ist an und für sich sehr leicht zu bewerkstelligen!
Wenn Du dann anschließend die alte Oxidschicht vorsichtig und fein abschleifst, dürfte man nicht mehr viel vom Schaden erkennen.

Die Oxidschicht wächst ja an der Grenzfläche zwischen Metall und seinem Oxid und somit gibt die momentane Grenzfläche vor, wie das Oxid zu wachsen hat, und deshalb entsteht unter der nun defekten Oxidschicht an und für sich eine neue, intakte nach, ─ ja wenn, wenn Du nicht mit Königswasser dahinter wärst.
Du hast nämlich mit den Chlorid-Ionen dem Aluminium äußerst stark zugesetzt, und nun müssen wir versuchen, ob wir es schaffen, möglichst alle von diesen Störenfrieden wegzubekommen, sonst fängt das Ganze immer wieder von vorne an.

Du siehst, Du mußt Dein Geld wohl schon noch ein Bißchen verdienen, so wir denn überhaupt Erfolg haben werden, doch mit etwas Geduld sollte es schon gehen.

Die Chlorid-Ionen zerstören nämlich den inneren Aufbau der Oxidschicht, solange sie nicht genügend, oder/und genügend weit entfernt werden, und damit oxidiert das Aluminium immer weiter, nicht ganz so unaufhaltsam wie nach der Einwirkung von Quecksilber wo der Vorgang derartig heftig ist, daß man sogar vom sogenannten “Blumen“ redet (Wunderschön weiß!).

Das Verfahren ist der “Elko“-Herstellung abgeguckt.
Zuerst müßtest Du Dir mal ein paar kleine Aluminium-Plätchen besorgen, und zwar zum Üben, sowie um die Formierlösung so gut es geht von Rest-Chlorid zu reinigen.
Dann übst Du mal mit der Formierlösung, welche zur Hauptsache aus Borsäure/Salzen besteht, das genaue Rezept fehlt mir noch, und einer Batterie, wohl doch eher einer regelbaren Spannungsquelle, die Du Dir ausleihst, einige Plättchen zu formieren.
Dabei startest Du mit niedriger Formierspannung, und merkst dann sehr bald, daß Du mit allmählichem Steigern der Spannung die Schicht nicht nur wachsen lassen, sondern auch ihre Enddicke festlegen kannst. Aber bitte nicht zu ungeduldig, damit wieder eine schöne Oxidschicht entsteht.

Wenn Du das ganze im Griff hast, formst Du mit Plastilin (Ich hoffe er enthält nicht zu viele Chlorid-Ionen!) einen erhöhten Ring um die Schadstelle(n) und startest.
Dabei kann es von Vorteil sein, wenn Du, besonders am Anfang bereits vom alten Oxid abträgst, und damit bereits so viel Chlorid wie möglich entfernst.

Das Ganze mag im ersten Augenblick sich etwas kompliziert anhören, ist aber im Grunde sehr einfach.
Laß es Dir vorher ein paar Mal durch den Kopf gehen, und dann geh mit Bedacht daran Dein Geld doch noch zu verdienen, denn die Materialien sind ja äußerst billig.
Vielleicht erhältst Du auch neuere Formierungs-Rezepte bei den "Elko"-Herstellern, es wäre es wert, nachzufragen.

Ich wünsch Dir mal viel Glück, bereits für den Bastelstart!
(Vielleicht berichtest Du mir ja mal, ob Du Erfolg gehabt hast, oder wo’s klemmt.)

Viel Glück! ARGOS++
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Formulas, in its best sense, ARE ONLY Recipes for “A Picture”, —
If you DON’T catch “The Picture”, you are lost, - for ever! (A++)

There is ONLY one correct Formula for the “Hydrogen”: —
The Atom/Molecule ITSSELF! (Dr. R. Mory 1968)

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