Anzeige


Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 25.10.2006, 21:39   #8   Druckbare Version zeigen
Godwael Männlich
Moderator
Beiträge: 12.173
Blog-Einträge: 12
AW: Nachweis von Brandbeschleunigern

Ich würd ja gern helfen, aber das Verdunstungs- bzw Auswaschungsverhalten von Lösungsmitteln in Spurenmengen ist nun mal ein sehr kompliziertes Thema, da kann man auf der Basis "allgemeiner Chemiekenntnisse" schlicht keine Aussage drüber machen; das ist ne Sache für Spezialisten.



Auf die Gefahr hin, mir die Zunge zu verbrennen:
Zitat:
geht Chemiker Dr. A. so weit, dass er behauptet für ihn ist ausreichend wenn er nur 3-Methyl-2-butanon findet,
da er den sonst niergendswo ausser bei Spiritus findet.
Naja, wenn ich übers ganze Haus Spuren eines Vergällungsmittels finden würde, wäre ich auch skeptisch, was eine einzelne lokale Quelle angeht.

Zitat:
Schon der Gedanke, dass in 1 Liter Spiritus den 930 ml Ethanol nur 0,27 ml 3-Methyl-2-butanon gegeüber stehen,
oder auf 1 Molekül 3-Methyl-2-butanon fast 6.400 Moleküle von Ethanol vorkommen sagt mir, dass es nicht sein kann
das für Nachweis von Spiritus nur auffinden von 3-Methyl-2-butanon ausreicht.
Mir erscheint das durchaus plausibel. Ethanol siedet niedriger, das Vergällungsmittel dürfte eine wesentlich höhere Affinität zu Ruß o.ä. haben und der Dampf ist schwerer als Luft, d.h. das Zeug bleibt auch nach dem Verdampfen mehr oder weniger vor Ort.
Dazu kommt noch die Wasserlöslichkeit von Ethanol.

Zitat:
Ich frage mich, wenn Ethanol vom Löschwasser ausgespült wird, wieso ist im OG bei Probe 8 und 9 (auf dem Bett noch da, aber am Boden um Bett nicht).
Was ausgespült wird muss nach unten fallen.
Halt ich auch für nen Trugschluss. im Gegenteil, wenn irgendwo noch leichtflüchtiges Ethanol ist, dann besonders in voluminösen saugfähigen Materialien, wie sie in Betten ja vorkommen sollen.
__________________
Gruß,
Fischer


Fischblog - powered by Spektrum der Wissenschaft
Godwael ist offline   Mit Zitat antworten
 


Anzeige