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Alt 23.11.2006, 17:49   #6   Druckbare Version zeigen
DocFloc  
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Themenersteller
Beiträge: 9
AW: Neutralisationsprodukte

Eine perfekte Lösung strebe ich nicht an. Eine legitime und realisierbare Lösung reicht vollkommen.

a) die derzeitigen Vorschriften für SDB´s (TRGS 220) fordert die Angabe der Gefahrstoffe, nebst Gefahrstoffkennzeichnung und R Sätzen.
=> Festlegung auf die erzeugten Stoffe in einer Zubereitung nebst zugehörigem Risiko

b) die REACH Verordnung verlangt die Registrierung der hergestellten und in Verkehr gebrachten Stoffe > 1 to/a (unabhängig von der Gefährlichkeit!) mit nachfolgenden Identitätsbeweisen und Gefährlichkeitsprüfungen

Das mit dem „einfachen Aufzählen“ aufzählen kann -im Sinne der TRGS 220- nur für unreaktive Edukte richtig sein.
(=> Summe der anteiligen Einzelgefahren = Summe der Gesamtgefahr der Zubereitung => Ergebnis im Sinne des Erfinders „wie gefährlich ist die Zubreitung“).
Da sich auch die Gefährlichkeit einer Zubereitung mit dem pH-Wert ändern kann, dürfen die Edukte den pH-Wert nicht verschieben (meine Definition, steht m.E. nirgendwo). Sonst sind sie reaktiv (zumindest mit Wasser).

Nimmt man Säuren oder Laugen => der pH-Wert ändert sich, je nach Stärke oder Konzentration => im Äquivalenzpunkt (z.B. pH-Wertsprung) hat man theoretisch nur das Salz. Verdampft man das Wasser, sollte man ein Salz erhalten. Klappt bestimmt prima, wenn man sich in der Anorganik tummelt (Kristalle fallen, wahrscheinlich schick und einheitlich).

Hat man keinen Äquivalenzpunkt (pH-Wertsprung) hat man dann ein Salzpaar vorliegen?

Nimmt man hingegen die Anion-Tenside (technische Ware), dann wird man in der Regel eine schicke Verteilung von verschiedenen Kettenlängen bzw. Verzweigungsgraden haben. Diese als „Salz“ (Mono-, Di-, Triethanolamin bzw. Na/K etc. vom Wasser befreit ergeben meist einen viskosen, wasserlöslichen Brei. Zum Auftrennen dieser Salze (also der „trockenen Ionenpaare“) kenne ich keine Methode.

Bleibt der Nachweis der einzelnen Ionensorten nach Extraktion/Isolierung gefolgt von einem theoretischen Pussselspiel (Raten; ohne praktischem Nachweis) des Salzes.

Frage:
Nach welchen Algorithmen darf man legitim die Salze (Bildungswahrscheinlichkeiten) raten?

Für die REACH VO wird raten nicht reichen, da echte Messergebnisse der Stoffe gefragt sein werden.
=> erst richtig (legitim!) raten, dann einzeln synthetisieren, dann einzeln vermessen, dann Konkurs anmelden?
Analogieschlüsse der Gefahrstoffkennzeichnung sind nicht erlaubt,
Tragfähige (= anerkannte) Daten sind nicht publiziert ( http://ecb.jrc.it/esis/index.php?PGM=ein )

=> Grauzone mit Entscheidungen nach gesundem Menschenverstand = verantwortbar im Sinne der Gefährlichkeit aber ≠ legitim?

=> bleibt an der Hochschule oder stellt nur Produkte her die es schon gibt und die gut beschrieben sind oder verkauft nur Produkte mit einer irren Mengen und hohen Margen, die die Prüfkosten rechtfertigen und auch noch gebraucht werden! Ist doch Ziel und Realität eines eines Chemiestudiums (oder?).

Oder Ihr werdet EU-Politiker. Ihr erzeugt dann nur heiße Luft im Dienste des Wohls der Bürger. Hauptsache es gibt noch Steuerzahler, die das angenehme Leben finanzieren.

In diesem Sinne, vieleicht hat ja noch jemand kluge Ideen zu den (einfachen) Fragen. Die Hoffnung stirbt zuletzt...

Gruss DocFloc


Auch ganz nett:
www.aktion-einspruch.de
http://www.vsi-schmierstoffe.de/Aktuell/REACh/Reach.htm
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