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Alt 07.03.2007, 19:37   #5   Druckbare Version zeigen
Auwi Männlich
Mitglied
Beiträge: 9.766
AW: Ablesen der pks Werte in einer Titrationskurve

Richtig. Wenn der erste Äquvalenzpunkt bei deinen 15 ml liegt,dann liest du den PKs Wert auf der pH Skala zu dem Kurvenpunkt bei 7,5 ml ab.
Wenn es sich um eine z.B. dreiprotonige Säure handelt, und schon der 2.Äquivalenzpunkt kaum, geschweige denn ein dritter, richtig zu sehen ist, dann kannst du trotzdem pKs Werte für die folgenden Dissoziationsstufen angeben, wenn deine Titrationskurve nur weit genug gemessen wurde.
Denn wenn der erste Äquivalenzpunkt bei 15 ml liegt,dann muß der 2.genau bei 30 ml und der 3. bei 45 ml liegen, denn die Molmenge in der Probe hat sich ja nicht verändert.
Der 2. pKs Wert liegt dann bei 22,5 ml und der dritte bei 30 ml.
Ist doch logisch,oder? (aber Lehrer sagen einem oft nicht,wie einfach manches ist)
Zur anderen Frage kann man folgendes sagen: pKs Werte und Ks Werte sind stoffspezifische Konstanten, sie gehören ähnlich wie Dichte, Molmasse, Schmelzpunkt usw zur Datensammlung eines Stoffes. Wie man sie bestimmen kann, ist einfach. Wenn du die obigen Titrationskurven noch mal anschaust, dann liegen sie dort,wo gleiche Molare Mengen von Säure und Salz der Säure vorliegen, denn es ist ja gerade die halbe Säuremenge neutralisiert worden.
Die Fragestellung ist deshalb meistens umgekehrt und lautet in etwa so: Berechnen sie den pH-Wert einer Lösung, die dieses und jenes enthält.
Das macht man über das chemische Gleichgewicht. Wenn HA z.B. die Säure ist, dann dissoziiert sie in Wasser gemäß
HA + H2O <-> H3O+ + A- oder einfacher ohne Wasser: HA <-> H+ + A-
Das zugehörige MWG lautet dann: c(A-)*c(H+)/c(HA) = Ks [ c(H+) = c(H3O+) ]
dabei gilt der Zusammenhang: pKs = 10-Ks und umgekehrt: Ks = -lg(pKs)
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