Anzeige


Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 18.03.2007, 23:00   #2   Druckbare Version zeigen
Auwi Männlich
Mitglied
Beiträge: 9.766
AW: Examensaufgaben Vergleich Trimethylbor /-aluminium

Will versuchen Deine Fragen zu beantworten, auch wenn es ohne Zeichenmöglichkeit etwas schwierig ist.
1. In allen metallorganischen Verbindungen liegt das Metall nicht wie in den meisten anorganischen (salzartigen) Verbindungen, wo es in Ionenform vorliegt, in kovalenter Bindung vor, die naturgemäß polarisiert ist.
Also sowohl im Li-Methyl als auch im Li-n-Butyl liegt es in "Atombindung" vor. Als elektronegativerer Partner dieser Bindung ist am C eine negative Partialladung, am Li eine positive. Allen metalloranischen Verbindungen ist gemeinsam, daß sie feuchtigkeitsempfindlich und z.T. auch sauerstoffempfindlich sind eventuell geht diese Empfindlichkeit bis zur spontanen Entzündung (z.B. Al-triButyl)
Wenn ich mich noch richtig erinnere,so ist das Li Atom im Li-Methyl und n-Butyl "mit seiner 2s2 Elektronenstruktur hier relativ "zufrieden" d.h stabil.
2. Beim Trimethyl Bor und Trimethyl Aluminium könnten beide Metallatome formal aber nur eine 6-er Elektronenschale erreichen.
Ihre Struktur stellt man sich deshalb dimer vor und zwar analog zur normalen sp2-hybrid Bindung (Doppelbindung) etwa so, daß an jedem Al Atom zwei CH3 Gruppen ein planares Gebilde ( wie H2C=CH2 (Ethen) bilden, und daß die beiden B oder Al Atome über das p-Orbital mit den beiden Elektronen der beiden restlichen Methylgruppen "mesomer" versorgt werden. Das bedeutet, daß sich in diesem Zustand je drei Atome ein Elektronenpaar teilen. Diese Methylgruppen stehen also oberhalb und unterhalb der restlichen planaren Molekülstruktur. Dabei stellt die Dimerisierung nur den Anfang einer weitergehenden Polymerisierung dar.
3. Al und Jodmethan reagieren miteinander wahrscheinlich zu einer "Grignardähnlichen" Verbindung, aber genaueres ist mir nicht mehr geläufig.
Auwi ist offline   Mit Zitat antworten
 


Anzeige