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Alt 28.09.2006, 07:52   #4   Druckbare Version zeigen
Tiefflieger Männlich
Moderator
Beiträge: 5.444
AW: rechtliche Konsequenzen

Zitat:
Zitat von NilsM Beitrag anzeigen
....Außerdem schreibt die ChemVerbotsV Paragrh. 5 vor, dass Chemikalien dieser Art nur an Sachkundige weitergeben werden dürfen, die die Sachkundeprüfung (Rechtskunde + Toxi.-Schein etc) abgelegt haben....
Diese Aussage ist definitiv falsch und nicht in der ChemVerbV zu finden!
Nicht der Käufer (hier der Schüler), sondern der Verkäufer bzw. Zwischenhändler (bei Abgabe an Privatpersonen) muß über die nötige Sachkunde verfügen. Im genannten Fall benötigt also der Lehrer einen Sachkundenachweis!

Da der Schüler volljährig ist, ist er primär selbst für seine Tat verantwortlich. Erzeugt er mit dem erwähnten Perchlorat z.B. eine Sprengstoffexplosion, so trifft §308 StGB zu. Hier ist der Lehrer nicht direkt erwähnt, aber da gibt es ja auch noch den § 27 StGB Beihilfe, welcher vom Staatsanwalt hier wohl herangezogen werden könnte. Der Schüler müsste dem Lehrer also schriftlich bestätigen, dass er keine unerlaubte Verwendung für die bezogenen Chemikalien durchführt, dann sehe ich kein Problem. Weiterhin kann sich der Lehrer dann auch noch absichern, indem er sich schriftlich bestätigen lässt, dass der Schüler über die Gefahren der Chemikalien informiert wurde.
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Vernünftig ist, dass die politischen Spitzen, wenn sie miteinander sprechen, darüber sprechen, wie mit der Sache umzugehen ist, wie ernst Vorwürfe zu nehmen sind und wie man damit umgeht, Vorwürfe zu besprechen, zu klären, zu verifizieren oder aus der Welt zu schaffen. (2013 Regierungssprecher Seibert)
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