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Alt 15.04.2007, 18:24   #4   Druckbare Version zeigen
Joern87 Männlich
Mitglied
Beiträge: 7.390
AW: titrationskurve

Worin genau bestehen da die Probleme?

Ich versuch dir mal, das zu erklären.

Zuerst wird so lange titriert, bis die erste Säuregruppe (hier: Carboxylgruppe) aller Säuremoleküle deprotoniert ist. Dann ist der erste Äquivalenzpunkt erreicht.

Die vorliegende Säure aus dem Beispiel ist in der ersten Protolysestufe eine mittelstarke Säure. Die Protolyse unterliegt einem Gleichgewicht: H2X + HOH <--> HX- + H3O+

Das heißt, auch die Rückreaktion findet in einem relativ großen Rahmen statt. Liegt eine schwache Säure mit ihrem korresp. Anion vor, so erhält man einen Puffer, der mit der HH-Gleichung berechnet werden kann.

Das selbige gilt auch für die 2. Protolysestufe, nur dass diese schwächer ist als die Erste.
Ist die zweite Carboxylgruppe komplett deprotoniert, so ist der 2. Äquivalenzpunkt erreicht und die Titration abgeschlossen.

Soweit zu den Äquivalenzpunkten. Bisher verstanden? Hilft dir das ein wenig weiter?
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mfg Jörn
Chemiker haben für alles eine Lösung!

Was macht Salz, wenn es pleite ist? Es geht in-Solvenz

Geändert von Joern87 (15.04.2007 um 18:30 Uhr)
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