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Alt 17.06.2002, 10:25   #7   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
Der gute alte Roempp :

Zitat:
Celluloid

(Zelluloid, Zellhorn). Das thermoplast. C., der älteste Kunststoff, wurde ca. 1869 von J. W. Hyatt (1837–1920) als Elfenbeinersatz für die Herst. von Billardkugeln entwickelt. C., der Name ist abgeleitet von Cellulose u. ...oid, ist eine Mischung aus ca. 25–30 Gew.-% Campher u. 70–75 Gew.-% Cellulosenitrat, u. zwar Cellulosedinitrat (N-Gehalt: ca. 10,5–11%). C. hat eine hornartig zähe u. feste Konsistenz u. ist mit einem Erweichungstemp.-Bereich von ca. 80–90°C sehr leicht verform- u. verarbeitbar. Seine elast. Eigenschaften lassen sich durch Zusatz von Weichmachern verbessern. Das im Reinzustand transparente C. ist beliebig einfärbbar. Seine Nachteile, die verantwortlich sind für seinen Produktionsrückgang von global ca. 40 000 t im Jahre 1929 auf z. B. 5000 t im Jahre 1973, sind seine leichte Entzünd- u. Brennbarkeit. Ein Substitutionsprodukt für C. ist eine Mischung aus sek. Celluloseacetat u. Campher, die nicht brennbar ist, wenn sie überwiegend Phosphorsäureester als Weichmacher enthält.

Verw.: C. hat heute noch Bedeutung als Kunststoff für die Herst. von Kämmen, Bürsten sowie anderen Toilettenartikel, Brillengestelle, Zeichen- u. Meßgeräte, Tischtennisbälle u. Druckklischees.
Lit.: Kirk-Othmer 4, 677 ï Ullmann (3.) 5, 141–156; (4.) 9, 179–183 ï Winnacker-Küchler (3.) 5, 22 f.


E celluloid
F celluloïd
I celluloide
S celuloide
Z 3912 20


Quelle: Römpp Lexikon Chemie – Version 2.0, Stuttgart/New York: Georg Thieme Verlag 1999
Das im Reinzustand transparente C. ist beliebig einfärbbar.

Also : Soll ich mich nach genauerem erkundigen?
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