Anzeige


Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 21.05.2002, 12:34   #4   Druckbare Version zeigen
crazy_budgie weiblich 
Mitglied
Beiträge: 471
Hallo!

Also, Chemieman hat ja das meiste schon beantwortet, aber da Du leicht verständliche Antworten wolltest, versuch ich mal, sie noch mal anders zu formulieren, falls Dir <font class="serif">&Pi;</font> -System und solche Dinge nichts sagen, weiß ja nicht,in welcher Klasse Du bist...

(1) In "normalen" Molekülen, wie man sie in den ersten paar Jahren in der Schule macht, z. B. Alkane oder so, gibt es nur lokalisierte Elektronenpaare, die an ihrer Stelle fest gebunden sind und auch da bleiben. In diesem Fall spricht man im spdf-Orbitalmodell von <font class="serif">&sigma;</font> -Bindungen.
Es gibt aber auch andere Moleküle, bei denen es nicht nur solche Bindungen gibt. Bestes Beispiel ist der Benzolring, fall Du den kennst. Er besteht aus 6 C-Atomen, die ringförmig angeordnet sind, und an jedem C-Atom hängt noch ein Wasserstoff. Wenn Du mal die Strukturformel aufzeichnest, stellst Du fest, dass dannn noch genau so viele Elektronen übrig sind, dass man aus jeder zweiten Bindung eine Doppelbindung machen kann, um alle aufzubrauchen (also immer abwechselnd Doppel- und Einfachbindung).
Wenn dies so wäre, würde es sich auch um lokalisierte Elektronenpaare handeln.
Nun hat man aber verschiedene Experimente durchgeführt, bei denen komischerweise rauskam, dass es nicht so sein kann; ein Beispiel:

wenn man die H-Atome an zwei benachbarten C-Atomen durch Brom substituiert, müssten eigentlich zwei isomere Moleküle entstehen, eins, bei dem zwischen den beiden Brom-C-Atomen eine Einfachbindung ist, und eins mit einer Doppelbindung. Tatsächlich entsteht aber nur ein einziges Molekül, es sind also alle Elektronen gleichermaßen gebunden.
(Falls Du noch mehr Beispiel willst, melde Dich einfach noch mal, sonst wird das hier viel zu ausführlich!)
Zumindest konnte man aus den Ergebnissen schließen, dass Benzol nicht Cyclohexatrien sein kann. Deshalb ist man zu dem Schluss gekommen, dass sich die Elektronen, die normalerweise die Doppelbindungen bilden würden, gleichmäßig auf alle 6 C-Atome verteilen und zufällig gerade an irgendeiner solcher Stelle aufhalten, aber ständig woanders. Deshalb spricht man von delokalisierten Elektronen, sie bleiben nicht auf einem Platz. Diese Elektronen sind dann die von CM angesprochenen Pi-Elektronen, die das Pi-System bilden, hat auch mit dem spdf-Modell und Hybridisierung und so zu tun, weiß nicht, ob Dir das was sagt, geht aber auch ohne.

(2) Puh, jetzt ist die frage, ob salzartiger Stoff und Salz das gleiche ist! Also, ein Salz ist eine Ionenverbindung, ensteht bei der Reaktion von Metall und Nichtmetall. Wenn salzartige Verbindung jetzt was anderes sein soll, dann wahrscheinlich eine Verbindung, die wie ein Kristallgitter aufgebaut ist, also z. B. ein Metall, bin mir jetzt aber nicht sicher, was jetzt gemeint ist!

(3) hat CM schon beantwortet, kenne keine andere Definition

(4) z.B. Kupfer(-II)-sulfat-Pentahydrat: CuSO4 * 5 H2 O

Pro Sulfat-Ion sind fünf Moleküle Wasser eingelagert, die das Ion umgeben (ist ja klar, die nichtbindenden Elektronenpaare des Wassers werden ja z.B. von der positiven Ladung des Cu-Ions angezogen).

Moleküle, in denen solches Kristallwasser eingelagert ist, nennt man Hydrate, man kann sie aber durch Erhitzen auch kristallwasserfrei kriegen, das Wasser ist also nicht in der Verbindung mit drin.

(5) Elektronengas heißt, dass im Metall die Rümpfe gitterartig neben- bzw. untereinander angeordnet sind und sich die Außenelektronen irgendwo dazwischen rumbewegen. Deshalb liegt der Rumpf vor, wenn grad alle Außenelektronen eines Atoms woanders sind und das Atom selbst liegt vor, wenn sich die Elektronen halt grad beim Rumpf aufhalten, sich also wieder zum Atom ergänzen.

(6) Kristalline Stoffe hab ich ja eigentlich oben schon erklärt, wegen der kristallgitterartigen Struktur, die zwiscehnrumschwirrenden Elektronen halten die Rümpfe so fest aneinander, dass das Metall bei Zimmertemperatur fest ist (Ausnahme Quecksilber!).
guter Wärmeleiter: dadurch, dass die Rümpfe direkt nebeneinanderliegen, können sich die Stöße und somit die Wärmeenergie (Reibung!) schnell von einem Rumpf zum nächsten weitergeben.
gute Elektrizitätsleiter: sind ja so viele frei bewegliche Elektronen vorhanden, die im elektrischen Feld wandern können!

So, hoffentlich kannst Du damit was anfangen!

MfG CB
crazy_budgie ist offline   Mit Zitat antworten
 


Anzeige