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Alt 19.03.2007, 13:09   #5   Druckbare Version zeigen
Godwael Männlich
Moderator
Beiträge: 12.173
Blog-Einträge: 12
AW: Nasse Verfahren zur Zinkherstellung

Zitat:
Ich meine, dass die Überspannung vor allem daraus resultiert, dass der Energiezustand des Produkts ( z.B. Wasserstoff) die Kathode in einer energiereicheren Form verlässt, als es dem "Gleichgewichtswasserstoff" entspricht. Der die Elektrode verlassende Wasserstoff hat noch den Charakter von "status naszendi" , d.h. einen höheren Anteil an angeregten Molekülen und atomarem Wasserstoff als der "Gleichgewichtswasserstoff".
Das klingt plausibel. Allerdings stellen sich mir da zwei Fragen: Zum einen, weshalb und inwiefern es vom Elektrodenmaterial abhängig ist, wieviel Hnasc entsteht, und zweitens ob man den entstehenden Hnasc dann nicht irgendwie für sekundäre Reaktionen "abgreifen" und so evtl. direkt nachweisen könnte. Ich habe jedenfalls nie davon gehört, dass man naszierenden Wasserstoff für derartige Reaktionen elektrochemisch erzeugt (kann aber auch einfach ne Wissenslücke von mir sein. Elektrochemie ist nicht grad meine Paradedisziplin).

Zitat:
Analoges gilt für den Ausgangszustand : Die Konzentrationen der zu entladenen Ionen sind an den Elektroden kleiner als im übrigen Elektrolyten. Das chemische Potenzial der Ionen dem entsprechend kleiner und die für die Zersetzungsreaktion erforderliche Spannung demzufolge größer.
Der Effekt ist ja bekannt, aber da dieser Prozess nun überhaupt nicht vom Elektrodenmaterial abhängig ist, denke ich nicht, dass man ihn als Erklärung für die Überspannung heranziehen kann...
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Gruß,
Fischer


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