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Alt 31.10.2006, 18:32   #26   Druckbare Version zeigen
rudimarion  
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Themenersteller
Beiträge: 16
AW: Nachweis von Brandbeschleunigern

Ich habe das Buch "Crime Scene to Court" The Essentials of Forensic Science (Second Edition) bekommen,
Chapter 8 - Fire Investigation von Dr.Roger Ide, ist leider nicht das was ich gehoft habe, sondern nur allgemein.
Schade, war nicht ganz billig 30£.

Mod Godwael

herzlichen Dank für die Mühe - ja, ich bin einverstanden, dass man selektiv sucht, insbesondere wenn man mit einem Herrn Dr. A. zu tun hat und
ihn vor Gericht erlebt hat. Was er kann, kann keiner - er hat sogar quantitativ berechnet und erklärt es wurden 10 ± 50% l Spiritus verkippt, eher nach oben.

Hier muss festgestellet werden: im Brandschutt findet man Reste nach dem Brand. Da niemand sagen kann ob 90% oder 99% oder 99,9% oder 99,99% verbrannt sind,
kann auch nicht zurückgerechnet werden wie groß ist die Menge vor dem Brand. Das hat er erst bei der Gerichtsverhandlung eingestanden.

Durch den Brand sind die Fenster geplatzt sowohl im OG als auch im EG der große zu der Terrasse. Eingangstür war offen.
Im OG ist durch Doppelfenster im Schlafzimmer und im EG durch sehr großen Terrassen Fenster eine große Öffnung entstanden, wo Rauchgase leichter
austretten konnten, so hat sich der Rauchdurchzug eingestellt. Im OG aus dem Krankenzimmer zum Schlafzimmer und im EG vom Eingang zur Terrasse hin.

Im EG ist nur 1/3 bzw. 1/4 der Alkoholmenge (Wein < Desinfektionsmittel) vorhanden wie im OG. Während des Brandes bewegen sich die Moleküle
(die den Brandtod nicht sterben) mit der Rauchgasströmung und so werden sie auch verteilt.
Ich bin mir sicher, hätten sie die Proben oben auf den Schränken genommen, hätten sie auch Spuren gefunden (obwohl kein Brandstifter Brandbeschleuniger
auf die Schränke in über 2 m Höhe auskippen würde).

Im WC (EG) war kein Brand und da hat man ja auch eine Flasche halbvoll mit Spiritus (grün) vorgefunden.







Verteilung im OG ist anderes als im EG aus Brandentstehung.
BGH rügt die nichtberücksichtigte Meinung der 3 Brandsachverständiger der Verteidigung.
Der Brand ist im OG Krankenzimmer entstanden, zuerst als Glimm-/ Schwellbrand, da zu wenig Sauerstoff.
Der Rauch kam aus dem Krankenzimmer unter der Tür.
Es haben sich unverbrannte Rauchgase im Bereich des Treppenhauses (vor dem Schlafzimmer - da auch die Spuren) angesammelt.
Erst als die Tür des Krankenzimmers aufgemacht wurde, konnte sich das Feuer im Zimmer entfachen (zu dem Zeitpunkt sind noch die Fenster ganz)
und aus dem Krankenzimmer kam es zu Flashover/Backdraft - da stand alles in Flammen und gingen Scheiben zu Bruch.

Beim Brand entstehen Unmengen von Rauchgasen z.B.
aus 10 kg Papier ca. 10.000 qm
aus 10 kg Schaumstoff ca. 25.000 qm

siehe diese Broschüre Seite 4
http://www.ais-online.de/6/resourcefile/16/67/46/RWA_Teil%201.pdf

Diese Umengen von Rauchgasen suchen große Öffnungen um rauszukommen, also bestimmen die Strömung.

In der Matratze sind die Spuren, da sie in Rauchgasströmung lag.

Wenn der Ethanol mit Wasser ausgewaschen werden kann, dann müsste er auf dem Boden, überall verteilt sein.

Ich hoffe, einiges geklärt zu haben.

Ich danke Ihnen für die Mühe.

Gruß
Rudi
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