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Alt 02.05.2007, 15:42   #6   Druckbare Version zeigen
liederwieorkane Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 38
AW: Abitur: mündliche Prüfung in Chemie

Ich gehe jetzt erstmal auf baltics Post ein, weil ich den Eindruck habe, das erstmal begreifen zu müssen, um ehemaliges Mitglieds Ausführungen zu verstehen.
Denn die Gefahr, dass eure Bemühungen bei einem Grundkursschüler nur teilweise fruchten, ist ja recht groß (nebenbei wirken sich solche Unterhaltungen angesichts meines bescheidenen Wissensstandes und der Tiefe dieses (nur) speziellen Themas aus dem Gesamtbereich Chemie negativ auf meinen einstigen Bestrebungen aus, Chemie zu studieren).

Ich glaube verstanden zu haben, dass es dem System ein "Anliegen" ist, die Potentialdifferenz zu reduzieren und das System immer mehr einem Zustand zuzuführen, der einem Gleichgewicht entspricht (Potentialdifferenz gleich null).
Der eigentliche Motor (Potentialdifferenz) der galvanischen Zelle sollte also im weiteren verlauf immer "schwächer" werden?!

baltic, jetzt hast du gesagt, dass LeChatelier nur bei Gleichgewichtssituationen greift. Jedoch spricht mein Schulbuch (Schroedel) von einem "elektrochemischen Gleichgewicht", dass sich an den beiden Elektroden einstellt. Mir erschien das auch sinnig, weil die Lösungstension des Metalles (kann man hier von einem chemischen Potential reden?) dem elektrischen Potential gegenübersteht und sich so ein Gleichgewicht, eine Art "Kompromiss" einstellt. Entweder sind nun das Buch und ich auf dem Holzweg und es handelt sich an den Elektroden eben nicht um Gleichgewichte oder aber diese Gleichgewichte sind den Kräften im Zusammenhang mit dem Gesamtsystem (Potentialdifferenz) untergeordnet?!

Ferner bereitet mir m.E. auch die Trennung zwischen den Begriffen "chemisches Potential" und "Redoxpotential" (s. Spannungsreihe) noch Probleme...
Nach meinem bisherigen Verständnis sind die Redoxpotentiale Ausdruck der Lösungstension eines Stoffes, bei Metallen also ein Indikator dafür, wie edel/unedel es ist.
Hier bin ich mir nun auch nicht ganz sicher, was die genauere Interpretation dieser Begriffe betrifft.
Würde sich jedes Metall in einer Lösungirgendwannauflösen, wonach das Redoxpotential also ein Maß für das Tempo dieses Ablaufes wäre?
Oder aber gibt dieses Redoxpotential quantitativ Aufschluss darüber, "wieviel" eines Metalles sich auflöst? Daher rührte auch meine Frage (s.oben), ob die Masse der Elektrode von Belang sei.

Nun die Brücke zum chemischen Potantial:
Ein chemisches Potenzial ist ein anderer Begriff für ein Konzentrationsgefälle. Der Begriff "chemisches Potenzial" betont vor allem, dass ein solches Konzentrationsgefälle in der Lage ist, chemische Arbeit zu leisten.
Ausgehend von diesm Zitat: Besitzt solche ein chemisches Potential ein "Gleichgewicht" (bei dem die linke Seite stärker als die rechte ist) oder ist es stets bemüht, die Kräfte auf der linken und rechten Seite anzugleichen?
Wenn ich dich, baltic, richtig verstanden habe, ändern sich die chemischen Potentiale während dem Betrieb der galvanischen Zelle. Bedeutet das auch, dass die Redoxpotentiale sich verändern? Denn mein Verständnis war eigentlich, dass ein Redoxpotential (natürlich abhängig von der konzentration der Ionen im Elektrolyt) konstant ist.
Wenn nach deiner Aussage "jeder Stoff ein chemisches Potential bstitzt", bin fast schon geneigt zu glauben, dass chemisches Potential und Redoxpotential hier identisch sind.
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