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Alt 17.11.2000, 15:44   #6   Druckbare Version zeigen
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Die Halogene haben 7 Valenzelektronen. Das heißt, wenn sich zwei Halogene verbinden, besitzt jedes von ihnen Edelgaskonfiguration. Deshalb sind die Elemente der 7.HG gasförmige Moleküle.
Ähnliches Prinzip bei Wasserstoff (füllt durch Molekülbildung sein s-Orbital)

Für die 6.HG braucht man schon zwei Bindungen, um die Edelgaskonfiguration zu erreichen. Sauerstoff schafft das durch eine Doppelbindung. Aber schon Schwefel ist zu gross für eine Pi-Bindung, kommt also nur als Ringe (z.B. S8-Moleküle), bzw. Ketten vor.

Für die 5.HG braucht man drei Bindungen, was wegen der Größe nur Stickstoff schafft. Phosphor kommt elementar (u.a) als P4 - Molekül vor. Arsen ist für solche gespannten Moleküle schon zu gross und kommt normalerweise nicht molekular vor.

Die 4.HG benötigt 4 Bindungen untereinander, um molekular vorzukommen, was nicht einmal der kleinste Vertreter Kohlenstoff schafft. Er braucht 4 Elektronen, hat also keine Chance, ein Molekül zu bilden.

In der 3.HG ist die Elektronegativität schon so gering, dass eine Metallbindung günstiger ist (Energiegewinn durch Delokalisierung der Bindungselektronen). Die EN von Bor ist noch zu gross für Metallbindung, deshalb ist Bor das Element mit den phantasievollsten Modifikationen, denn es muss einige Tricks anwenden, um die Edelgasschale voll zu bekommen.

Ob ein Element Moleküle bildet oder nicht, liegt also daran,
- wieviele Bindungen es eingehen muss
- wie gross es ist (wg. Doppel- Dreifachbindungen)
- welche EN es hat


[This message has been edited by Dirk (edited 17-11-2000).]
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