Anzeige


Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 03.03.2007, 19:40   #5   Druckbare Version zeigen
Auwi Männlich
Mitglied
Beiträge: 9.766
AW: Silberoxid-Zink Batterie

Das Blech des +Pol (Anode) der Batterie ist innen mit Silberoxid Ag2O beschichtet, der -Pol mit mit Zinkpulver. Die Beschichtungen sind zu festen Plättchen zusammengepreßt oder gesintert, damit das Pulver nicht abfallen kann. Zwischen den Pulvern ist der Elektrolyt (Kalilauge), damit sie nicht "schwabbert" ist sie entweder angedickt oder aufgesaugt in z.B. dickem Filtrierpapier. Das ganze ist mit einer Kunststoffdichtung ringsherum so abgedichtet,daß sich die beiden Abdeckbleche der Pole nicht berühren können.
"Triebkraft" des Stroms ist das Bestreben des unedlen Metalls Zink zwei Elektronen abzugeben,um in seinen stabilsten Zustand zu kommen,nämlich Zinkion zu werden.
Zn -> Zn++ + 2e-
Am anderen Pol ist das Silber "zwangsverheiratet" mit Sauerstoff. In der Verbindung liegt es als positives Ion vor,möchte aber als edles Metall lieber zu metallischem Silber werden, wozu es Elektronen benötigt.
2 Ag+ + 2e--> 2 Ag
Da Elektronen nur durch Metalle fließen können, müssen die Elektroden warten,bis sie über einen Verbraucher die Möglichkeit bekommen, die Elektronen vom Zink zu den Silberionen fließen zu lassen.
Damit das Ganze auch funktioniert,müssen die ehemaligen Partner der Silberionen, die O---Ionen die Möglichkeit haben, zu ihrem neuen Partner,den Zn++-Ionen zu gelangen. Diese Funktion übernimmt der flüssige Elektrolyt mit seinem Wasseranteil.
Es fließen also Elektronen im äußeren Stromkreis vom Minuspol zum Pluspol der Batterie, im inneren der Batterie wird der Stromkreis durch die wandernden O---Ionen geschlossen.
Wenn alles Zink oder alles Silberoxid aufgebraucht ist, kann kein Strom mehr fließen. Da der chemische Vorgang nicht umkehrbar ist,kann man eine solche Batterie nicht wieder aufladen.
Auwi ist offline   Mit Zitat antworten
 


Anzeige