Anzeige


Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 13.02.2007, 17:05   #9   Druckbare Version zeigen
Cyrion Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.847
AW: Löslichkeit von Hexadecanol in Benzin und Wasser?

Ich glaube der Versuch ist etwas schwieriger, als der Lehrer sich das vorstellt.

Als erstes brauchst Du eine vernünfitge Vorstellung, was eine Lösung ist: Man hat (mindestens) eine flüssige Komponente, die einzelne Teilchen einer anderen Komponente umschließt. Wenn man zwei flüssige Komponenten hat, die sich vollständig miteinander mischen, sind die Teilchen einfach ganz wild untereinander verteilt. Hierbei spricht man meist von der Komponente von der mehr vorhanden ist als Lösungsmittel.
Die von Deinem Lehrer erwähnten Zwischenräume entstehen erst dadurch, dass die gelösten teilchen drin sind - wären sie nicht da, gäbs auch keine Zwischenräume.


Warum sich Hexanol in Benzin löst, haben wir ja schon rausgefunden. Meiner Abschätzung nach dürfte sich Benzin eventuell sogar besser in Wasser lösen als Hexanol, obwohl ei Alkohol eine polare Gruppe hat. Aber Hexanol ist so langkettig, dass das im Vergleich zum Benzin schon einiges ausmacht. (Kleinere Moleküle lösen sich besser ineinander, als große). Ich weiß nicht, welche Kenntnis Dein Lehrer zu diesem Sachverhalt hat.

Als nächstes habt Ihr die Brühe zu Wasser gegeben. Was passiert ist: ein super kleiner Teil des Wassers löst sich in der Benzin/Hexanol-Mischung und ein super kleines Bisschen Hexaol und Benzin lösen sich im Wasser. Natürlich vermsichen sich die Phasen beim zusammenschütten etwas, aber sie trennen sich mit der Zeit wieder auf.

Als nächstes gebt Ihr Propanol drauf. (Wenn Du Propanol auf ein Gemisch von Wasser und Benzin gibst, dann wirst Du feststellen, dass sich mehr Propanol im Benzin löst, als im Wasser.) Es wird sich also ein Teil des Propanols im Wasser und ein Teil im Benzin/Hexanol-Gemisch lösen. Die Brühe wird hierbei trüb, trennt sich dann aber wieder in zwei Phasen auf.
Cyrion ist offline   Mit Zitat antworten
 


Anzeige