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Alt 22.06.2007, 19:04   #3   Druckbare Version zeigen
Auwi Männlich
Mitglied
Beiträge: 9.766
AW: Grundlagen Komplexchemie

Wie das mit dem SO2 ist,kannst Du in jedem besseren Chemiebuch finden. Ein O ist mit einer Doppelbindung gebunden, das zweite benutzt ein ganzes Elektronenpaar des Schwefels mit diesem gemeinsam. Da das aber "ungerecht" wäre,kann dieser Dreierkomplex die Elektronen auch genau andersherum anordnen. Für den wahren "Zwischenzustand" haben wir keine eindeutige Schreibweise,(manchmal versucht man es mit "gestrichelten halben Elektronenpaaren") man nennt die beiden möglichen Anordnungen Grenzstrukturen und bezeichnet den Sachverhalt als Mesomerie.(Mesomeriestabilisierung)
Jetzt zum Fe++, es besitzt die Elektronenkonfiguration 3d6 wenn es jetzt einen Komplex z.B. mit 6 CN- eingeht, so packt es seine 6 Elektronen in drei der 3d Orbitale, weil bei der "Hybridisierung"
(früher auch Bastardisierung) der noch freien zwei 3d Orbitale mit dem fast energiegleichen 4s und den drei 4d Orbitale und deren Besetzung durch die Elektronenpaare des CN- insgesamt ein energieärmerer Zustand erreicht wird. (d2sp3-Hybrid) = oktaedrische Anordnung
Das funktioniert sogar beim Fe+++. Nur ist dann das eine 3d Orbital des Eisens nur einfach besetzt. Trotzdem ist der Endzustand energiegünstiger.
Feststellen lassen sich diese Zustände z.B. durch Messung der para- bzw diamagnetischen Eigenschaften.
Sogar beim Ni++,bei welchem nur ein 3d Orbital freigemacht werden kann ist durch die Hybridisierung des 3d Orbitals mit dem 4s und zwei der drei 4p Orbitale eine stabile dsp2Hybridstruktur möglich, mit der quadratischen Koordinationszahl 4
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