Anzeige


Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 19.06.2007, 18:05   #13   Druckbare Version zeigen
zarathustra Männlich
Moderator
Beiträge: 11.540
AW: hilfe für arbeit

Zitat:
Zitat von rai69 Beitrag anzeigen
Partialladungen werden mit einem kleinen Sigma, welches als oberen Index das entsprechende Vorzeichen trägt, gekennzeichnet.
Was Du meinst ist ein kleines Delta.

Atome können die Elektronenpaare einer Bindung unterschiedlich stark zu sich ziehen, dies bezeichnet man als Elektrogegativität (EN). Ein besonders elektronegatives Element zieht die Elektronen stärker zu sich, als ein anderes. Die EN-Werte kannst Du z.B. hier aus dem Periodensystem entnehmen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Elektronegativit%C3%A4t

Du siehst beispielsweise, dass Fluor die höchste EN hat und meinetwegen die EN von Wasserstoff deutlich niedriger ist. Das bedeutet für das Molekül HF, dass das F-Atom die Bindungselektronen stark zu sich hinüber zieht. Daher ist das F-Atom in dieser Verbindung etwas negativ geladen, das H-Atom etwas positiv. Und genau das entspricht dem Begriff "Partialladung", das H-Atom ist partiell positiv (delta+) und das F-Atom partiell negativ geladen (delta-).

Für Dein Ammoniak-Beispiel schauste auch mal ins Periodensystem:
H hat eine EN von 2,10,
N eine EN von 3,04.

Folglich kann das N-Atom die Bindungselektronen etwas mehr zu sich ziehen und wird dadurch partiell negativ geladen, während die drei H-Atome partiell positiv geladen sind. Soweit nachvollziehbar?

Gruß,
Zarathustra
__________________
Ich habe zwar auch keine Lösung, aber ich bewundere das Problem!
zarathustra ist offline   Mit Zitat antworten
 


Anzeige