Anzeige


Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 20.01.2007, 19:00   #5   Druckbare Version zeigen
zarathustra Männlich
Moderator
Beiträge: 11.540
AW: Schwermetalle in Flüssen und Seen

Ganz grob kann mal wohl sagen, dass Schweremetalle gelöst Form vorliegen müssen, um aufgenommen zu werden. Wenn sie fest an Partikel gebunden vorliegen, können sie schwer von Lebewesen aufgenommen bzw. in diesen gespeichert werden.

Wenn Du weiter ins Detail gehst, wird es aber schwieriger:
Der Großteil der Schwermetalle ist in Gewässern zwar an Schwebstoffe gebunden, aber es gibt ja Filtrierer (z.B. Muscheln), die stetig Partikel aus dem Wasser aufnehmen und damit bspw. auch Schwermetalle akkumulieren. Über die Filtrierer können die Schwermetalle dann in die Nahrungskette kommen.
Was dann in den einzelnen Tieren passiert, kann ich Dir nicht sagen, aber es ist durchaus denkbar, dass die zunächst gebundenen Schwermetalle mobilisiert werden und damit toxisch wirken.

Übrigens können einige Schwermetalle sowohl in ionischer Form, als auch in Form von organischen Verbindungen (z.B. Tributylzinn) auftreten. Schwermetall-Ionen können nicht ohne weiteres in Zellen gelangen, sondern nur durch bestimmte Transportproteine, das hängt dann von den Lebewesen hab. Organische Schwermetallverbindungen hingegen sind lipophil, können leicht Zellmembranen passieren und auch im Fettgewebe angereichert werden.

Ein bisschen was zum Lesen:
http://atlas.umwelt.hessen.de/servlet/Frame/atlas/wasser/of_wasser/sm_txt.htm
http://home.icbm.uni-oldenburg.de/~aqua/veranstaltungen/Reader-Texte/Warnsignale_SM_RD.pdf

Ich habe den Eindruck, dass Deine Modellierung extrem aufwändig wird, wenn Du das unterschiedliche Verhalten der einzelnen Schwermetalle und die unterschiedlichen Lebewesen miteinbeziehen willst...

Gruß,
Zara
__________________
Ich habe zwar auch keine Lösung, aber ich bewundere das Problem!
zarathustra ist offline   Mit Zitat antworten
 


Anzeige