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Alt 10.10.2006, 21:59   #4   Druckbare Version zeigen
Paleiko Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.210
AW: Def. von Salz bzw. Oxid

Dir ist schon klar, dass "Oxid" im wesentlichen eine Bezeichnung von Verbindungen mit Sauerstoff darstellt, in denen Sauerstoff der elektronegativere Partner ist? Der Begriff "Oxid" hat noch nichts damit zu tun, ob ein Salz vorliegt oder nicht. Selbst wenn ein Salz vorliegt, kann dieses nur rein formal immer dissoziieren - das hängt nämlich sowohl vom jeweiligen Salz, als auch von den Bedingungen ab!

Kurz und bündig:

Die Elektronegativitätsdifferenz zwischen den Bindungspartnern gibt einen guten Anhaltspunkt dafür, ob eher kovalente oder eher ionische Bindungen vorliegen. Ein Salz ist eine ionische Verbindung - ergo liegen getrennte Ladungen vor. Die EN-Differenz muss also hoch sein. Beispiel: Metalloxide.
Kovalente Oxide liegen bei ähnlichen Elektronegativitäten vor. Beispiel: ClO2. Diese Oxide dissoziieren nicht, sie hydrolysieren eher - denn viele kovalente Oxide sind Anhydride von Säuren (Anhydride bilden mit Wasser die entsprechende Säure), z.B. ist CO2 das Anhydrid der Kohlensäure.

Ein Salz KANN in Ionen dissoziieren, muss aber nicht. Ionische Oxide hydrolysieren eher zu Hydroxiden (Bsp: CaO) oder sind (in Wasser) unlöslich, da die Gitterenergie vieler Oxide sehr hoch ist (Bsp. Al2O3) - der Energieaufwand zum Auflösen ist zu hoch! Das liegt u.a. an der hohen Ladungsdichte des Oxidions, durch sie werden starke Anziehungskräfte möglich und somit können - je nach Kation - hohe Gitterenergien erreicht werden. Im Al2O3 hat auch das Aluminium eine hohe Ladungsdichte, wodurch die Gitterenergie insgesamt sehr hoch wird! Deshalb ist es auch bei ionischen Oxiden wenig sinnvoll Dissoziationen zu formulieren, da eine Dissoziation gerade die Überwindung dieser Energie voraussetzt.
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