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Thema: Polarität
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Alt 01.12.2006, 13:46   #2   Druckbare Version zeigen
Cyrion Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.843
AW: Polarität

Der Versuch hat einen entscheidenden Fehler: Es fehlt ein langkettiges Alkan. Das ist unpolar und ausreichend lang, damit sich sowas wie Ethanol nicht drin löst.

Entscheidend für das Löslichkeitsverhalten ist in erster Linie die Polarität der Moleküle. Bei größeren Molekülen ist es die Polarität innerhalb der einzelnen Regionen. (Die Frage ist: kann sich Wasser anlagern oder will es das nicht, weil es keine polare Umgebung findet.)

Polare Moleküle umgeben sich gerne mit polaren Molekülen. Es gibt keine klare Unterscheidung zwischen polar und unpolar - die Grenze ist fließend. Wasser ist sehr polar. Alkane sind unpolar. Tetrachlorkohlenstoff ist auch unolar. Chloroform übrigens nicht. Das macht die Verwendung dieses Stoffes in den oben beschriebenen Versuchen nicht gerade hilfreich. Ethanol ist schon relativ polar. Die Zucker kannst Du Dir ja mal selber anschauen und dann grob einschätzen, wo sie liegen.

"Gleiches löst sich in Gleichem" gilt für Polarität: unpolare Stofe lösen sich in unpolaren Lösungsmitteln, polare in polaren.

Ein weiterer Effekt, der sich auf die Löslichkeit in geringerem Maße auswirkt, ist die Molekülgröße: je kleiner, desto besser mischt sich ein Stoff grundsätzlich mit anderen. Wasser würde ich hier mal etwas außen vorlassen, denn es läßt sich in der Molekülgröße mit einem O- und zwei H-Atomen nur unzureichend beschreiben. Aufgrund der Wasserstoffbrückenbindungen erscheint es "größer" (was den Effekt der Löslichkeit aufgrund der Molekülgröße betrifft).
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