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Alt 22.11.2006, 23:47   #34   Druckbare Version zeigen
Siglinde weiblich 
Mitglied
Beiträge: 678
AW: Chemisches aus Fight Club

Zitat:
Zitat von DrDeath Beitrag anzeigen
Naja, lustigerweise machen sich verdünnte Säuren in der Regel eher bemerkbar als konzentrierter (meiner Erfahrung nach).

Unzweifelhaft ist jedoch, daß Laugen tatsächlich deutlich schneller und gemeinere Verätzungen auf der Haut verursachen können als Säuren. Ich wußte auch mal, wieso - aber man wird alt...
Säuren verursachen vorwiegend oberflächliche Schäden. Deshalb fallen die Heilungschancen für diese Verletzungen günstiger aus. Die in der Schleimhautoberfläche befindlichen Eiweißstoffe (Proteine) werden durch die Säure irreversibel geschädigt. Die nicht mehr rückgängig zu machende Schädigung von Proteinen wird als Denaturierung bezeichnet. Das Gewebe stirbt daraufhin ab. Diese Denaturierung mit folgendem Gewebstod wird auch als Koagulationsnekrose bezeichnet. Da hauptsächlich nur die oberen Gewebsschichten betroffen sind, bleibt auch nach dem Absterben noch eine gewisse Gewebestruktur erkennbar.


Laugen schädigen tiefe Gewebeschichten
Laugen wirken bis in tiefer gelegene Gewebsschichten schädigend. Die Gewebszellen sterben daraufhin ab und werden von der Lauge zusätzlich verflüssigt. Es bilden sich weißliche, breiige Ansammlungen von abgestorbenem Gewebe. Eine Struktur ist hier, im Gegensatz zur Säureverätzung, nicht mehr erkennbar. Wegen der Verflüssigung der Zellen spricht man auch von einer Kolliquationsnekrose. In leichter Form hat der ein oder andere dieses Phänomen wahrscheinlich auch schon an sich selber bei Experimenten im Chemieunterricht beobachten können. Berühren nur kleine Spritzer von Lauge die Haut, wird sie an diesen Stellen regelrecht "glitschig".

PS: zitiert habe ich aus einer Seite des www!
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lg
Siglinde

Glaubst du schon es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her!
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