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Alt 30.10.2006, 16:46   #2   Druckbare Version zeigen
miez Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.034
AW: Aufhebung der Entartung der p-Orbitale??

Zitat:
Zuerst einmal frage ich mich, warum der Professor die Erklärung nicht ungefragt gegeben hat.
Ich versuche mich davor zu drücken.
Zitat:
Und weiterhin frage ich mich auch, warum niemand den Professor nach einer Erklärung gefragt hat. Warum z.B. nicht Sie selbst?
Das frage ich mich bei vielen Fragen, die hier gestellt werden.

Aber zur Frage:
Im Grundzustand befindet sich 1 Elektron im s-Orbital. Da gibt's nur leere p-Orbitale.
Um die Na-Doppellinie zu erhalten, muss dieses Elektron angeregt werden, nämlich in ein s-Orbital (s1p0-> s0p1).
Jetzt gibt es 2 Zustände, die dieser Konfiguration entsprechen (s0p1), die sich im Gesamtspin unterscheiden.
Im Fall vom Natrium funktioniert die einfache Erklärung:
(s0p1) Spin nach oben (bzw. parallel)
(s0p1) Spin nach unten (bzw. antiparallel)
Es gibt diese beiden Zustände, die sich etwas voneinander unterscheiden. Es stimmt auch, dass die Besetzung dieser Zustände unterschiedlich gross ist, d.h. die Intensität der beiden Na-Linien ist verschieden.
Bis dahin kann man mir in der Regel noch folgen.

Warum ich mich um eine Erklärung für die Zweitsemesterstudenten zu drücken versuche? Weil man für eine gute Erklärung das Fass mit der Spin-Bahn-Kopplung aufmachen muss, die Termsymbolik erklären muss usw. Danach kann man sagen, dass aufgrund der Spin-Bahn-Kopplung der 2P-Term in einen 2P3/2 und einen 2P1/2 aufspaltet, der höher gelegene 2P3/2-Zustand stärker als der um 17 cm-1 tiefer gelegene 2P1/2-Term besetzt ist und dadurch die 589,0-Linie intensiver als die 589,6-Linie ist. (Bei Li ist der Unterschied 0,337 cm-1, bei Cs 554 cm-1)

miez.
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