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Alt 27.03.2007, 22:11   #6   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.863
AW: Komplexeigenschaften von Hauptgruppenmetalle (STabilität Cyano und Amminkomplexe)

Zitat:
Zitat von Arsin Beitrag anzeigen
Ja, daran dachte ich auch schon, aber die sache ist ja die, dass Aluminium, welches jetzt nicht wie die D-block elemente d-orbitale haben, die an koordinativen bingen sich beteiligen können, trotzdem z.b. einen [AlF6]3- - Komplex bilden.
Wie erkläre ich mir also das dann?
Al3+ und F- sind beides äusserst harte Ionen, die Stabilität des Hexafluorokomplexes und die starken Akzeptoreigenschaften des Aluminiums sind afaik vor allem elektrostatischer Natur.
Zitat:
€dit: oder z.b. Sr, Rb, Tl, oder die schwereren Homologen. Diese haben z.b. D-orbitale.
ABer wieso können sie trotzdem keine Ammin- oder cyanokomplexe bilden? Hängt das mit der Ladungsdichte, oder mit dem Säurebaseverhalten nach Pearson zusammen?
Diese Hauptgruppenelemente haben natürlich auch d-Orbitale, aber sie sind entweder ganz gefüllt und liegen energetisch viel zu tief und die nächsten freien d-Orbitale liegen energetisch zu hoch. Ich sehe das Ausbleiben solcher Komplexe als eine Fehlanpassung der d-Orbitalenergie an die Energie der Ligandenorbitale.
Zitat:
Ich mein, Aquakomplexe könne sie doch auch bilden.
Ja schon, aber über deren Stabilität ist nichts gewusst (bzw kann ich nichts in Erfahrung bringen). Diese Komplexe könnten äusserst instabil sein, werden aber infolge des grossen Ligandenüberschusses dennoch gebildet (Verschiebung des Gleichgewichtes). Ich nehme doch mal an, dass z.B. Natriumionen in flüssigem Ammoniak auch irgendwie von Ammoniakmolekülen koordiniert sind, ganz einfach weil nichts anderes da ist.

lg
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"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)
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