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Alt 03.11.2006, 17:48   #1   Druckbare Version zeigen
DocFloc  
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Glühbirne Neutralisationsprodukte

Hallo Kollegen,
bin von UNI und Datenbanken getrennt und kämpfe mit den Auswirkungen der REACH Verordung.

Man nehme Natronlauge und Salzsäure, gebe dies in Wasser und erhält beim passenden pH-Wert eine Kochsalzlösung.
Wenn ich diese verkaufe, dann bin ich Hersteller des Produktes NaCl (in einer wässrigen Lösung).

Man nehme ein Fettsäure und neutralisiere diese mit Kalilauge so ca. auf pH 8 und erhält z.B. Fatty acid, potassium salt (z.B.) mit CAS und EINECS-Nr. und allem tralla.
Wenn ich das Eine mit dem Anderen in einer wässrigen Lösung titriere gibt es einen Sprung in der Titrationskurve.
Ich verkaufe zwar eine (mehr oder weniger) dissoziierte Seife in Wasser, bin aber vor dem Gesetz Hersteller einer Seife (mit CAS und EINECS Nr. der Seife). Nach meinem dafürhalten habe ich dann eine wässrige Lösung von x % Kaliseife in Wasser.
=> ich bin Hersteller und verkaufe Seife.

Nehme ich z.B. Borsäure (daher Anorganik-Forum) und gebe diese zusammen mit 2-Aminoethanol (Monoethanolamin) in Wasser. Halt im passenden Molverhältnis, dann stellt sich mir die (teure) Preisfrage:
Verkaufe ich eine wässrige Lösung mit Borsäure und Monoetholamin (Ich bin Händler der gelösten Rohstoffe Borsäure und Monoethanolamin)
oder
ich habe das Produkt : Borsäure, Verbindung mit 2-Aminoethanol, CAS: 68425-67-2, EINECS: 270367-1
hergestellt!

Lieferant A sagt: Die Borsäure ist so schwach, man findet keine engen Ionenpaare etc. in der Lösung
=> Zubereitung mit MEA und Borsäure, keine Lösung des MEA-Salzes.

Frage:
Wer kennt eine eindeutige, (ggf. juristisch) anerkannte Lösung zur Sache an sich (MEA-Salz bzw. Gemisch MEA und Borsäure in Wasser?
bzw.
Zur prinzipiellen Frage:
Wenn ich ein wässriges Gemisch von mehr oder weniger starken (organischen/anorganischen) Säuren und Laugen bei einem pH-Wert von ca. 7-9 habe, wie entscheide ich über die stoffliche Zusammensetzung der Lösung (Substanzen und Massenprozent) z.B. als Grundlage für Gemischangaben in einem Sicherheitsdatanblattprogramm etc.
Bildungswahrscheinlichkeiten, theoretische Säure-/Laugenstärke, Dissoziazionskonstante (nicht immer Verfügbar), Vergleich der Titrationskurven der einzelnen Säure/Laugepaare
(großer pH-Sprung => Starkes Salz => Salz liegt vor in Wasser;
kleiner Sprung => Salz liegt vor,
bei "Wettbewerb" der Ionen bildet sich zuerst das starke Salz, dann das schwache Salz...; kein pH-Sprung => kein Salz liegt vor, obwohl das Salz im EINECS gelistet ist?

Welche analytische Methode ist zur Problemkärung geeignet? und ist bezahlbar?

Sucht man mit Google im Internet, dann habe ich keine gefunden der, das Produkt verkauft, bzw. weitere sachdienliche Infos zum Produkt/ zum Problem hat.

=> ZU H I L F E

Ein verzweifelter Organochemiker im Felde mit Zubereitungen aus Wasser, Tenside, Aminen, anorganische Salzen etc.
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