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Alt 16.03.2007, 12:48   #5   Druckbare Version zeigen
Auwi Männlich
Mitglied
Beiträge: 9.766
AW: Experimentelle Bestimmung des Kaliumpermanganatverbrauchs in Gewässern

Ich gehe jetzt mal davon aus,daß Du alle Fragen "richtig" beantworten konntest,daß also deine Lösungen die folgenden Konzentrationen haben:
c(KMnO4) = 0,002 mol/l
c(Oxalsäure) = 0,005 mol/l
Oxalsäure und Kaliumpermanganat reagieren in Gegenwart von Schwefelsäure wie folgt miteinander:
2 KMnO4 + 5 H2C2O4 + 3 H2SO4 -> 2 MnSO4 + K2SO4 + 10 CO2 + 8 H2O
Jetzt erkennst du auch,weshalb Schwefelsäure notwendig war.
Wichtig ist dabei das Verhältnis von 2 mol Permanganat zu 5 mol Oxalsäure. Da die Konzentrationen der beiden Lösungen auch genau in diesem Verhältnis stehen, reagiert 1 ml der Permanganatlösung auch gerade mit 1 ml der Oxalsäurelösung.
Der nächste Schritt der Auswertung ist nun einfach:
Von 100 ml Wasserprobe wurde an Permanganatlösung verbraucht:
Die 10 ml der ersten Zugabe + die ml der Titration (in diesem Fall also 11,6 ml) - 15 ml der Oxalsäure = 10+11,6-15 = 6,6 ml
Auf 1 Liter bezogen wären das dann 66 ml Permanganatlösung gewesen. Daraus kannst du über Dreisatz oder Proportionen oder noch einfacher über die Definitionen die Masse des von einem Liter Gewässer verbrauchten Kaliumpermanganates ausrechnen z.B.
Masse = Konzentration x Verbrauch x Molmasse(KMnO4)
1 Liter Gewässer verbraucht also: 0,002 mol/l {\cdot}66 ml {\cdot } 158 g/mol = 20,86 mg (die Enheiten kürzen sich gerade zu mg)
Also ist der Kaliumpermanganatverbrauch der Probe = 20,86 mg/l

Ich hoffe,ich habe Dir helfen können. Du siehst aber auch,daß man in den Naturwissenschaften ALLE Angaben machen muß, sonst ist ein Versuch oder ein Experiment nicht nachvollziehbar und die Aussage ist wertlos. Mit freundl. Gruß, Auwi
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